Die zehn wichtigsten eCommerce Trends 2017

05.01.2017

eCommerce Trends 2017

Chatbots, Same Day Delivery oder personalisiertes Einkaufen – 2017 wird ein interessantes Jahr. Welche eCommerce Trends ausgebaut und etabliert werden und was dahinter steckt, erfahren Sie in diesem Post.

1. Chatbots

Assistenten wie Cortana, Siri oder Alexo von Amazon beweisen es: Menschen haben kein Problem damit, sich von intelligenten Maschinen bei Fragen und Entscheidungen unterstützen zu lassen. Deshalb sind Chatbots für den eCommerce einer der Trends schlechthin. Die kleinen Programme können das Einkaufserlebnis der Kunden nachhaltig verbessern und sie starten gerade richtig durch. Als beispielsweise Facebook 2016 sein Bot-Engine für den Messenger vorstellte, waren schon ein halbes Jahr später 30.000 Bots registriert. Nutzer können sie wie einen menschlichen Kontakt dem Facebook-Messenger hinzufügen. Der Chatbot unterstützt sie dann bei der Wahl der richtigen Abendgarderobe, der Suche nach dem besten Italiener oder was auch immer der Betreiber des Chatbots anbietet.

2. Mobile

Was Mobile? Das ist doch schon längst angekommen! Das ist kein Trend! Doch leider ist gerade der Mittelstand diesbezüglich eher schlecht aufgestellt. Wie die Seybold-Studie aus dem Jahr 2016 ergab, waren nur 28 Prozent der KMU-Internetseiten auf mobile Zugriffe vorbereitet. Das ist erschreckend, denn 76 Prozent der Besucher verlassen eine nicht mobile-optimierte Website sofort. Das fand 2014 Netbiscuits heraus. Schon zwei Jahre früher stellte Google in einer Studie fest, dass 67 Prozent der Besucher einer Internetseite lieber darauf einkaufen, wenn sie für Tablet und Smartphone optimiert ist. Mobile ist deshalb auch 2017 einer der wichtigsten Trends für alle, die mit und im World Wide Web Geld verdienen wollen.

3. Same Day Delivery

Die Lieferung von Bestellungen am selben Tag wird ebenfalls immer wichtiger werden. Viele Kunden sind nicht bereit, zwei oder mehr Tage auf ihren Kauf zu warten. Die damit meist verbundenen Mehrkosten nehmen 29 Prozent der Kunden ohne Probleme in Kauf, wie Forrester 2015 herausfand. Für den eCommerce bedeutet es, Möglichkeiten zu erarbeiten, um Same Day Lieferung zu realisieren.

4. Social Selling

Kaufentscheidungen basieren immer mehr auf Empfehlungen, Besprechungen oder Wertungen in sozialen Netzwerken. Dieser Umstand ist bekannt und keine Marketingstrategie kommt ohne Facebook und Co. aus. Aber wie beim Trend „Mobile“ ist auch hier noch viel Luft nach oben. In sozialen Netzwerken heißt es nämlich nicht als Verkäufer oder oberschlauer Experte aufzutreten, sondern als Freund, der ehrlich helfen will, das richtige Produkt zu finden. So bauen sich langfristige und beständige Kundenbeziehungen auf.

5. B2B

Der Handel Business für Business ist ein längst bekannter Trend, der sich 2017 nochmals verstärken wird. Gerade Mitarbeiter von KMU wollen, wie sie es von Amazon und Co. kennen, auch für die Firma Vorprodukte, Büromaterial usw. bestellen. Nur ein digitalisierter Katalog reicht heute dafür nicht mehr aus. Businesskunden erwarten Service und Ansprache, wie sie es von B2C kennen. Außerdem werden immer mehr Hersteller selbst zu Händlern, da sich die Bedenken gegenüber einem eigenen Online-Shop-System verringern.

6. Personalisierung

Das Einkaufserlebnis im Netz wird weiter individualisiert. Die von Kunden erhobenen Daten tragen dazu bei, seine Wünsche und Bedürfnisse praktisch schon vorher zu kennen. So können konkrete Empfehlungen ausgesprochen werden und der Kunde fühlt sich abgeholt.

7. Ansprache auf allen Kanälen

Einfach nur ein paar Produktvorschläge auf der Startseite des Online-Shops reichen 2017 nicht mehr aus. Der Kunde muss auf allen Kanälen angesprochen werden. Dazu gehören qualitativ hochwertige Newsletter genauso wie interessante Tweets, informative Blogs oder Anekdoten und Aktionen auf Facebook. Service, Produktvorstellung und Empfehlung – alles muss Hand in Hand gehen. Auch der Kontakt über Messenger gehört dazu.

8. App statt Kundenkarte

Mobile Payment kommt in Deutschland nicht wirklich in Fahrt. Allerdings erfreuen sich Apps mit Treueprogrammen, Coupons und Ähnlichem großer Beliebtheit. Wenn mit der App auch noch mobil gezahlt werden kann, umso besser. Auf jeden Fall lässt sich mit der App die Kundenbindung verbessern. Außerdem können Daten über den Kunden und dessen Bedürfnisse genutzt werden, um das Einkaufserlebnis noch gezielter zu personalisieren.

9. Einzelhandel setzt auf eCommerce

Während vor ein paar Jahren der eCommerce noch als Tod des Einzelhandels betrachtet wurde, so hat sich das Bild geändert. Gerade er profitiert dank seiner Kundennähe vom Handel im Internet. Etwa können Online-Bestellungen in der Filiale abgeholt werden. Oft werden dann noch weitere Einkäufe im Ladengeschäft generiert. Das beweist eine Studie von Ernsting’s Family. Hier wurden 80 Prozent aller Onlinebestellungen im Ladengeschäft abgeholt. Der Umsatz durch solche Kunden lag 30 Prozent höher, als bei denen, die ihre Bestellung nach Hause liefern ließen.

Auch den mobilen Sektor darf der Einzelhandel nicht aus den Augen verlieren. Denn viele Kunden verlassen sich heute bei der Suche nach einem Schuhgeschäft in der Nähe auf die Empfehlung ihres Smartphones.

10. Virtual Reality

Während sich Waren im Geschäft in die Hand nehmen und von allen Seiten betrachten lassen, geht das im Internet nicht. Hier hilft Virtual Reality. Digitalisierte Waren können virtuell betrachtet und teilweise sogar ausprobiert werden. So erlaubt etwa der Camera Simulator von Canon Labs, in der virtuellen Realität die Canon EOS 5D MkIII, Canon EOS 1D X und die Canon EOS 70D mit unterschiedlichen Objektiven zu testen. So werden Kaufentscheidungen vereinfacht. Virtual Reality ist 2017 also nicht nur ein Trend in der Unterhaltungsbranche.

 

Wir haben eCommerce-Trends für 2017 übersehen? Sie haben eine andere Meinung zum Thema?
Dann hinterlassen Sie uns einen Kommentar. Wir greifen immer gern auf Anregungen zurück.

 

Dieser Artikel wurde am 05.January 2017 von Thomas geschrieben.

von: Thomas K.

Thomas K., Clickworker