11 Tipps, wie Sie mit Ihren Blogposts mehr Leser gewinnen

19.10.2017

Blogposts

Blogs sind eine praktische Sache. Sie binden Kunden, locken Interessenten an und helfen, bei Google und Co. besser zu ranken. Zudem sorgen sie für Ihren Ruf als Spezialist. Dieser führt wieder zu mehr Kundenvertrauen und damit Kundenbindung. Doch was tun, wenn kaum jemand Ihren Blog liest? Wie Sie Blogposts verfassen, die wirklich gelesen werden, verraten wir Ihnen jetzt.

1. Leserinteressen herausfinden

Eigenen Blog analysieren

Schauen Sie, welche Blogposts am häufigsten angeklickt werden. Wo verweilen die Leser am längsten? Wo gibt es die meisten Diskussionen? Das machen Sie nicht nur einmal, sondern regelmäßig. Schon bekommen Sie ein gutes Bild der Interessen Ihrer Leser.

Empfohlenes Tool:
Für die Analyse von Zugriffen bietet sich Google Analytics an.

Umfragen veranstalten

Außerdem können Sie mittels Umfragetools die Interessen Ihrer Leser herausfinden. Um Umfragen durchzuführen, gibt es kostenlose Plugins für alle gebräuchlichen Content Management Systeme. Natürlich finden Sie über die gängigen Suchmaschinen auch jede Menge professionelle Anbieter.

Trends im Auge behalten

Des Weiteren lässt sich mit Google Trends herausfinden, nach was die Menschen aktuell suchen. Das Tool kann die Trends bis auf das Bundesland einschränken. Gerade wenn Sie Ihren Blog in der Region etablieren wollen, ist das sehr hilfreich.

Soziale Medien untersuchen

Viele Trends werden auf Facebook, Twitter, Instagram und so weiter ins Leben gerufen. Wenn Sie die sozialen Medien im Augen behalten, dann bekommen Sie dort Anregungen für Ihren nächsten Artikel.

Hier finden Sie eine umfangreiche Aufstellung (englisch) mit kostenfreien Analysetools für Social Media.

Periodische Ereignisse kennen

Daneben gibt es periodische Ereignisse, die Artikel-Themen bestimmen können. Das sind zum Beispiel die Feiertage (Weihnachten, Ostern, …), Messen (IFA, Cebit, …) oder Produktvorstellungen wie die Präsentation des neuen iPhones. Wenn Sie einen Blog mit dem Schwerpunkt Smartphone betreiben, dann muss es dazu einfach einen Artikel geben.

Leserzuschriften

Am einfachsten ist es, wenn die Leser Ihnen ihre Interessen mitteilen. Lesen Sie also genau die vorhandenen Kommentare zu Ihren bisherigen Artikeln und studieren Sie die Zuschriften Ihrer Blog-Leser.

Konkurrenz im Augen behalten

Was schreibt die Konkurrenz? Die ein oder andere Inspiration lässt sich dort sicher holen. Aber bitte niemals nur kopieren.

Wenn Sie nicht aktiv suchen wollen, dann können Sie einen Google Alert erstellen. Der benachrichtigt Sie, sobald ein Artikel zu den von Ihnen gewählten Themenbereichen bzw. Schlagworten erscheint.

2. Leser für Blogposts finden

Google Analytics verrät Ihnen ebenfalls, woher Ihre Leser kommen. Gelangen Sie vorwiegend von Facebook zu Ihnen, sollten Sie dort Ihre Aktivitäten vergrößern. Außerdem können Sie Facebook-Verwandte ins Visier nehmen. Das sind soziale Medien, die von Facebooknutzern auch gern verwendet werden, wie etwa Instagram oder Twitter.

Kommen Ihre Leser hingegen eher über Foren zu Ihnen, dann empfiehlt es sich, dort mehr Präsenz zu zeigen. Suchen Sie auch nach ähnlichen Foren und Communitys im Netz.

Parallel dazu sollten Sie Ihre Blog-Inhalte für die wichtigsten Suchmaschinen optimieren, denn viele Leser werden den Weg zu Ihnen über Google und Co. finden. Mehr zur Suchmaschinenoptimierung haben wir unter 6. Suchmaschinenoptimierte Inhalte zusammengestellt.

3. Bestimmen Sie Ihre Zielgruppe

Wenn Sie die Vorlieben Ihrer Leser kennen und wissen, woher sie kommen, können Sie Ihre Zielgruppe schon einigermaßen gut bestimmen. War der Blogpost über den Drohnenführerschein ein Renner? Dann hilft sicher eine Recherche zum typischen Drohnennutzer, um herauszufinden, wer Ihre Leser sind.

4. Kooperieren Sie

Einzelkämpfer kommen im Blog-Business nur schwer zum Ziel. Besser ist es, gemeinsam zu agieren. Versuchen Sie, Gastartikel auf anderen Blogs zu platzieren. Hat der Blog die gleiche Reichweite wie der Ihre, dann sollte das Angebot genügen, Artikel-Plätze zu tauschen. Bei erfolgreicheren Blogs müssen Sie wahrscheinlich einen monetären Ausgleich bieten, um einen Gastartikel zu platzieren.

5. Influencer begeistern

Stellen Sie Ihren Blog bei bekannten Influencern vor. Kommt von diesen eine Empfehlung, dann können Sie mit einem enormen Reichweitengewinn rechnen.

6. Suchmaschinenoptimierte Inhalte

Natürlich müssen Ihre Blogposts auch der Suchmaschine Freude machen. Das heißt:

  • Fokussierung auf ein Thema (hilft Keyword festzulegen)
  • ausreichende Textlänge (1000 bis 2500 Wörter) – bei Bedarf auch mehr
  • optimale Keyword-Verteilung (Hauptüberschrift, Zwischenüberschrift, Teaser usw.)
  • KEIN Keyword-Spamming
  • alternative Keywords (Synonyme) verwenden
  • kurze Sätze und Absätze
  • Übergangsphrasen für bessere Lesbarkeit nutzen
  • gut strukturieren (Zwischenüberschriften, Absätze u. Ä.)
  • externe und interne Verlinkung
  • relevanter Inhalt, keine “Phrasendrescherei”
  • passende Bilder und ggf. Videos nutzen
  • Tabellen und Listen verwenden

Für die Suchmaschinenoptimierung gibt es Tools für alle gängigen CMS.

Gute SEO-Tools
Wordpress: wpSEO (kostenpflichtig), yoast SEO (kostenfrei)
Drupal: Real-time SEO (kostenfrei)
Joomla: 7 Joomla SEO Erweiterungen kurz vorgestellt
TYPO3: 7 hilfreiche Tipps und Tools

7. Leser binden

Regelmäßig

Sorgen Sie dafür, dass Ihr Blog regelmäßig neue Blogposts erhält. Hier haben sich 1-Wochen- oder 2-Wochenrhythmen bewährt. Natürlich können Sie bei ausreichend vorhandenem Stoff auch mehrmals wöchentlich aktiv werden. Länger als ein Monat sollten Sie Ihre Leser allerdings nicht auf einen neuen Post warten.

Newsletter

Ein monatlicher Newsletter kann über neue Themen auf Ihrem Blog informieren. So rufen Sie sich wieder in Erinnerung. Im Newsletter können Sie natürlich auch auf demnächst erscheinende Artikel neugierig machen.

Leserbeteiligung

Geben Sie Ihren Lesern die Möglichkeit, sich aktiv einzubringen. Das erfolgt über die Kommentarfunktion. Sie können auch Abstimmungen und Umfragen veranstalten, beispielsweise über das Thema des nächsten Blogposts. So haben Ihre Leser das Gefühl, aktiv an Ihrem Blog teilzunehmen.

Leseransprache

Viele Leser werden wiederkommen, wenn Sie Ihren Blog sympathisch finden. Dazu gehört die richtige Leseransprache. Die hängt von Ihrer Zielgruppe ab. Als Hersteller von High-End-Komponenten für den Hi-Fi-Bereich haben Sie wahrscheinlich Leser aus der oberen Mittelschicht. Für die bietet sich ein “Sie” und ein gehobener Stil an. Als Modelabel für Streetart wird “Du” und ein frecher Stil Ihrer Zielgruppe eher zusagen.
Auch Fremdworte und Fachtermini sollten Sie entsprechend der Zielgruppe verwenden.
Generell gilt: Desto breiter die Zielgruppe ist, desto weniger Fachtermini und Fremdworte verwenden.

8. Themenplan und Artikelpool

Erstellen Sie einen Themenplan. So wissen Sie, zumindest im Groben, was Sie wann veröffentlichen wollen. Dank des Plans werden Sie regelmäßig Content liefern können. Auch erlaubt er Ihnen das Vorproduzieren von Artikeln, Stichwort: Artikelpool.

Artikelpool
Da einige Ereignisse sich jedes Jahr wiederholen und dazu immer Blogposts geschrieben werden, können Sie diese bequem vorproduzieren. Die Texte kommen in den Pool. Daneben lassen sich auch zeitlose Themen darin ablegen. Diese zeitlosen Artikel des Pools nutzen Sie einfach, wenn nichts Aktuelles anliegt und Sie trotzdem etwas veröffentlichen wollen.

Anmerkung zum Erstellen von Blogposts
Gute Blogposts sind eine Voraussetzung für ein erfolgreiches Blog-Marketing. Informieren Sie sich über den Service “Erstellung von Blogartikeln” von clickworker!

9. Die richtige Überschrift finden

Die Überschrift ist das Erste, was der Leser zu sehen bekommt. Sie muss ihn zum Weiterlesen animieren.

So sollte eine gute Überschrift aussehen:

1. Nicht mehr als 70 Zeichen
Google schneidet Überschriften bei circa 70 Zeichen ab, wobei es hier auf die Zeichenbreite ankommt. Wenn Ihre Überschrift ausschließlich aus “I”’s besteht, dann können Sie mehr Zeichen unterbringen. Nutzen Sie viele “W”’s wird es entsprechend kürzer. Jedenfalls sollten Sie versuchen, in diesen gut 70 Zeichen die komplette Überschrift unterzubringen. Wenn das wichtigste Wort des Titels am Ende steht und abgeschnitten wird, verlieren Sie potenzielle Leser.

Empfohlenes Tool
Mit dem Google SERP Snippet Optimization Tool können Sie überprüfen, ob Ihre Überschrift passt.

2. Versprechen einhalten
Was in der Überschrift steht, müssen Sie im Artikel auch einhalten. Nichts ist schlimmer, als den Leser zu enttäuschen. Wenn Sie mit der Überschrift einen Weg zum kostenlosen Smartphone versprechen, dann müssen Sie diesen Weg auch ausführen. Enttäuschte Leser kommen nicht wieder!

3. Zum Lesen animieren
Fragen können die Neugier wecken, da der Leser die Antwort wissen will. Auch kleine Provokationen (nicht übertreiben) animieren Leser zum Lesen eines Artikels. Komik ist ebenfalls hilfreich, damit der Leser auf eine Überschrift anspringt. Tests, Ratgeber und Tipps sind ebenfalls bei Lesern beliebt. Auch Schlagworte wie “Kostenlos”, “Geheim”, “Einfach” usw. wecken in der Regel das Interesse.

4. Zahlen bitte
Inzwischen ein offenes Geheimnis: Zahlen in einer Überschrift wirken magisch. “19 Tipps zum Abnehmen” wird öfter gelesen werden als “Tipps zum Abnehmen”.

5. Konkret sein
Formulieren Sie die Überschrift möglichst konkret. Allgemeine Plattitüden erreichen kaum Leser. Die wollen nämlich wissen, was sie erwartet.
“Alles wird gut” ist sicher ein passender Titel für ein Selbsthilfebuch. Er hat aber nichts über einem Post zu suchen. Hier wäre besser: “So bringen Sie Ihr Leben in 12 Schritten in Ordnung”.

10. Rechtschreibung und Grammatik kontrollieren

Richtige Rechtschreibung und Grammatik sind das Aushängeschild Ihres Textes. Der Inhalt kann noch so gut sein, bei unzureichender Orthografie wird der Leser den Artikel nicht ernst nehmen. Verlassen Sie sich nicht nur auf die Rechtschreibprüfung von Word und Co. Die ist für viele Fehler blind. Lassen Sie am besten Ihren Text gegenlesen. Ist das nicht möglich, zeigen wir Ihnen in unserem Post “Fehler ade! So korrigieren Sie Ihre Texte schnell und effektiv”, wie Sie Ihre Artikel selbst checken können. Er erscheint am: 01.11.2017

11. Leidenschaft fürs Thema

Umso mehr Interesse und Spaß Sie am Thema Ihres Artikels haben, umso mehr Freude werden Ihre Leser daran haben. Nur weil ein Thema gerade bei Google gut rankt oder in den sozialen Medien gehypt wird, muss es noch lange nicht gut bei Ihnen laufen. Haben Sie keine Leidenschaft dafür, werden es die Leser merken.

Allerdings können Sie sich nicht immer Ihre Themen selbst wählen. Deshalb ist es gut, wenn Sie Ihre Leidenschaft auch für “ungeliebte” Sachverhalte wecken.

2 Tipps, um “ungeliebte” Themen zu den Ihren zu machen

1. Suchen Sie sich die Aspekte eines Themas heraus, die Ihnen zusagen. Wenn Sie nichts mit “Kryptowährungen” anfangen können, dann interessieren Sie sich vielleicht für Grafikkarten. Die werden immerhin zum “Schürfen” der Kryptowährung genutzt.

2. Interesse an einem Sachverhalt lässt sich wecken, wenn Sie sich länger damit beschäftigen. Lesen Sie Artikel darüber oder schauen Sie Videos an. Sie werden merken, schnell wird aus einem unattraktiven Thema etwas Interessantes. Das funktioniert fast immer.

Binsenweisheit zum Schluss

Unser wichtigster Tipp ist eigentlich kein Tipp, sondern eine Binsenweisheit. Allerdings wird diese gern vergessen. Deshalb sei sie hier nochmal genannt: Haben Sie Geduld und bleiben Sie am Ball! Die erfolgreichsten Blogs sind nicht über Nacht entstanden. Es stecken mehrere Jahre Arbeit darin.

 

Haben Sie noch weitere Ideen, um Blogposts erfolgreich zu machen? Haben Sie bereits Erfahrungen mit unseren Tipps gemacht? Dann teilen Sie uns Ihre Ideen und Erfahrungen mit. Wir nehmen Sie gern in einem unserer nächsten Posts auf. Sie können uns direkt anschreiben oder hier einen Kommentar hinterlassen.

 

Dieser Artikel wurde am 19.October 2017 von Thomas geschrieben.

von: Thomas K.

Thomas K., Clickworker