Amazon SEO: 10 Tipps wie Sie es richtig machen

27.03.2017

Amazon SEO

Längst hat die Amazon-Suche der Produktsuche von Google den Rang abgelaufen. Auch Kundenbewertungen und weitere Infos zum gewünschten Artikel werden vorwiegend auf Amazon gesucht. Wenn es um das Verkaufen im Internet geht, kommt niemand an Amazon und der Amazon SEO (Suchmaschinenoptimierung) vorbei.

Fakten:

  • 55 Prozent der Konsumenten suchen auf Amazon nach Produkten und nicht auf Google.1
  • Neun von zehn Konsumenten checken Produkte auf Amazon, selbst wenn sie es auf einer anderen Website kaufen wollen.2
  • 58 Prozent der Konsumenten kehren Online-Shops den Rücken zu, wenn sie dort schlechte Erfahrungen gemacht haben, und wenden sich Amazon zu.3

Bei über 237 Millionen Produkten (deutscher Marktplatz)4 ist die Auffindbarkeit der eigenen Waren auf Amazon das A und O. Wer will schon mit seinen Artikeln auf Seite 25 stehen? Wir haben deshalb zehn Tipps zusammengetragen, wie Sie mit Ihren Produkten auf Amazon gut ranken.

1. Amazon SEO – Die passenden Keywords setzen

Die Amazon-Suche ist gnadenlos. Sie listet Ihr Produkt nur, wenn es alle vom Nutzer eingegebenen Suchbegriffe enthält.

Beispiel: Der Verbraucher sucht eine „flache Funkuhr in Gold mit Lederarmband“. Dann wird Ihre Uhr nur gelistet, wenn Ihre eingestellter Artikel folgende Keywords enthält: flach, Funkuhr, Gold, Lederarmband. Füllwörter wie „in“ und „mit“ ignoriert die Suchmaschine.

Die Amazon-Suche wertet dafür die verschiedenen Informationsfelder des Produkts aus. Das sind: Titel, Aufzählungen, Beschreibung, Suchbegriffe, Händlername, Marke und andere Produktinformationen wie die Farbe. Wichtig ist dabei nicht, wo die Schlüsselwörter stehen. Sie müssen einfach vorhanden sein

Sie sind nicht sicher, mit welchen Begriffen Nutzer den Artikel suchen? Schauen Sie bei Google nach. Manchmal genügen schon die Worte, die Ihnen Google direkt bei der Eingabe des Produktnamens als Ergänzung vorschlägt. Daneben können Sie auch den Google Keyword Planer verwenden.

Hinweis: Vergessen Sie nie, die Besonderheiten Ihres Produktes zu nennen.

2. Amazon SEO Suchbegriffe richtig nutzen

Seller Central finden Sie den Reiter Suchbegriffe. Hier können Sie alle für Ihr Produkt relevanten Schlüsselwörter eintragen.

Amazon SEO Suchbegriffe

Folgendes sollte Sie dazu wissen:

  • Platinum Schlüsselwörter sind ausschließlich für Händler mit Platinum Status wichtig. Haben Sie diesen nicht, dann ignorieren Sie das Feld.
  • Pro Feld können mehrere Begriffe eingetragen werden. Sie werden einfach durch ein Leerzeichen getrennt.
  • Tauchen Begriffe schon im Produkttitel oder in der Produktbeschreibung auf, müssen sie hier nicht wiederholt werden. Verdoppelte Schlüsselwörter bringen keinen Vorteil.
  • Amazon behandelt alle Keywords gleichwertig. Die Reihenfolge spielt keine Rolle.
  • Umlaute müssen nicht ausgeschrieben werden. Die Amazon-Suche weiß, dass „Figürchen“ das Gleiche wie „Figuerchen“ ist.
  • Groß und Kleinschreibung ist unwichtig.
  • Umgangssprachliche und typische Falschschreibungen nutzen. Diese Keywords können vom Nutzer nicht eingesehen werden. Schreiben Sie deshalb ruhig umgangssprachliche Ausdrücke wie „Imbus-Schraube“ statt „Inbus“ oder „Zollstock“ statt „Gliedermaßstab“. Typische Falschschreibungen wie „Sole“ statt „Sohle“ oder „Seite“ statt „Saite“ sind hier ebenfalls richtig aufgehoben.

3. Amazon SEO – Nischen-Keywords testen

Es gibt Keywords, bei denen die Konkurrenz sehr stark ist. Verwenden Sie diese auch, haben Sie kaum eine Chance auf ein gutes Amazon-Ranking. Suchen Sie deshalb nach Nischen. Welche Worte könnten die Leute noch nutzen, um Ihr Produkt zu finden? Optimieren Sie daraufhin Ihre Keywords, die Produktbeschreibung, die Artikelbezeichnung usw.

Vielleicht gibt es sogar bestimmte Anwendungsbereiche, die Ihr Produkt hat und auf die Ihre Konkurrenz nicht hinweist. Dann heben Sie diese Bereiche auf jeden Fall hervor.

Beispiel: Sie verkaufen Adapter für Kameraobjektive. Ihre Konkurrenz nennt immer nur dieselben zwei Hersteller und Modelle, die zum Adapter passen. Es gibt aber viel mehr Modelle und Hersteller. Nennen Sie diese explizit auf Ihrer Artikelseite.

4. Amazon SEO – Produkttitel optimieren

Bei einem optimalen Produkttitel bringen Sie Keywords, Brand, Produkteigenschaften sowie gute Verkaufsargumente zusammen. 200 Zeichen sind dafür maximal erlaubt. Nutzen Sie diese so effektiv wie möglich, aber bitte niemals den Titel mit sinnlosen Phrasen auffüllen.

Beispiel guter Produkttitel:

Amazon SEO Produkttitel positiv

 

Beispiel ungenügender Produkttitel:

Amazon SEO Produkttitel negativ

 

5. Amazon SEO – Bulletpoints ausschöpfen

Nutzen Sie die fünf möglichen Bulletpoints voll aus. Setzen Sie hier die richtigen Keywords ein und denken Sie an den Nutzer. Was sind die für ihn wichtigen Informationen? In der Regel empfiehlt sich bei den Bulletpoints eine Mischung aus Produkttitel, verschiedenen Eigenschaften wie Farbe, Größe, Gewicht und das Nennen der Funktionen und Vorteile des Artikels.

Beispiel gute Bulletpoints:

Amazon SEO Bulletpoints positiv

 

Beispiel ungenügende Bulletpoints:

Amazon SEO Bulletpoints negativ

 

6. Amazon SEO – Hochauflösende Bilder verwenden

Mit das Wichtigste beim Online-Shopping sind die Produktbilder. Ihre Käufer können den Artikel nicht wie im Laden anfassen. Die Produktfotos sollten deshalb größer als 1000 x 1000 Pixel sein. Sind sie größer als 1500 x 1500 Pixel, werden sie automatisch von Amazon verkleinert. Dank hochaufgelöster Fotos können sich ihre Besucher alle Details genau ansehen. Außerdem sollten Sie mehrere Ansichten des Artikels (Seiten, Front, Rücken, bestimmte Details usw.) bereitstellen. Wählen Sie dann noch ein ansprechendes Einstiegsbild. Das erscheint nämlich in der Produktsuche und animiert den Kunden dazu, auf Ihren Artikel zu klicken.

7. Amazon SEO – Produktbeschreibung trägt zur Kaufentscheidung bei

Die Fotos sind sicherlich am wichtigsten, wenn es um eine Kaufentscheidung geht. Jedoch wird gerade bei vergleichbaren Artikeln doch die Produktbeschreibung gelesen, um sich endgültig zu entscheiden. Vernachlässigen Sie deshalb niemals diesen Text. Während es in den Bulletpoints mehr auf Fakten ankommt, können Sie hier die Emotionen Ihres Käufers ansprechen. Betonen Sie die positiven Aspekte des Artikels. Vermitteln Sie ein gutes Gefühl.

Die Artikelbeschreibung sollte immer übersichtlich strukturiert sein. Verwenden Sie Zwischenüberschriften, übersichtliche Absätze und kurze Sätze.

Natürlich nehmen hochwertige Produktbeschreibungen viel Zeit in Anspruch, aber die Mühe lohnt sich. Außerdem müssen Sie die Texte nicht selbst anfertigen. Solche Aufträge lassen sich sehr gut an Content-Provider wie clickworker auslagern.
Zu zum Service Produktbeschreibungen von clickworker.

Beispiel gute Produktbeschreibung:

Amazon SEO Produktbschreibung positiv

 

Beispiel ungenügende Produktbeschreibung:

Amazon SEO Produktbschreibung negativ

 

8. Ehrlich bleiben

Amazon listet Produkte weiter oben, je besser sie zu den Suchbegriffen passen, je besser sie verkauft werden, je häufiger sie angeklickt werden und je weniger Rücksendungen es gibt. Bleiben Sie deshalb immer ehrlich beim Einpflegen der Informationen. Verkaufen Sie einen Artikel nur dank falscher Behauptungen, werden Sie sehr schnell viele Rücksendungen haben. Ihr Amazon-Ranking sinkt.

9. Negatives Feedback nutzen

Negative Bewertungen sind ärgerlich, gerade wenn Sie unbegründet sind. Doch in einigen steckt auch das Potential, Ihren Amazon-Auftritt zu verbessern.

Vielleicht ist ein bestimmter Artikel doch nicht so gut, wie erwartet. Dann nehmen Sie ihn aus dem Programm.
Vielleicht ist die Artikelbeschreibung missverständlich, dann können Sie darauf reagieren.
Vielleicht braucht Ihre Kundengruppe eine Hotline für Servicefragen, da sie nur schlecht mit Onlineformularen umgehen kann.
Es gibt viele Dinge, die Sie aus negativem Feedback lernen können. Wichtig ist immer, darauf zu reagieren.
Und denken Sie daran: Ein Händler mit ausschließlich positiven Bewertungen wirkt auf die meisten Kunden unglaubwürdig.

10. Prime anbieten

Amazon SEO Prime

 

Amazon Prime-Kunden kaufen eher bei Verkäufern, die den Premium-Service anbieten. Das gibt ihnen ein Gefühl von Zuverlässigkeit und Schnelligkeit. Außerdem wollen Sie den kostenpflichtigen Status selbstverständlich auch nutzen. Ist es Ihnen möglich Prime anzubieten, dann tun Sie es. Es wird Ihre Verkäufe signifikant erhöhen.

 

1. State of Amazon 2016, http://bloomreach.com/amazon/, 20.03.2017.
2. Ebd.
3. Ebd.
4. Amazon verdoppelt Produktpalette, https://de.statista.com/infografik/4358/anzahl-der-bei-amazon-angebotenen-produkte/m 20.03.2017.

 

Dieser Artikel wurde am 27.March 2017 von Thomas geschrieben.

von: Thomas K.

Thomas K., Clickworker