Die zehn wichtigsten Online-Marketing Trends 2017

06.12.2016

Online-Marketing Trends 2017

Nur noch wenige Wochen bis zum neuen Jahr. Als Blogger mit Vorliebe fürs Online-Marketing Grund genug, meine Kristallkugel herauszuholen und einen Blick in die Zukunft zu werfen. Zehn Online-Marketing Trends konnte ich ausmachen, von denen einige selbst mich überrascht haben.

1. Influencer werden immer wichtiger

Influencer machen zwar nicht krank, aber sie stecken an, und zwar mit Meinungen. Wie im realen Leben gibt es auch im Internet Personen, die einen starken Einfluss auf die Meinungsbildung einer großen Gruppe haben. Das können Blogger, Youtuber oder andere Stars in den sozialen Medien sein. Wird ein Produkt, eine Internetseite, ein Dienstleister oder Ähnliches von diesen Leuten empfohlen, werden ihre Follower mehr als nur einen Blick darauf werfen. Der Vorteil von Influencern ist, dass sie als glaubwürdig gelten. Anders als bei klassischer Werbung wird ihrer Meinung vertraut. Das geht aus einer Studie der Agentur der Territory Webguerillas aus dem Sommer dieses Jahres hervor.

Wer 2017 beim Online-Marketing erfolgreich sein will, sollte also mit Bloggern, Youtubern usw. kooperieren und sie für die eigenen Produkte und Dienstleistungen gewinnen.

2. Nutzer beteiligen

Von einer Sache überzeugte Nutzer sind ein ideales Marketinginstrument, denn sie übertragen ihre Überzeugung auf ihre Umgebung. Um nun aus anonymen Konsumenten und Nutzern „Überzeugungstäter“ zu machen, ist es wichtig, sie aktiv zu beteiligen. Da lassen sich Wettbewerbe, Gewinnspiele oder Abstimmungen veranstalten. Oder die Besucher einer Website erstellen selbst Content, nehmen an Hashtag-Kampagnen teil und äußern ihre Meinung. Je mehr sie sich mit einem Produkt, einer Webseite oder Dienstleistung beschäftigen, desto mehr werden sie darüber reden, Empfehlungen aussprechen usw.

Nutzerbeteiligung wird auch im Jahr 2017 ein unverzichtbares Marketinginstrument sein.

3. Kunden inspirieren und informieren

Für E-Commerce Websites reicht es nicht mehr aus, nur Produkte anzubieten und ihnen eine schöne Beschreibung hinzuzufügen. Käufer wollen mehr. So lässt sich beispielsweise Instagram in den Shop integrieren. Passend zum Produkt zeigt es inspirierende Ideen an, sodass zur roten Wolle gleich die passenden Strickmuster präsentiert werden. Online-Reisebüros geben Reisetipps und bieten ganze Reiseführer für ihre Kunden an. Neben eigenen Inhalten können auch Kommentare von Facebook oder anderen sozialen Medien mit in die Produktvorstellung eingebunden werden.

Die inspirierende und informative Einbindung von Produkten und Dienstleistungen im Angebot wird 2017 die Kaufentscheidung beeinflussen und Besucherzahlen generieren.

4. Chatbots statt FAQ

Chatbots sind kleine Programme, die in der Theorie wie ein realer Chatpartner funktionieren sollen. In der Praxis läuft das Ganze noch nicht perfekt, aber sie sind ideal für den Kundenservice geeignet. Jeder, der in diesem Bereich bereits arbeitet, weiß, dass dort immer die gleichen Fragen auftauchen. Deshalb finden sich praktisch auf allen Internetseiten FAQ wieder. Doch das Durchklicken durch lange Fragelisten ist oft frustrierend. Chatbots können diese Aufgaben wesentlich besser ausführen. Der Nutzer kann seine Fragen stellen und die Software antwortet interaktiv. Interessenten sowie Kunden gelangen schnell zu ihren Antworten und bekommen in kurzer Zeit die gewünschte Unterstützung.

Chatbots machen dem Kundenservice und den Kunden im Jahr 2017 das Leben einfacher.

5. Live-Video wird immer wichtiger

Vorproduzierte Videos gibt es im Netz en masse. In den letzten Jahren aber wurden Live-Übertragungen immer beliebter. Selbst auf Facebook kann inzwischen live gestreamt werden. Der Bedarf ist also da. So lassen sich statt eines Video-Tutorials Webinare veranstalten. Die Zuschauer schalten sich per Video- oder Textchat dazu und Fragen können sofort beantworten werden. Auch die Präsentation eines neuen Produkts wird so einfach zum Live-Event. Der Interessent fühlt sich beim Live-Streaming dem Gezeigten mehr verbunden.

Live-Video wird im Jahr 2017 eine noch wichtigere Rolle spielen, denn hiermit kann die Interaktion und Bindung des Nutzers weiter ausgebaut werden.

6. Das Nutzererlebnis steht im Mittelpunkt

Die alten „SEO-Tricks“ für ein besseres Ranking sind passé. Link-Farmen, Spamming und andere Methoden bringen Suchmaschinen wie Google, Bing oder Yahoo nur dazu, die Seite abzuwerten. Für sie kommt nämlich das Nutzererlebnis an erster Stelle. Auch für den Kunden nicht umgehbare Werbung wird ab Januar 2017 bei Google als Kriterium verwendet, um eine Seite schlechter zu ranken. Pop-up-Inhalte sollen dann die Besucher nicht mehr stören. Es ist also bei der Suchmaschinenoptimierung immer zu beachten, dass die Suchmaschine den Nutzer in den Mittelpunkt stellt. Wer das vergisst, wird sich schnell auf Seite zehn der Trefferliste bei Google wiederfinden.

Webseiten im Jahr 2017 müssen noch besser für Nutzer zugänglich sein und begeisternde Inhalte bieten, um gut zu ranken.

7. Bedeutung von Native-Advertising steigt

3000 bis 5000 Werbebotschaften stürzen auf den Internetnutzer täglich ein. Diese enorme Menge verarbeitet er jedoch nicht, er ignoriert sie einfach. Das nennt sich Werbeblindheit. Deshalb verlieren Bannerwerbung oder Werbeeinblendungen an Bedeutung. Wozu natürlich auch die beliebten AdBlocker beitragen. Andererseits wird Native-Advertising immer wichtiger. Darunter werden Beiträge in Blogs, Portalen usw. verstanden, die nicht durch die Redaktion erstellt wurden, sondern durch eine Werbeagentur oder Marketingabteilung eines Unternehmens. Gutes Native-Advertising zeichnet sich dabei durch eine hohe inhaltliche Qualität aus. Der Leser wird animiert den Beitrag zu lesen, obwohl es Werbung ist. Außerdem sollte Native-Advertising immer als solches gekennzeichnet werden, sonst verspielen der Blog und der Werbende ihre Glaubwürdigkeit. Gegenüber Anzeigen und Bannern hat diese Methode den Vorteil, dass sie Menschen gezielt ansprechen kann.

Native-Advertising wird 2017 an Bedeutung gewinnen, denn die „Blindheit“ der Nutzer gegenüber klassischer Online-Werbung nimmt zu.

8. Virtual und Augmented Reality

Virtual Reality ist längst nicht mehr nur in der Video- und Computerspielszene ein Begriff. Auf Facebook und Youtube werden im Minutentakt 360-Grad-Videos veröffentlicht. Fernsehsender sichern sich VR-Übertragungsrechte an Sportevents und VR-Fernsehserien und -Filme sind ebenfalls in der Produktion. Auch zeigen die ersten Online-Shops ihre Produkte in virtuellen Verkaufsräumen und Reisebüros bieten virtuelle Rundgänge durch den Ferienort an. VR-Apps erlauben es den Nutzern, neue Produkte und Dienstleistungen auszuprobieren. Und wenn es dort überzeugt, ist der Kauf oder die Buchung nur noch eine Formsache. Auch für soziale Plattformen ist Virtual Reality mehr als interessant, nicht umsonst hat Facebook den VR-Pionier Oculus gekauft.
Augmented Reality bewies spätestens mit Pokémon Go ihr Potential. Wer einen PokéStop dort einreichen konnte, der kam zu vielen neuen Kunden. Augmented Reality bietet damit ganz neue Wege, Kunden zu aquirieren und Werbung zu platzieren.

Virtual Reality und Augmented Reality werden 2017 völlig andere Marketing-Maßnahmen ermöglichen. Sie erlauben dem Nutzer, dabei zu sein und nicht nur auf einen Bildschirm zu starren.

9. Märkte in Nischen besetzen

Immer mehr Online-Angeboten steht eine relativ konstante Zahl an Nutzern gegenüber. Deshalb ist es wichtig Nischen zu finden, die bisher unentdeckt blieben. Sicher wird hier niemand eine große Gemeinschaft versammeln, aber eine spezielle Gruppe von Menschen. Für das Online-Marketing sind solche Nischenseiten Gold wert, denn damit lässt sich eine ziemlich genau definierte Zielgruppe ansprechen.

Auch 2017 lassen sich neue Webseiten etablieren, wenn sie Nischen ausfüllen. Ihr Potenzial ist besonders für das Zielgruppenmarketing enorm.

10. Informationsdichte steigern

Kaum jemand liest einen Text im Internet. Er wird überflogen und nach relevanten Informationen abgescannt. Auf Facebook werden Artikel geteilt, von denen nur die Überschrift gelesen wurde. Es gibt einfach zu viele Informationen, die in kürzester Zeit auf den Nutzer einprasseln. Da ist es extrem wichtig, informative Texte mit einer hohen Informationsdichte zu schreiben. Lange Vorreden und blumige Ausschmückungen sind hier unangebracht. Auch das Schreiben von Sätzen, nur um Keywords unterzubringen, wird, wie unter 6. bereits ausgeführt, zum Bumerang.

Im Jahr 2017 wird die Dichte an Informationen in Texten weiter zunehmen müssen, damit sie nicht im allgemeinen Inforauschen untergehen.

 

Welche Online-Marketing Trends für das Jahr 2017 sehen Sie?

Gibt es Online-Marketing Trends, die über- oder unterbewertet sind?

Wie bereiten Sie Ihre Online-Präsenzen auf das neue Jahr vor?

 

Freue mich auf Ihren Kommentar.

 

Dieser Artikel wurde am 06.December 2016 von Thomas geschrieben.

von: Thomas K.

Thomas K., Clickworker