Die besten Tipps zur Datenanreicherung und Datenvalidierung für Ihr Online-Business – Teil 1/2

16.08.2017

Datenanreicherung

Was für den Bäcker das Mehl, das sind fürs Internetbusiness die Daten. Jedes erfolgreiche im Internet agierende Unternehmen legt Wert auf gut gepflegte und umfangreiche Kundendaten. Zu diesen gehören Kontaktdaten genauso wie Angaben zu den Hobbys, Vorlieben, zum Beruf, Kaufverhalten und so weiter. Für Online-Shops sind außerdem ausführliche und korrekte Produktdaten extrem wichtig.

Egal ob Kunden- oder Produktdaten, es gilt im Grunde immer: Je mehr desto besser. Allerdings behalten Menschen ihre Daten gern für sich und Produktdaten sind nicht immer so verfügbar, wie sie es sein sollten. Wie Sie trotzdem zu verwertbaren Datensätzen kommen, zeigen wir Ihnen in diesem Post auf.

In Teil A gehen wir auf die Datenanreicherung und Datenvalidierung von Kunden und Interessenten ein. In Teil B kümmern wir uns um die Produktdaten. In Teil C erläutern wir kurz das Vorgehen bei weiteren Datenarten.

A) Datenanreicherung und Datenvalidierung von Kundeninformationen

Bevor wir unsere Tipps zur Datenanreicherung präsentieren, noch zwei grundsätzliche Anmerkungen dazu.

Vorsicht vor dem halbseidenen Weg

Es gibt einige Wege, die illegal oder zumindest halbseiden sind, um an Datensätze zu kommen. Neben den rechtlichen und moralischen Problemen haben sie alle einen Haken: Die Menschen, deren Daten auf diese Art gewonnen werden, wissen davon nichts. Kommt es zu einem Kontakt, fragt sich der Kontaktierte unweigerlich: Wie kommen die auf mich? Selbst wenn ihn die angebotene Dienstleistung oder das Produkt interessiert, wird er nur aufgrund dieser Unklarheit skeptisch gegenüber dem Anbieter sein.

Besonders bei Geschäftsübernahmen, Fusionen und Ähnlichem müssen die Kunden/Interessenten darüber informiert werden. So kann es nicht zum eben beschriebenen Eindruck kommen. Außerdem ist das eine gute Möglichkeit, die bereits vorhandenen Daten zu validieren. Informieren Sie den Kunden einfach über die Übernahme. Bitten Sie ihn gleichzeitig, seine Daten zu überprüfen, damit Sie ihm weiterhin den besten Service bieten können.

Perspikuität schafft Vertrauen

Kann der Kontaktete nachvollziehen, woher das Unternehmen seine Daten hat und weshalb das Unternehmen gerade ihn kontaktiert, schwindet die Skepsis. Das schafft die Basis für ein Vertrauensverhältnis und das ist ideal für eine geschäftliche Beziehung.

So jetzt legen wir aber los:

Elf Tipps

1. Daten schon bei Eingabe überprüfen

In der Regel werden die meisten Daten direkt durch den Interessenten oder Kunden im Internet eingegeben. Dabei unterlaufen auch Fehler. Die Postleitzahl wird verdreht oder der Straßenname falsch abgekürzt. Ein Modul wie Google-Autocomplete hilft: Gibt der Nutzer hier die ersten Buchstaben seiner Straße oder die Postleitzahl ein, dann werden die richtigen Ergänzungen vorgeschlagen. Das macht es übrigens auch für Smartphone-Nutzer einfacher, ihre Daten einzutragen.

2. Vorhandene Adressen validieren

Die Adressen im bereits vorhandenen Datenbestand müssen nicht unbedingt durch externe Dienstleister validiert werden. Oft genügen schon wenige Klicks, um etwa Dubletten oder unvollständige Adressen zu beseitigen.

In unserem Post „Adressvalidierung online – fast gratis zur richtigen Adresse“ finden Sie zu Tipp 1 und Tipp 2 praktische Anleitungen.

3. Formular darf nicht überfordern

Egal, welche Daten Sie nun erheben wollen, soll der Nutzer sie eintragen, muss er natürlich wissen wo. Ein logisch strukturiertes und klar gestaltetes Formular ist deshalb unverzichtbar. Auch sollten Sie gerade bei Erstkontakt nicht zu viel vom Nutzer verlangen. Mehr als seine E-Mail-Adresse will jemand, der sich nur über ein bestimmtes Produkt informieren möchte, meist nicht herausgeben.

Mehr Tipps zur optimalen Formulargestaltung finden Sie im Blog von Konversionskraft „21 Best Practices zur Formular-Optimierung (inkl. Checkliste)“.

4. Themenwahl

Registriert sich der Nutzer auf einer Webseite, können weitere Interessen abgefragt werden. Abonniert er etwa einen Newsletter zu einem bestimmten Thema, kann über das Formular auf einer zweiten Seite erfragt werden, was ihn noch interessiert. Das kann auch in der Bestätigungsmail über die erfolgreiche Registrierung geschehen. Hier wird einfach ein Link zum Themenwahl-Formular untergebracht und der Nutzer gebeten, seine Auswahl zu treffen.

5. Datennutzung selbst bestimmen

Nutzer sind gern mündig. Dazu können Sie für diese ein Nutzerkonto einrichten. Dort hat der User die Möglichkeit, alle Informationen über sich einzutragen und zu ändern. Er kann also selbst bestimmen, was er von sich preisgeben will. Selbst die Frequenz, in der er beispielsweise Ihren Newsletter erhalten will, kann er hier festlegen. Je mehr Kontrolle er über seine Daten hat, desto mehr wird er Ihnen vertrauen. Sie werden so mit hoher Wahrscheinlichkeit mehr Informationen bekommen, als Sie mittels „Tricks“ aus ihm herauskitzeln könnten.

6. Bitte um Mithilfe

Tragen Sie dem Nutzer ein konkretes Anliegen vor und bitten ihn um Unterstützung. Er wird gern helfen. Beispielsweise wollen Sie ihren Service verbessern. Fragen Sie also den Nutzer, was ihn noch interessiert. Wie viel Geld er für dieses oder jenes ausgeben würde und ähnliche Fragen. Begründen Sie ihr Interesse an den Informationen nachvollziehbar. Auf keinen Fall darf der Nutzer das Gefühl bekommen, einfach plump ausgefragt zu werden. Außerdem haben Sie so zudem die Möglichkeiten, Schwachstellen in Ihrem Service oder den Produkten ausfindig zu machen.
Im Zuge der Umfrage können Sie ihre Nutzer bitten, die bereits von ihm hinterlegten Daten auf ihre Korrektheit zu überprüfen.

7. Nachfragen bei langer Inaktivität

Gab es schon lange keine Aktivität auf dem Nutzerkonto und keine Reaktion auf Angebote oder Kontaktversuche? Dann fragen Sie ruhig nach. Sie können beispielsweise für das Einloggen ins Nutzerkonto eine kleine Belohnung offerieren. Meldet sich der Nutzer, sollten unbedingt die Kontaktdaten validiert werden. Meldet er sich nicht, ist es besser, die Karteileiche zu entfernen. So bleibt Ihr Datenbestand aktuell.
Wichtig ist hierbei die korrekte Wahl des inaktiven Zeitraums. Er darf nicht zu kurz sein, aber auch nicht so lang, dass sich der Nutzer kaum an Sie erinnern kann. In der Regel empfiehlt sich ein Jahr.

8. Kleine Schritte

Verlangen Sie nicht gleich alle möglichen Informationen von Ihren Interessenten. Gehen Sie behutsam vor. So kann eine nett formulierte E-Mail mit der Frage nach dem Geburtsdatum verschickt werden. In diesem Zusammenhang ist vielleicht der Hinweis auf eine Geburtstagsüberraschung hilfreich. Weitere Informationen bringen Sie ebenso (peu à peu) in Erfahrung.

9. Downloads koppeln

Will der Nutzer etwas bei Ihnen downloaden, dann leiten Sie ihn vor dem Start des Downloads auf sein Nutzerkonto. Fragen Sie ihn, ob hier noch alles korrekt ist. Aber bitte vermeiden Sie es, den Nutzer zu zwingen weitere Daten anzugeben, nur um den Download auszuführen. Das schreckt praktisch immer ab.

10. Abmeldung begründen lassen

Die wenigsten Nutzer melden sich ab. Die meisten lassen Ihre Konten verweisen und leiten Ihre Benachrichtigungen in den Spam um. Meldet sich doch einer ab, dann nutzen Sie die Chance. Fragen Sie ihn nach den Gründen. Weisen Sie dabei auf Ihre Bemühungen hin, Ihren Service zu verbessern. In einigen Fällen kann eine Rabattofferte oder ein Bonus die Abmeldung verhindern.

11. Weitere Möglichkeiten

Die genannten Dinge können Sie alle selbst auf Ihrer Website, Landingpage oder in den sozialen Medien umsetzen. Aber es gibt Bereiche der Datenvalidierung und Datenanreicherung, die sich nur mit viel Aufwand selbst realisieren lassen. Dazu gehören beispielsweise die Existenzprüfung, der Sterbedateiabgleich oder die Risikoindexabfrage. Hier helfen Ihnen darauf spezialisierte Dienstleister weiter.
Gerade im B2B-Bereich ist es schwer, von den Kunden vollständige Informationen zu erhalten. Auch sind hier Daten von potenziellen Kunden interessant für die Neukundenakquise. Kontaktdaten im B2B-Bereiche können Sie ideal über den Service „Adressanreicherung“ von clickworker ergänzen und validieren lassen.

Fortsetzung

 

Dieser Artikel wurde am 16.August 2017 von Thomas geschrieben.

von: Thomas K.

Thomas K., Clickworker