Die Top 10 der Crowdsourcing-Fails (Plätze fünf bis eins)

23.10.2012

Die Internet-Community kann tolle Ideen kreieren und umsetzen. Was sie aber auch kann, ist Leute ziemlich auf den Arm nehmen. Besonders wenn große Unternehmen eine Angriffsfläche bieten, nutzen die User das gnadenlos aus. Hier geht es zu Teil zwei der größten Crowdsourcing-Fails…

Platz 5: „Der Brigitte“ (Otto)

Mit einem Foto-Wettbewerb suchte Versand-Händler Otto nach weiblichen Nachwuchs-Models. Das Rennen entschied „Brigitte“ für sich, die im wahren Leben allerdings Sascha heißt. Ottos Marketing-Abteilung bewies Humor und „Brigitte“ zierte unter Beifall der Community zwei Wochen lang die Fanpage des Unternehmens.

Platz 4: Fuck U Hamburg

FUCK U Hamburg

Im Rahmen der Beleuchtungsaktion Blue Port erstrahlte die Hansestadt ganz in blau. Vom Event-Wahn angenervte Protestler machten ihrem Unmut Luft, indem sie ihre Meinung in azur-leuchtenden Lettern an einer Brücke befestigten. Gut, dass auf der Fanpage von hamburg.de ein passender Contest für das beste Foto der Aktion ausgelobt wurde. Was folgte war der Sieg für das Bild, ein rumdrucksender Marketing-Leiter und ein Shitstorm auf der Fanpage, der sich gewaschen hat.

Platz 3: Dub the Dew (Mountain Dew)

Die amerikanische Softdrink-Marke Mountain Dew suchte online nach einem schmissigen, neuen Namen. Einige Hacker, mutmaßlich aus dem Umfeld der Internet-Plattform 4chan, erweiterten die Abstimmung prompt um einige, größtenteils nicht jugendfreie Optionen. Mit Vorsicht zu genießen!

Platz 2: Pitbull in Alaska (Walmart/Sheets)

Als die Discounter- und Warenhaus-Kette Walmart der Filiale mit den meisten Facebook-Likes einen Besuch von Rapper Pitbull in Aussicht stellte, riefen Internet-Scherzkekse die Twitter-Kampagne #exilepitbull ins Leben. Ins Auge gefasst wurde die Walmart-Filiale in Kodiak, Alaska, die mit Hilfe der Kampagnen-Unterstützer letztlich den Wettbewerb auch für sich entscheiden konnte. Pitbull nahm die Sache gelassen und lud einen der Hauptinitiatoren der Anti-Kampagne ein, ihn auf der Reise ins ewige Eis zu begleiten.

„Mein Stil –Mein Pril“ hieß die unter dem Crowdsourcing-Deckmantel gestartete Werbe-Kampagne, bei der zwei neue Designs für eine beliebte Spüli-Flasche gesucht wurden. Gesagt, getan…Rage-Faces, Bratwürste und „Pril mit lecker Hähnchengeschmack“ machten das Rennen. Die Initiatoren kamen ins Schwitzen, die Anzahl der Votings änderte sich plötzlich und schlussendlich kürte dann doch eine Jury zwei biedere Motive zum Sieger. Selten wurde dermaßen um einen Shitstorm gebettelt…

FUCK U Hamburg: Rasande Tyskar (CC)





Dieser Artikel wurde am 23.October 2012 von Patrik geschrieben.

von: Patrik Welzel

Patrik Welzel, Support & Recruiting