Bezahlte Suchergebnisse versus organische Suchergebnisse

15.02.2017

organische Suchergebnisse

Wer gefunden werden will, muss zahlen?

Im Suchmaschinenmarketing, kurz SEM, tauchen sie immer wieder auf: die Abkürzungen SEA und SEO. Wobei SEA für bezahlte und SEO für organische Suchergebnisse verantwortlich ist. Doch was verbirgt sich genau hinter den Abkürzungen? Was sind die jeweiligen Vor- und Nachteile? Muss, wer von Google und Co. gefunden werden will, immer zahlen? Wie die Antworten ausfallen, verraten wir Ihnen jetzt.

SEO – Search Engine Optimization für organische Suchergebnisse

SEO ist die allseits berühmte Anpassung einer Webseite auf die Bedürfnisse von Google, Bing, Yahoo usw. Sie ist erforderlich, damit die Internetseite gut rankt. Das Ranking wird von diversen Faktoren beeinflusst. Die wichtigsten sind:

  1. Die Homepage ist in Design und Technik gut umgesetzt und lässt sich auch mit mobilen Geräten einfach nutzen.
  2. Viel hochwertiger Inhalt (z. B. SEO-Texte, Videos, Grafiken etc.), der regelmäßig aktualisiert wird.
  3. Erstklassige Links, die auf Ihre Homepage führen sowie Links von Ihrer Website zu anderen Pages.
  4. Die Nutzersignale wie Klickrate und Verweildauer sind positiv.

Trifft das alles zu, wird Ihre Homepage automatisch bei passenden Suchanfragen von Google und Co. an oberer Stelle gelistet. Daraus folgt:
SEO erzeugt organische Suchergebnisse.
Sie zahlen nämlich nicht für eine prominente Listung Ihrer Website, die ergibt sich organisch, aufgrund der hohen Qualität.

VorteileNachteile
  • keine Kosten für Werbung
  • langanhaltende Wirkung, bei regelmäßiger Seitenpflege
  • Werbeblocker haben keine Wirkung
  • hoher Zeit- und Arbeitsaufwand
  • liefert keine schnellen Ergebnisse
  • gute Ranking nie garantiert

SEA – Search Engine Advertising

Mittels SEA kaufen Sie für Ihre Website eine prominente Position in einer Suchmaschine. Bei Google geschieht das über AdWords. Das sind die Anzeigen, die direkt über den organischen Suchergebnissen in der sogenannten Top-Position stehen. Das können bis zu vier Anzeigen sein. Die sind zwar mit dem Wort „Anzeige“ gekennzeichnet, allerdings wird es oft überlesen. So weiß nur jeder fünfte Nutzer, dass es sich bei den ersten Suchergebnissen in der Regel um Werbung handelt. Aus diesem Grund sind diese Toppositionen bei den Werbetreibenden hart umkämpft, denn sie werden sehr häufig angeklickt

organische Suchergebnisse

Die vier Top-Positionen zum Suchwort „Waschmaschine“. Viele Nutzer wissen gar nicht, dass es sich dabei um Werbung handelt.
(Quelle: Screenshot Google)

Ob und wo die Anzeigen auftauchen, entscheidet aber wieder die Relevanz der Suchanfrage. So zeigt Google beim Suchwort „Waschmaschine“ Anzeigen von Waschmaschinenhändlern. Bei der Anfrage „Waschmaschine reparieren“ tauchen die Angebote von Reparaturdiensten auf. Eine der wichtigsten Aufgaben beim SEA ist es also, die Keywords für die Anzeigen so zu gestalten, dass sie Relevanz für die Googlesuche haben. Und natürlich müssen sie zum Angebot der verlinkten Website passen. Glücklicherweise stellt Google dafür allen AdWords-Nutzern sein AdWords-Berichttool zur Verfügung. So sehen Sie sehr schnell, welche Keywords funktionieren, d. h. Ihre Anzeige erscheint und es wird darauf geklickt.
Bezahlt werden bei AdWords übrigens nicht die Anzeigen an sich, sondern die Klicks darauf. Die Preise richten sich nach den jeweiligen Keywords. Es gibt beliebtere Worte, die entsprechend mehr kosten und Worte, die kaum gesucht werden und deshalb preiswert sind. Auch der “Qualitätsfaktor” von Google spielt bei der Anzeigenplatzierung eine wichtige Rolle. Er führt dazu, dass für eine Suchanfrage relevante Anzeigen weniger kosten und besser platziert werden als Anzeigen, die weniger Gewicht dafür haben.

VorteileNachteile
  • schnelle Topplatzierung in den Suchergebnissen (als Anzeige)
  • eine einfache Landingpage als Verknüpfung zur Anzeige genügt (keine umfangreiche Internetseite notwendig)
  • laufende Werbekosten
  • Anzeigen werden durch Werbeblocker ausgeblendet

Fazit

Wer gefunden werden will, muss zahlen? Unsere Antwort lautet: Ja, aber die Zahlungsempfänger sind unterschiedlich.
Soll eine Internetseite schnell bekannt werden, dann helfen bezahlte Suchergebnisse. Die kosten Geld, was an die Suchmaschinenbetreiber fließt.
Geht es darum, eine Internetseite in den organischen Suchergebnissen gut zu platzieren, dann heißt das viel Arbeit und Zeit investieren. Die Suchmaschinenoptimierung ist ein stetiger Prozess. Hierfür müssen entweder SEO-Agenturen, Texter und Programmierer engagiert und bezahlt werden oder aber Sie nehmen die Suchmaschinenoptimierung selber vor und investieren viel Arbeitszeit, die auch kostet.

 

Dieser Artikel wurde am 15.February 2017 von Thomas geschrieben.

von: Thomas K.

Thomas K., Clickworker