Wie Ihre Newsletter wirklich beim Empfänger ankommen!

27.07.2017

Newsletter

Newsletter sind einer der Grundpfeiler im Online-Marketing-Mix, so sagen die Einen. Newsletter benötigt in Zeiten von Facebook, Twitter, Instagram und Co. niemand mehr, so sagen die Anderen. Fakt ist: Newsletter wenden sich direkt an einen Empfänger. Sie gehen damit nicht automatisch im Datenstrom unter, der von den sozialen Medien jeden Tag produziert wird – von Filterblasen ganz zu schweigen. Allerdings sinken die Öffnungsraten der Newsletter von Jahr zu Jahr. Wie Sie es dennoch schaffen, Kunden für Ihre Neuigkeiten-E-Mails zu begeistern, verraten wir Ihnen jetzt.

Blick in die Statistik

Jedes Jahr veröffentlicht Newsletter2Go (Anbieter für E-Mail-Marketing-Software) eine Statistik über die durchschnittlichen Öffnungs- und Klickraten im E-Mail-Marketing. Wie sie zeigt, öffneten im Jahr 2014 knapp 36 Prozent der Empfänger ihren Newsletter. 2015 waren es nur noch 24 Prozent. Im Jahr 2016 sank die Öffnungsrate auf 23 Prozent. Die Klickrate auf einen Link innerhalb des Newsletters verbesserte sich hingegen. Sie lag 2015 bei 12,4 Prozent und 2016 bei 14,1 Prozent. Das kann als Zeichen für bessere Mailings gedeutet werden. Wurde der Newsletter erst mal gelesen, gelang es ihm, zum Handeln zu animieren.

Folgerung

Der Blick in diese kleine Statistik zeigt: Es wird für den Newsletter schwerer, überhaupt wahrgenommen zu werden. Ob das nun an den sozialen Medien wie Facebook und Co. liegt oder am steigenden Aufkommen von Mailings, können wir hier nicht beantworten. Fakt ist: Wer mit Newslettern punkten will, darf sich keine Fehler erlauben und muss seinen Adressaten echte Leseanreize bieten.

6 typische Fehler bei der Newsletter-Erstellung

Bevor wir starten, möchten wir Sie noch auf die rechtlichen Bedingungen des Newsletterversands hinweisen. In unserem Glossarbeitrag E-Mail-Marketing haben wir die wichtigsten Punkte zusammengetragen.

1. Newsletter ist nur Werbung

Mit wohl der häufigste Grund, weshalb Newsletter ungelesen im Papierkorb verschwinden, ist die Gleichsetzung von Newsletter und Werbemail. Newsletter bedeutet aber Neuigkeiten-Brief. Das X-te Angebot eines Blumenkübels zum Sonderpreis ist sicherlich keine Neuigkeit. Die Empfänger wissen, welcher Absender lediglich Werbung schickt. Sie lesen dessen Mails gar nicht erst und klicken gleich auf Löschen.

2. Zu häufiger Versand

Sicherlich sollten Newsletter regelmäßig versendet werden. Aber muss es täglich sein? Die Empfänger gewöhnen sich daran und schauen gar nicht mehr herein. Außerdem sollte sich der Absender ehrlich fragen, ob er wirklich jeden Tag etwas von Interesse für den Adressaten zu berichten hat.

3. Uninteressanter Betreff

Der Betreff ist sozusagen der Haken, an den der Leser anbeißt. Ist der Köder nur ein „Super Angebot“ oder eine „Einmalige Gelegenheit“, unterscheidet er sich kaum von den anderen Ködern.

4. Zu viel versprechen

Versprechen Sie im Betreff mehr, als der Newsletter hergibt, werden die Leser Sie abstrafen. Halten Sie also Ihre Versprechen.

5. Worte ohne Ende

Ein langer Roman kann sehr viel Freude bereiten. Ein langer Text in einer E-Mail schreckt ab. Der Empfänger will schnell die relevanten Informationen aus der Nachricht herausfiltern können. Langwieriges Geschwafel verhindert das.

6. Bild statt Text

Bilder können einen Newsletter ansprechend machen und ihn auflockern. Wer aber nur auf Bilder setzt oder gar eine einzelne Grafik als Nachricht versendet, der wird viele Empfänger gar nicht erreichen. Fast alle E-Mail-Programme unterdrücken das Anzeigen von Grafiken aus Sicherheitsgründen. Auf dem Smartphone sind sie auch nicht zu sehen, da deren Laden Datenvolumen kostet. Nur wenn der Adressat der Anzeige zustimmt, sind Bilder und Grafiken zu sehen. Stimmt der Empfänger nicht zu, weiß er gar nicht, um was es im Newsletter geht.

14 Tipps für Newsletter, die ankommen

1. Mit mehreren Newslettern die Wünsche der Zielgruppe treffen

Wer seine Zielgruppe erreichen will, muss ihr die Informationen liefern, die sie interessiert. Doch wie sollen Sie wissen, welches Thema welchen ihrer Empfänger reizt? Fragen Sie einfach. Erstellen Sie etwa einen Newsletter, der zu einer Befragung einlädt, in welcher die Adressaten ihre Favoritenthemen auswählen können. Jetzt können Sie zu jedem Themenbereich den passenden Newsletter versenden und so die Wünsche Ihrer Empfänger erfüllen.

Anmerkung: Sie können natürlich schon bei der Anmeldung zum Newsletter die Wunsch-Themen abfragen. Jedoch sollten Sie die Anmeldung nicht zu umfangreich gestalten. Je mehr Felder ausgefüllt werden müssen, desto eher springen Interessenten ab. Erst wenn eine Vertrauensbasis besteht, geben Adressaten gern weitere Daten preis.

2. Empfänger ansprechen

Kennen Sie den Namen des Adressaten, dann verwenden Sie ihn auch. Andere individuelle Informationen können Sie natürlich auch mit einbauen. Es gilt: Je persönlicher der Empfänger den Newsletter empfindet, desto eher wird er ihn auch lesen.

3. Nicht anonym senden

Kommt die Mail von einer unpersönlichen „Nicht-Antworten-E-Mail-Adresse“, wird es für den Empfänger schwierig zu reagieren. Außerdem wirkt ein echter Name als Absender persönlicher. Generell sollte der Empfänger immer die Möglichkeit haben, zu antworten. So kommen Sie schnell mit Ihren Kunden bzw. Interessenten in Kontakt.

4. Betreff interessant formulieren

Wecken Sie mit dem Betreff Interesse. Was interessant ist, bestimmt natürlich Ihre Zielgruppe. Testen Sie ruhig mehrere Arten, den Betreff zu formulieren. Schnell werden Sie feststellen, welche Formulierung bei Ihren Lesern gut ankommt. Mögen sie Fragen im Betreff? Wollen sie prägnante Stichworte? Kommt ein Versprechen gut an?

Anmerkung: Verwenden Sie professionelle Newsletter-Software, können Sie sehen, wie oft Ihre Nachrichten geöffnet wurden. Das erlaubt Ihnen, den Erfolg des jeweiligen Betreffs zu überprüfen.

5. Weiche Themen binden Empfänger

Bauen Sie auch weiche Themen in Ihre Newsletter ein. Sie sind eine willkommene Abwechslung vom „Arbeits- und Faktenalltag“ der meisten Adressaten. Der Empfänger fühlt sich beim Lesen wohl. Und ein Newsletter, der sich gut anfühlt, der wird weiterhin gelesen.

Beispiele für weiche Themen:

  1. Software-Anbieter → die lustigsten Bedienfehler
  2. Umweltschutzverein → Haustiere der Mitglieder
  3. Wetternewsletter → wenn das Wetter selbst die Meteorologen überrascht
  4. Fußballverein → Lieblingskochrezepte der Spieler
  5. Fensterbauer → die ungewöhnlichsten Arten, wie Fenster zerstört werden können
  6. Onlineshop → die außergewöhnlichsten Retourgründe
  7. Nachrichtenportal → die peinlichsten Schreibfehler

6. Übersichtliche Struktur

Arbeiten Sie mit kurzen Absätzen, Zwischenüberschriften und Listen, um Ihrem Newsletter eine klare Struktur zu geben. So kann der Empfänger schnell erfassen, um was es geht. Längere Artikel bzw. Texte sollten Sie verlinken. Der Adressat kann dann selber entscheiden, ob er mehr über ein Thema lesen will.

7. Grafiken benennen

Sollten Sie mit Grafiken und Bildern im Newsletter arbeiten, vergessen Sie nicht, diese per ALT-Attribut zu benennen. So haben Empfänger, die das Anzeigen von Grafiken unterdrücken, die Möglichkeit, Ihren Newsletter zu verstehen.

8. Kurze Sätze

Formulieren Sie Ihr Anliegen mit kurzen Sätzen und gängigen Worten. Es wird auf diese Art gut und schnell verstanden.

9. Konkret bleiben

Bleiben Sie konkret und kommen Sie schnell zum Punkt Ihres Anliegens. Gerade wenn Sie eine Handlungsaufforderung formulieren, sollte die niemals versteckt sein. Sagen Sie Ihrem Adressaten, was Sie von ihm erwarten und was er wiederum erwarten darf.

10. Nützliches statt Werbung

Eigenlob stinkt, sagt man. Beim Newsletter kostet der Gestank Kunden. Verzichten Sie deshalb auf Eigenwerbung und geben Sie dem Empfänger nützliche Informationen an die Hand. Hilfreiches honoriert der Kunde immer.

Beispiele:

  1. Autowerkstatt → „Wie wechsle ich meine Reifen“
  2. Optiker → „Tipps zur Pflege von Kunststoffgläsern“
  3. Onlineshop → „Ohne Maßband die richtige Kleidergröße ermitteln“
  4. Stromanbieter → „Stromspartipps“

11. Richtige Versandzeit

Montags werden erfahrungsgemäß Empfänger mit Dingen überschüttet, die sich übers Wochenende angesammelt haben. Nach 18 Uhr sind nur noch wenige Leute auf Arbeit. Am Freitag gehen sie eher nach Hause. Je nach Zielgruppe sollten Sie den richtigen Versandzeitpunkt festlegen. Hierzu testen Sie am besten unterschiedliche Tageszeiten und Wochentage.

12. Passender Rhythmus

Ein Newsletter mit Technikneuigkeiten kann jeden Tag erscheinen. Ein Newsletter mit Informationen aus der Welt des Imkerns ist sicherlich einmal im Monat angebracht. Je nach Thematik sollte der Rhythmus gewählt werden. Wichtig ist hier, die Abonnenten nicht zu überschütten. Außerdem sollte sichergestellt werden, dass genügend relevante Informationen im Erscheinungszeitraum angesammelt werden können. Legen Sie auf jeden Fall einen bestimmten Tag fest, an dem der Empfänger immer mit dem Newsletter rechnen kann.

13. Smartphones nicht vergessen

Gestalten Sie Ihren Newsletter mit HTML, dann vergessen Sie nicht die Smartphones. Er sollte also im responsiven Layout vorliegen. Das garantiert die gut lesbare Anzeige auf iPhone und Co.
Sie können aber auch auf HTML-Elemente verzichten und stattdessen einen reinen Text-Newsletter erstellen. Der wird überall gleich gut angezeigt und hat den Vorteil, dass Grafikelemente nicht nachgeladen werden müssen und damit das Datenvolumen des Empfängers belasten.

14. Abmeldemöglichkeit

Natürlich wollen Sie keine Abonnenten verlieren. Entscheidet sich doch ein Adressat, auf Ihre Newsletter zu verzichten, machen Sie es ihm nicht schwer. Setzen Sie am Ende der Mail einen entsprechenden Link. Das ist fair und macht Ihren Newsletter rechtssicher.

Hilfe in Anspruch nehmen

„Ich schreibe Dir einen langen Brief, weil ich keine Zeit habe, einen kurzen zu schreiben“, sollen Voltaire, Goethe, Twain, Marx und auch Pascal gesagt haben. Was für den Brief gilt, trifft auf den Newsletter erst recht zu. Es braucht Zeit, ihn effektiv und auf den Punkt zu formulieren. Wollen oder können Sie die Zeit nicht aufbringen, nutzen Sie doch einfach externe Dienstleister. Texte für Ihren Newsletter können Sie z. B. auch bei clickworker bestellen → Text-Services von clickworker.

Wenn Sie weitere Anregungen oder Tipps zur Newsletter-Erstellung haben, dann schreiben Sie uns. Wünschen Sie sich ein anderes Thema, auf das wir näher eingehen sollen, dann freuen wir uns auf Ihre Anregungen und Ideen.

 

Dieser Artikel wurde am 27.July 2017 von Thomas geschrieben.

von: Thomas K.

Thomas K., Clickworker