Umfragepanel und der Sinn bzw. Unsinn von Online-Umfragen

09.08.2017

Umfragepanel

Für die Einen sind Online-Umfragen die Basis jeder Marketingaktion. Für die Anderen sind sie absolut überbewertet, da sie sowieso keine verwertbaren Ergebnisse bringen. Wir schauen deshalb im heutigen Post auf den Sinn von Online-Umfragen. Außerdem analysieren wir kurz die Vor- und Nachteile von Online-Panels für Umfragen.

Online-Umfragen

Online-Umfragen sind Unsinn denn:

1. Nicht repräsentativ
Bei einer Online-Umfrage nehmen eh nur Internetnutzer teil. Diese sind überwiegend männlich, jung und offensichtlich sehr internet-affin. Das ist nicht die gewünschte Zielgruppe.Nach dem wohlverdienten Feierabend noch an einer Umfrage teilnehmen ist für die meisten Menschen ein zu großer Aufwand. Nur einsame Singles werden das machen.

2. Verzerrung
Die Leute registrieren sich doppelt oder mit Fake-Accounts und beantworten munter die Fragen noch mal. Das verzerrt das Ergebnis und es wird unbrauchbar.

3. Keine regionale Eingrenzung
Jeder kann auf eine Online-Umfrage zugreifen, sodass regionale Befragungen nicht möglich sind.

4. Abbruchquote
Bei Umfragen im Internet brechen die Leute übermäßig häufig ab.

5. Anonymität verfälscht Antworten
Die Anonymität im Internet enthemmt die Leute. Sie geben keine realitätsgetreuen Antworten. Das verfälscht die Ergebnisse.

6. Zu kompliziert
Das Ausfüllen von Online-Fragebögen erfordert Wissen im Umgang mit dem Internet. Dieser Aufwand ist für viele Menschen zu hoch, deshalb lassen sie es lieber.

7. Keine Zeit

Nach dem wohlverdienten Feierabend noch an einer Umfrage teilnehmen ist für die meisten Menschen ein zu großer Aufwand. Nur einsame Singles werden das machen.

Online-Umfragen machen Sinn denn:

1. Sind repräsentativ
Waren in den 1990er Jahren tatsächlich die meisten Internetnutzer junge Männer, hat sich das grundlegend geändert. Das World Wide Web ist in der Mitte der Gesellschaft angekommen. Hier tummeln sich praktisch alle Gesellschaftsschichten und jedes Alter.

2. Verzerrung ausschließen
Doppelte Registrierungen lassen sich mittels IP-Sperren, Teilnahmeschlüsseln, Cookies und ähnlichen Verfahren umgehen. Fake-Accounts können natürlich immer durch technisch sehr versierte Nutzer auftauchen, aber deren Anteil ist sehr gering.

3. Regionale Eingrenzung
Mittels IP-Filtern, Standortabfragen oder Gabelungen bei den Fragen können die Bewohner einer bestimmten Region gezielt ausgewählt werden. Alternativ lassen sich nur die Einwohner des gewünschten Ortes zur Umfrage einladen.

4. Abbruch liegt an Umfrage
Gut gestaltete Umfragen mit ansprechenden Fragen und Antworten haben eine sehr geringe Abbruchquote. Wenn die Teilnehmer abbrechen, dann liegt es meist an langweiligen, komplizierten, zu langen oder redundanten Fragen. Auch nicht nachvollziehbare Antwortoptionen mindern die Bereitschaft die Umfrage weiter mitzumachen.

5. Anonymität verbessert Antworten
Die Anonymität im Internet lässt die Nutzer tatsächlich enthemmter antworten. In der Regel führt aber der Schutz der Anonymität zu ehrlicheren Antworten, da das soziale Umfeld als Kontrollinstanz wegfällt.

6. Einfach
Moderne Online-Umfragen werden per einfachem Mausklick oder mit kurzen Antworttexten ausgefüllt. Diese Techniken beherrscht jeder Internetnutzer.

7. Zeitaufwand belohnen
Es ist wahr, die Bereitschaft, nach einem Arbeitstag am PC noch 25 Minuten eine Umfrage auszufüllen, ist gering. Deshalb sollten die Umfragen nicht allzu lang ausfallen. Auch hilft es, die Restzeit bis zum Ende der Befragung dem Nutzer anzuzeigen. Des Weiteren ist es gut, wenn er die Umfrage pausieren kann, um sie zu einem späteren Zeitpunkt wieder aufzunehmen. Am wahrscheinlichsten nehmen Konsumenten an Umfragen teil, wenn sie dafür belohnt werden. Die Belohnung sollte dem Zeitaufwand entsprechen.

8. Schnell
Online-Umfragen sind schnell durchgeführt und können ohne großen Aufwand erstellt werden. Die Auswertung ist außerdem innerhalb kürzester Zeit dank der Umfrage-Software erledigt.

9. Preiswert
Die Kosten von Online-Umfragen sind gering. So müssen Sie beispielsweise keine Umfragebögen drucken oder ein Callcenter mit der Umfrage beauftragen.

Machen Online-Umfragen Sinn?

Eindeutig ja, wenn Sie richtig angegangen werden. Dabei sind die richtige Zielgruppe, ein klug angelegter Frage-Verlauf sowie eine passende Belohnung das A und O, um verwertbare Ergebnisse zu erhalten.

 

Umfragepanel

Was ist ein Umfragepanel?

Auf Umfragepanels registrieren sich Konsumenten, um an Umfragen teilzunehmen. Dafür erhalten sie in der Regel Geld, Gutscheine, Rabatte und Ähnliches. Die Panels werden häufig von etablierten Marktforschungsinstituten betrieben.

Um wirklich verwertbare Daten zu einem Produkt oder einer Dienstleistung zu erhalten, sollte das Umfragepanel möglichst viele registrierte Nutzer haben. Nur so kann sichergestellt werden, dass Ihre gewünschte Zielgruppe auch in ausreichend hoher Zahl dort vorhanden ist.

Nachteile

  • Praktisch alle Teilnehmer eines Umfragepanels sind dort registriert, um damit zusätzlich Geld zu verdienen. Sie werden also versuchen, möglichst schnell die entsprechenden Fragen zu beantworten, um effizient zu arbeiten.
  • Weiterhin können die Teilnehmer Eigenschaften und Vorlieben vorgeben, die sie in Wahrheit nicht haben, um nicht aus der Umfrage geworfen zu werden. Auch das führt zu verfälschten Ergebnissen.
  • In der Nutzergemeinschaft haben einige Umfragepanels einen schlechten Ruf, da sie gar nicht zahlen oder nur ab einem hohen, kaum zu erreichenden Betrag. Schalten Sie dort Ihre Umfrage, wird sie kaum auswertbare Resultate bieten.

Vorteile

  • Gute Umfragepanels haben eine große Nutzerzahl in der Sie garantiert Ihre Zielgruppe finden.
  • Der Umfragepanelbetreiber übernimmt die technische Realisation der Umfrage.
  • Der Betreiber kümmert sich um den Datenschutz und die rechtlich notwendigen Schritte für eine saubere Umfrage.
  • Der Panelbetreiber kann Sie beim Erstellen von passenden Fragen und Antworten unterstützen.
  • Der Panelbetreiber kann die Antworten auf Wunsch auswerten.
  • Sie müssen sich nicht um die Akquise von Umfrageteilnehmern kümmern.
  • Umfragen lassen sich mit Timer oder Ähnlichem versehen, um zu schnell gegebene Antworten auszuschließen.
  • Geschickte Fragestellungen entlarven nur vorgegebene Interessen. Lügende Teilnehmer können damit ausgeschlossen werden.

Umfrage selbst erstellen

Wollen Sie kein Umfragepanel beauftragen, so können Sie natürlich selbst eine Umfrage erstellen. Hierfür gibt es für die meisten Content Management Systeme (CMS) entsprechende Module, die Sie einfach in Ihre Webseite integrieren können. Außerdem offerieren viele Dienstleister eine Online-Umfragesoftware. Sie können dann die Umfragen auf einem von Ihrer Webseite völlig unabhängigen Server betreiben.

Natürlich werden Sie dann mit den genannten Vor- und Nachteilen von Online-Umfragen zu tun haben. Gerade bei aufwendigen Umfragen lohnt es sich deshalb, den Weg über das Umfragepanel zu gehen. Der ist zwar in der Regel teurer, dafür wird der Arbeits- und Betreuungsaufwand für Sie wesentlich geringer ausfallen.

Alternative zum Umfragepanel eines klassischen Marktforschungsinstituts

Auf www.clickworker.de finden Sie einen Pool von über 900.000 internationalen Internetnutzern, sog. Clickworkern. Da diese einen Registrierungsprozess mit Überprüfung ihrer Daten durchlaufen müssen, können Sie sicher sein, hier reale Teilnehmer für Ihre Umfragen zu finden. Fake-Accounts sind praktisch ausgeschlossen. Aufgrund der Größe des Pools finden sich hier sehr schnell viele Teilnehmer und die Umfragen können zeitnah abgeschlossen werden. Auch können Sie Zielgruppen spezifisch definieren und befragen. Es ist zudem möglich, jedem Teilnehmer einen individuellen Umfragelink zukommen zu lassen. Die Umfrageprojekte sind technisch so aufgesetzt, dass jeder Clickworker die Umfrageaufgabe nur einmal zu sehen bekommt und bearbeiten kann. Die Durchführung der Umfragen über clickworker ist sehr gut skalierbar und bietet einen klaren Kosten- und Zeitvorteil.

Zum Service “Umfragen“ von clickworker.

 

Dieser Artikel wurde am 09.August 2017 von Thomas geschrieben.

von: Thomas K.

Thomas K., Clickworker