Vom Frustbürger zum Mitbürger

27.05.2011

(verfasst von Joachim Klöckner, Deutschland, Clickworker seit Februar 2011)

So in etwa könnte man den Sinn der nachstehend vorgestellten Seiten umschreiben, die im weitesten Sinne auch zu Crowdsourcing einladen. Diese Seiten bieten Menschen die Möglichkeit, sich direkt politisch zu beteiligen.

direktzurkanzlerin.de ermöglicht es, Frau Dr. Merkel Fragen zu stellen. Sie werden beantwortet, wenn viele Menschen dieser Frage zustimmen. Der Leser hat auch die Möglichkeit, die Frage mit einem Minus zu werten und Kommentare abzugeben.

Auf der Seite abgeordnetenwatch.de können ParlamentarierInnen und KandidatenInnen für Bundestag, Landtage und EU-Parlament direkt Fragen gestellt und auf Antworten gehofft werden. Die Antworten können empfohlen, verlinkt und auf Facebook und Twitter gepostet werden.

Weit gebracht hat es die Software adhocracy vom Liquid Democracy e.V.: enquetebeteiligung.de. Sie wird als 18. Sachverständige der Enquete-Kommission ‘Internet und digitale Gesellschaft’ eingesetzt. Zitat aus der Seite: „Durchdacht und doch noch experimentell soll hier aus dem Wutbürger ein Mutbürger werden.“

echo.to setzt auf aktive Bürgerbeteiligung weltweit für alle Menschen. Die Seite sieht aufgeräumt und benutzerfreundlich aus. Einmal angemeldet können sich Menschen an der Gestaltung beteiligen. Ein Fahrplan zeigt die Entwicklungsstufen. Inhaltlich können Themen kreiert, Vorschläge hinzugefügt und Ergänzungen mit Pro- und Kontraargumenten gemacht werden. Deutlich zu sehen ist die Dreiteilung: Diskussion – Vernetzen – Handeln.

Dies sind vier gute Beispiele, die Möglichkeiten zeigen und deutlich machen: Crowdsourcing ist die Zukunft. Bei den Kommentaren ist Platz für weitere Links.