Korrektoren – Wächter über Zufriedenheit und Qualität

29.03.2010

Als Korrektor bewerten Sie die Arbeiten anderer Clickworker. Sie korrigieren kleine Fehler, geben dem Autor gegebenenfalls die Chance, seinen Text nochmals zu überarbeiten oder lehnen schlechte Arbeiten ganz ab. Aber auch bei der Arbeit als Korrektor lauern Stolpersteine.

Sehr oft kommt es bei unseren Clickworkern zu Unmut, wenn sie einen mit viel Mühe geschriebenen Text zur Korrektur zurückbekommen und dann feststellen, dass gerade mal ein oder zwei Tippfehler angemahnt wurden. Solange es sich um wenige, schnell zu korrigierende Fehler handelt, sollten Sie diese lieber gleich selbst aus der Welt schaffen. Als Grundsatz gilt hier: Kostet es mehr Zeit, dem Autor seinen Fehler zu erklären, als ihn direkt zu verbessern, sollten Sie sich der Sache selbst annehmen. Ganz besonders wichtig ist diese Entscheidung, wenn Sie der Zweitkorrektor eines Auftrags sind: Sollten Sie hier einen Text ablehnen, ist diese Entscheidung endgültig. Der Autor bekommt keine Chance mehr, seinen Artikel noch zu verbessern. Was auch bedeutet, dass er dafür kein Geld von uns bekommt.

Natürlich sollen Sie einen Text trotzdem nicht besser machen, als er ist. Auf der anderen Seite tun Sie dem Autor (und sich selbst) keinen Gefallen, wenn sie einen Text schlechter einstufen, als er es verdient. Denn eine falsche Bewertung wirkt sich auch auf Ihre eigene Einstufung als Korrektor aus. Bleiben Sie also realistisch und nutzen Sie die Bandbreite, die Ihnen bei der Bewertung zur Verfügung steht.

Auch als Korrektor sind Sie in der Pflicht, sich zu jedem Auftrag die Arbeitsanweisungen genau durchzulesen. Maßstäbe, die bei einem Projekt richtig sind, müssen deswegen in einem anderen noch längst nicht genauso korrekt sein. Zum Beispiel kann es durchaus variieren, ob ein Text in Du- oder in Sie-Form geschrieben werden darf. Auch Stil und Formatierung sind nicht in Stein gemeißelt. Versichern Sie sich also stets vorher, was sie dem Autor „rot anstreichen“ dürfen und was nicht.

Bekommen Sie einen Text vorgelegt, bei dem größere Korrekturen nötig sind, sollten Sie darauf achten, dass der Autor auch erfährt, was genau er verbessern soll. Ein lapidares „Text überarbeiten!“ sagt nicht aus, ob er nach Tippfehlern, Grammatikschnitzern oder schlechtem Stil Ausschau halten muss. Seien Sie also möglichst genau bei der Fehlerbeschreibung – umso einfacher machen Sie es den anderen Clickworkern und umso besser werden die Resultate ausfallen.

Sie sehen, es ist eine verantwortungsvolle Aufgabe, als Korrektor die Arbeit Anderer zu bewerten. Denken Sie also immer daran, dass jemand Zeit, Arbeit und Kreativität in den Text gesteckt hat, welchen Sie ablehnen oder annehmen. Derjenige hat es verdient, dass seine Arbeit fair behandelt wird – genau wie Sie, wenn Ihr nächster Artikel bei einem anderen Korrektor auf dem Bildschirm landet.

Dieser Artikel wurde am 29.March 2010 von Daniel Marz geschrieben.

von: Daniel Marz

Daniel Marz betreut unsere Clickworker-Community im Social Web und kümmert sich um die Beantwortung der Support-Anfragen.