Crowdsourcing – was ist das? (Teil 1/2)

11.01.2016

Crowdsourcing

Der Begriff setzt sich aus den Worten „Crowd“ (= Masse) und „Outsourcing“ zusammen und fand im Jahr 2006 erstmals Beachtung, als der amerikanische Journalist Jeff Howe seinen Artikel „The Rise of Crowdsourcing“ im “Wired”-Magazin veröffentlichte. Howe weist darin die Ursprünge des Crowdsourcings der Open-Source-Bewegung zu und prognostiziert eine grundlegende Entwicklung, was die zukünftige Produktion von Gütern in Bezug auf den Herstellungsprozess, die teilnehmenden Personen sowie die Kosten betrifft. Der Journalist, der 2008 auch das Buch „Crowdsourcing – Why the Power of the Crowd is Driving the Future of Business“ herausbringt, sieht Crowdsourcing als einen Prozess an, bei dem sich Unternehmen Freiwillige suchen, die per Internet ganz spezielle Aufgaben erledigen. Der Vorteil des Unternehmens ist hierbei die Auslagerung eigentlich interner Aufgaben an eine “Masse” an Außenstehenden.

Crowdsourcing – die Entwicklung

Zwar trug das Web 2.0 erst richtig dazu bei, dass die „Weisheit der Vielen“ richtig in Gang kommen konnte, genutzt wurde sie allerdings schon deutlich früher. Beispielsweise als im Jahr 1879 der Philologe James Murray in seiner Funktion als Herausgeber des Oxford English Dictionary seine englischsprachige Leserschaft dazu aufrief, ihm Referenzen für ungewöhnliche sowie alltägliche Wörter zuzusenden. Hintergrund der Aktion: Es sollte ein Verzeichnis der englischen Sprache geschaffen werden, das zudem die Entwicklung der Wörter belegt. Den Begründern des Oxford English Dictionary wurde allerdings schnell klar, dass solch ein Projekt von Einzelnen nicht gestemmt werden kann und sie auf die Hilfe der Masse zurückgreifen müssen. Der Rücklauf der Antworten war damals überwältigend, das wohl umfangreichste und bedeutendste englische Wörterbuch entstand.

Heutzutage bietet das Internet eine neue, verbesserte Form der Zusammenarbeit der Masse. Eindeutiger Vorteil ist die Schnelligkeit, mit der Nutzermassen im Web aktiviert werden können. Plattformen wie Wikipedia bündeln das Wissen aller teilnehmenden User, bei WikiLeaks wollten anonyme Whistleblower geheime Dokumente betreffend öffentlicher Angelegenheiten preisgeben und Fans können über die Finanzierungsplattform Kickstarter ihre Lieblingsprojekte unterstützen.

Zur Fortsetzung

Dieser Artikel wurde am 11.January 2016 von Clickblogger geschrieben.

von: Clickblogger

Dieser Artikel wurde von einem Clickworker verfasst.