Warum das Google-Ranking nur bedingt zur Erfolgsmessung Ihrer SEO-Kampagne taugt

08.05.2017

Google Ranking

Je weiter oben die Webseite gelistet, desto erfolgreicher scheint die SEO-Kampagne. Wer allerdings genauer nachforscht, stellt schnell fest: Das Google-Ranking taugt nur bedingt zur Erfolgsanalyse. Warum? Vereinfacht ausgedrückt: Googles Wege sind unergründlich. Das bedeutet, auch eine ideal optimierte Website kann schlechter ranken als eine andere. Wir nennen Ihnen die wichtigsten Faktoren, die unabhängig von der Qualität Ihrer Suchmaschinenoptimierung das Google-Ranking beeinflussen. Außerdem verraten wir Ihnen, welche Faktoren eine genauere Erfolgsmessung Ihrer SEO-Kampagne erlauben.

Google-Ranking: Vier Einfluss-Faktoren

1. Ortsbezug

Probieren Sie es selbst aus. Suchen Sie nach “VW Polo kaufen” und merken Sie sich die Treffer auf der ersten Seite. Fragen Sie einen Freund in einer anderen Stadt, was seine Suche nach “VW Polo kaufen” bei Google ergab. Sie werden sehen, trotz gleichem Suchwort ist die Ergebnisliste eine andere. Google nutzt nämlich Ihre IP-Adresse, um Ihren Standort zu ermitteln. Suchen Sie gar mit dem Smartphone, wird das GPS verwendet. Der Suchmaschinenriese will damit Ihre Suchergebnisse noch passender gestalten. Logisch, wer in Berlin nach einem VW Polo sucht, will sicher auch dort einen finden. Diesen Ortsbezug stellt Google bei vielen weiteren Suchbegriffen her. Schon deshalb kann Ihre Internetseite am Ort X unter den Top Ten sein und am Ort Y auf Seite zwei der Ergebnisliste.

“VW Polo kaufen” – Links die organischen Such-Ergebnisse von Google in Leipzig (weiß) und rechts in Essen (schwarz). Es sind nicht nur die Platzierungen anders (siehe kalaydo.de), es tauchen auch Webseiten bei der ersten Seite der Google-Ergebnisliste auf, die es im anderen Gebiet nicht gibt. Hier sind es “autohaus24.de” (Leipzig) und “autouncle.de” (Essen).

2. Regionale Rankings

Neben Ortsbezug sind auch regionale Rankings denkbar.

Beispiel:
In Region X werden beim Suchbegriff „Tabak“ vorwiegend Seiten angeklickt, auf denen Tabak gekauft werden kann. In Region Y werden zum gleichen Begriff oft Websites angesteuert, die sich mit den Gesundheitsaspekten des Tabaks beschäftigen. Google kann also in der Region X Tabakhändler besser platzieren und in Region Y eher Infoseiten über Tabakkonsum. Es erfüllt damit die Bedürfnisse der Nutzer in den beiden Regionen.

3. Bisherige Suchbegriffen und besuchte Websites

Webseiten, die Sie bisher besuchten bzw. gesucht haben, können ebenfalls einen Einfluss darauf haben, wie Ihre Suchergebnisse aussehen. Gerade wenn Sie mit Ihrem Google-Konto angemeldet sind, kann die Suchmaschine diese Daten für eine personalisierte Suche verwenden.

4. Zeit

Natürlich beeinflusst auch die Zeit das Ranking. So kann heute die Webseite X den besten Infotext zum Thema Klimaerwärmung anbieten. Doch am nächsten Tag veröffentlicht Webseite Y einen noch besseren Text zum Thema und wird prominenter gerankt. Auch tagesaktuelle Ereignisse verzerren die Suchergebnisse. Nach den Terroranschlägen in Stockholm wurden Nachrichtenseiten sehr hoch gerankt. Einige Wochen später waren es Reise- und Urlaubsseiten.

Ist das Google-Ranking objektiv überprüfbar?

Die genannten Gründe zeigen: Sie können mit dem eigenen PC das Google-Ranking nicht wirklich überprüfen. Es gibt schlichtweg zu viele Einflussfaktoren.

Aber was ist mit SERP-Checker oder Ranking-Checker? Die überprüfen Ranking basierend auf bestimmten Keywords. Sind sie die Lösung?

Leider nein, denn auch diese Programme müssen auf Computern laufen. Sie haben also ebenfalls eine IP, welche Google die Ortung erlaubt. Deshalb sind sie genauso anfällig für regionale Verzerrungen. Natürlich gibt es auch SERP-Checker, die auf mehreren, regional weit auseinander liegenden Rechnern laufen. Allerdings wissen die nie, wie die Suchhistorie jedes Nutzers aussieht. Sie können also immer nur ein ungefähres Bild davon zeigen, auf welchem Platz Ihre Webseite bei den vielen Suchenden steht.

Gibt es noch weitere Faktoren, die das Google-Ranking beeinflussen?

Jede Suchmaschine nutzt eine Vielzahl an Algorithmen. Sie sind die Basis jeder Suche. Damit Programmierer und Webmaster die Suchmaschinen nicht zuspammen können, wird die genaue Funktion der Algorithmen bestens gehütet. Außerdem werden sie permanent aktualisiert, verbessert und erweitert, um Spammer auszuschalten und den Suchergebnissen mehr Relevanz zu verleihen.

Allein durch die ständige Anpassung der Algorithmen können Webseiten in den Suchergebnissen nach oben oder unten rutschen. Sie haben darauf leider keinen Einfluss. Das liegt ganz allein in den Händen der Suchmaschinen-Betreiber.

Sie können allerdings Ihre Webseite permanent optimieren und mit hochwertigem Inhalt bestücken. Fragen Sie sich dabei immer, was der Nutzer von Ihrer Internetseite will. Das ist die beste Basis, um zu verstehen, was die Suchmaschine von Ihnen will. Deren Ziel ist es ja, den Suchenden die relevantesten Ergebnisse zu bringen. Erfüllen Sie die Erwartungen des Nutzers und die Suchmaschine wird es Ihnen danken.

Erfolgsmessung außerhalb des Google-Rankings

Die Platzierung bei Google ist ein wichtiger Indikator, für den Erfolg oder Misserfolg Ihrer SEO-Kampagne. Sie darf aber nicht der einzige Faktor sein. Weitere Gradmesser sind:

1. Besucheranzahl

Wie haben sich seit der SEO-Kampagne die Besucherzahlen entwickelt? Hierbei sind nur die Besucher wichtig, welche aus den organischen Sucherergebnissen zu Ihnen kamen.

2. Häufigkeit

Unabhängig von der Platzierung können Sie ermitteln, wie oft Ihre Webseite in der Suche angezeigt wird. Hat die Häufigkeit zugenommen, ist das ein Zeichen für den Kampagnenerfolg.

3. Anfragen

Erhöhen sich die Anfragen per Mail oder auch Telefon, dann spricht das auf jeden Fall für einen Erfolg. Bei Geschäften vor Ort können Sie auch die Besucheranzahl messen. Hat sie sich seit Ihrer SEO-Kampagne erhöht?

4. Umsatz

Eine SEO-Kampagne hat natürlich vor allem ein Endziel: Ihren Umsatz zu erhöhen. Das lässt sich leicht ermitteln. Eine Umsatzsteigerung ist damit einer der besten Indikatoren für eine erfolgreiche SEO-Kampagne.

Für und Wider des Google-Rankings

Wie wir zeigen konnten, gibt es viele Ranking-Faktoren bei Google, die außerhalb jeder Suchmaschinenoptimierung liegen. Deshalb kann die Platzierung beim Suchmaschinenriesen nicht der einzige Faktor sein, der über Erfolg und Misserfolg einer SEO-Kampagne entscheidet. Ziehen Sie Besucherzahlen, Umsatzsteigerung usw. hinzu. Sie können damit schnell feststellen, ob Ihre Maßnahmen erfolgreich waren oder nicht.

 

Dieser Artikel wurde am 08.May 2017 von Thomas geschrieben.

von: Thomas K.

Thomas K., Clickworker