Die Crowd als Krisenhilfe

25.03.2014
Was erreicht werden kann, wenn viele Menschen Hand in Hand zusammenarbeiten, wird in Extremsituationen besonders deutlich. Der Fall der seit März 2014 verschollenen Boeing 777 der Malaysian Airlines liefert ein aktuelles Beispiel. Von der Crowd wurden Satellitendaten der US-Satellitenfirma DigitalGlobe überprüft und mögliche verdächtige Bilder gemeldet. So wurde das Suchgebiet eingegrenzt und die Ermittlungen vereinfacht. Heute gibt es Neuigkeiten in diesem Fall: Malaysias Premierminister Najib Razak informierte die Angehörigen der Flugzeuginsassen nun über den Absturz der Boeing über dem Indischen Ozean. Ermittler glaubten kurz zuvor an einen Durchbruch, da sie anscheinend in der australischen Suchzone auf Satellitenbildern Flugzeugteile gesehen hatten.

Auch als der Taifun Haiyan im November 2013 auf den Philippinen wütete, leisteten freiwillige Helfer wertvolle Arbeit. Alles was sie dafür brauchten: einen Internetanschluss. Hochgeladene Fotos, Tweets und Meldungen aus sozialen Netzwerken wie facebook wurden ausgewertet und beispielsweise zwischen allgemeinen Spendenaufrufen und relevanten Infos zu Krisengebieten unterschieden. Die wichtigen Informationen wurden über CrisisMap an die UN-Mitarbeiter weitergegeben und ermöglichten ihnen einen gezielten Einsatz.

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Ein weiteres Beispiel ist Hurrikan Sandy. 2012 zog er über die amerikanische Ostküste und richtete großen Schaden an. Während der Naturkatastrophe nutzen Forscher die Unterstützung freiwilliger Helfer, die Regenproben sammelten und so wichtige Informationen über den Wirbelsturm lieferten. Die Entwicklung des Sturmes konnte untersucht und damit möglicherweise Vorkehrungen für die Zukunft getroffen werden.

Crowdsourcing kann also nicht nur für einfaches Datensammeln, sondern auch zur Datenanalyse genutzt werden. Wer Interesse hat, Hilfe in Krisengebieten zu leisten, kann sich auf Openstreetmap.org informieren.