Osterbräuche weltweit – Heringsbegräbnisse, Wasserschlachten und Osterfeuer

26.03.2016

Ostern – auf der ganzen Welt feiern viele das Fest der Auferstehung Christi, dennoch haben sich rund um den Globus ganz unterschiedliche und teilweise recht verrückte Brauchtümer entwickelt, von denen wir euch heute einige vorstellen möchten.
Falls euer Land nicht dabei ist, freuen wir uns, wenn Ihr eure Osterbräuche kurz mit den anderen Clickworkern in den Kommentaren zum Blogartikel teilt.

Osterbräuche 1

Deutschland – Bei uns dreht sich alles um Osterhasen und bunte Eier. So werden beispielsweise frisch geschnittene, frühlingshafte Zweige in dieser Zeit mit dekorativ bemalten (leeren) Eiern geschmückt. Kinder (und alle anderen Junggebliebenen ;)) gehen in der Natur auf Eiersuche. In einigen Regionen des Landes erfreut sich auch das Eierschieben/Eiertrudeln großer Beliebtheit. Bei diesem Wettbewerb werden hartgekochte Ostereier einen flach abfallenden Hang heruntergerollt.

Frankreich – In der République Française werden die Eier nicht etwa vom Hasen sondern von den Kirchenglocken gebracht. Leuten diese sonst das ganze Jahr, bleiben sie von Gründonnerstag bis zum Ostersamstag stumm. Erst am Ostersonntag wird die Auferstehung Christis mit dem Leuten der Glocken ausgiebig gefeiert. Und wie kommt die Glocke nun zu den Eiern? Man erzählt sich, dass die Kirchenglocken den Papst in Rom besuchen. Auf dem Rückweg bringen sie die Eier mit.

Osterbräuche 2

Polen – In Polen wird man am Ostermontag nass. Anlässlich des „Smingus-Dyngus“ bespritzen sich Jung und Alt mit allerhand Wasser. Ob dieser Brauch auf ein heidnisches Ritual der Reinigung oder auf die Taufe Mieszko I im Jahr 966 zurückgeht, ist nicht geklärt.

Rumänien – Beim rumänischen Osterfest spielt Licht eine große Rolle. Auf den Feldern werden helle Osterfeuer und in der Kirche festliche Kerzen angezündet, die nach dem Besuch der Messe mit ins Freie genommen werden.

Irland – Die Iren starten am Karfreitag ruhig ins Osterfest. So sollte früher beispielsweise an diesem Tag kein Tier geschlachtet und auch kein Holz verbrannt werden. Ebenso ruhig gestaltet sich auch das Mahl am Ostersonntag, meist bestehend aus Lamm und Lauchsuppe. Etwas Verrücktheit darf jedoch auch in manchen Orten des Landes nicht fehlen: Dort werden in einer symbolischen Zeremonie Heringe zu Grabe getragen, um das Ende der Fastenzeit einzuläuten.

Das war’s für heute! Wir wünschen euch einen entspannten Karfreitag! Morgen geht es weiter mit dem nächsten Osterblogartikel.

Dieser Artikel wurde am 26.March 2016 von mandy geschrieben.

von: Mandy Steffan

Mandy Steffan, Community Management