Penguin 4.0 – Was das Google-Update bringt

16.11.2016

Penguin 4.0

Bei Penguin denken Internetseitenbetreiber nicht an die kleinen Frackträger am Südpol. Sie denken an ein Google-Update, was den ein oder anderen Webmaster schon zur Verzweiflung trieb. Plötzlich war die perfekt suchmaschinenoptimierte Internetseite aus dem Google-Ranking verschwunden. Nur mit viel Mühe konnte sich der alte Platz wieder erkämpft werden. Doch was genau tut Penguin? Und was ändert sich mit der Version Penguin 4.0? Eines können wir jetzt schon verraten: Es wird einfacher, Abstrafungen durch Google rückgängig zu machen.

Was ist Penguin?

Penguin ist der Name, unter dem diverse Änderungen des Google Ranking-Algorithmus zusammengefasst werden. Ziel von Penguin ist es, sogenannten Webspam in den Suchergebnissen einzudämmen. Unter Webspam werden Webseiten verstanden, die sich mit unerlaubten Mitteln bei Google ein besseres Ranking verschaffen. Eigentlich sollten besser gerankte Webseiten einen höheren Nutzen für den Suchenden haben. Bei Webspam ist das nicht der Fall. Diese Seiten sind nur für die Suchmaschine geschrieben und sollen hohe Klickzahlen produzieren.
Das erste Penguin kam 2012 zum Einsatz. Damals war der Effekt sofort wahrnehmbar. Viele topgerankte Seiten verschwanden plötzlich aus dem Ranking. In englischsprachigen Ländern waren 3,1 Prozent aller Suchanfragen davon betroffen. In Deutschland waren es drei und in Polen sogar fünf Prozent.

Das frühere Problem mit Penguin

Leider forderte Penguin bis zur Version 3.0 auch unschuldige Opfer. War die Website überoptimiert, konnte selbst eine normale Homepage mit gutem Inhalt aus dem Ranking verschwinden oder nach hinten verbannt werden. War man davon betroffen, hieß es, die Überoptimierung zu entfernen und sich bei Google zu melden. Hatte man Glück, kam man zurück ins Ranking. In den meisten Fällen mussten die Webmaster aber auf das nächste Penguin-Update warten. Bei viel Pech war die Überarbeitung der Internetseite noch nicht ausreichend. Die Verbannung hielt an und man hoffte auf das folgende Update.

Die Lösung bringt Penguin 4.0

Penguin ist jetzt Teil des Kernel-Algorithmus. Das bedeutet, das System arbeitet in Echtzeit. Wird eine Homepage von Penguin wegen Überoptimierung zurückgesetzt, dann kann der Webmaster die Internetseite anpassen. Die Anpassungen werden beim nächsten Besuch der Google-Crawler erkannt. Wenn die Seite keine Negativ-Signale mehr enthält, findet sie ihren Weg zurück in die Trefferliste. Ein Warten auf das nächste Penguin-Update ist nicht mehr notwendig.
Außerdem wird jetzt nicht mehr die gesamte Website bestraft, wenn es Spam-Signale bei den Backlinks gibt. Es werden nur die betroffenen Unterseiten ausgeschlossen.

Was bedeutet Penguin 4.0 für Webmaster?

Verbannungen aus den Suchergebnissen sind jetzt nicht mehr so katastrophal wie früher. Wird die Überoptimierung entfernt, kommt man schnell wieder zurück. Auch bewertet Google nun detaillierter und bestraft nicht die gesamte Domain, denn manchmal kann der Webmaster nichts für bestimmte Backlinks. Nicht nur Penguin, sondern auch Panda, Hummingbird und RankBrain gehören zum Kernel-Algorithmus von Google. Dank dieser Komponenten lernt die Suchmaschine immer besser, nutzerrelevante Inhalte zu erkennen. Wer bei der Website-Erstellung also auf alte SEO-Taktiken wie künstliche Backlinks oder Keyword-Stuffing setzt, wird jetzt noch eher durch Google abgestraft. Internetseitenbetreiber müssen deshalb mehr denn je einmalige und hochwertige Inhalte, sog. Unique Content, bereitstellen. Die Intentionen und Bedürfnisse der Nutzer sollten erkannt und erfüllt werden. Auch muss die Webseite technisch richtig umgesetzt werden, damit sich ein dauerhaft gutes Ranking bei Google einstellt.

Dieser Artikel wurde am 16.November 2016 von Thomas geschrieben.

von: Thomas K.

Thomas K., Clickworker