Clickworker gegen Rechts – ein Anfang

15.08.2010

Am Anfang stand der Gedanke mit clickworker.com, eine gemeinnützige Organisation zu unterstützen und etwas Positives zu bewirken.

Bei unserer Recherche im Internet sind wir auf die Amadeu Antonio Stiftung gestoßen. Mit ihren Projekten setzt die Stiftung einen deutlichen Schwerpunkt: Sie fördert und unterstützt Initiativen und Projekte, die sich für eine demokratische Gesellschaft einsetzen und sich aktiv mit den Themen Rechtsextremismus, Rassismus und Judenfeindlichkeit beschäftigen.

Das können wir nur unterstützen!

Projektidee und -umsetzung

Eine Stiftung hat nicht die Kapazitäten, viele Seiten mit rechtsextremistischen Inhalten innerhalb kürzester Zeit im Internet ausfindig zu machen – die Stiftung nicht, aber wir schon. Wenn sich nur ein Teil aller Clickworker bereit erklären würde, für einen symbolischen Cent rechtsradikale Inhalte im Internet zu suchen und an uns weiterzuleiten, könnten wir damit eine riesige Datenbank füllen.

Kurz darauf haben wir das Projekt als Auftrag in unsere Arbeitsplattform eingestellt. Clickworker suchten rund um den Globus nach Seiten mit rechtsradikalen Inhalten und leiteten die Links an uns weiter. Wir haben diese dann gesammelt, auf Doubletten gereinigt und in einer Datenbank zusammengefasst.

Die Amadeu Antonio Stiftung hat die Ergebnisse dann zunächst gesichtet und je nach Schweregrad an andere Institutionen, wie z. B. an jugendschutz.net weitergegeben, die eine evtl. Strafverfolgung oder eine Schließung der Seiten bewirken können. Das Material wird außerdem dazu genutzt, Leitfäden und Trainings für Kommunikationsstrategien gegen Rechts zu entwickeln.

Projekt pausiert – ein erster Rückblick

Innerhalb von nur 7 Monaten konnten insgesamt 1.100 unterschiedliche rechtsextreme, rassistische und antisemitische Internetseiten gemeldet werden. Bei den meisten Links handelte es sich um Online-Shops oder Internetseiten von rechtsextremen Vereinigungen bzw. Kameradschaften. Durch das große Engagement unserer Clickworker ist es so möglich, einen Überblick über die rechte Szene zu gewinnen. Die Aktivitäten dieser Szene können dokumentiert und anschließend Maßnahmen ergriffen werden, um diese aus der Öffentlichkeit zu entfernen oder inhaltlich dagegen zu arbeiten.

Hiermit möchten allen Clickworkern danken, die daran teilgenommen und damit einen Beitrag im Kampf gegen die Verbreitung rechtsextremistischer Ansichten geleistet haben.

Wir möchten auch gemeinnützige Projekte von anderen Organisationen vorstellen, die das Prinzip Crowdsourcing verwenden, um einen guten Zweck zu unterstützen.
Kennen Sie entsprechende Projekte? Dann melden Sie sich mit einem Kommentar.

Dieser Artikel wurde am 15.August 2010 von angelina geschrieben.

von: Angelina Conic

Angelina Conic leitet das Community-Management-Team bei clickworker.