11 Online-Marketing-Vorsätze fürs neue Jahr

22.12.2017

Online-Marketing Vorsätze

Das Jahr 2018 wird das Online-Marketing in vielen Bereichen gründlich umkrempeln. Wir haben für Sie elf Vorsätze fürs Online-Marketing zusammengestellt, die Ihr Business auch im neuen Jahr fit halten.

1. Individuelle Produktempfehlungen

Kennen Sie das? Sie kaufen in einem Online-Shop eine Skihose und zwei Tage später erhalten Sie vom selben Shop einen Newsletter, indem Ihnen Skihosen empfohlen werden. Warum? Wer kauft sich bitte zwei Tage nach Erwerb eines Produktes das gleiche nochmal? Selbst dem Versandriesen Amazon passieren solche Fehler immer wieder. Besser wäre es doch, wenn dem Kunden ergänzende Produkte empfohlen werden würden. Das können in unserem Beispiel Skischuhe, Mützen, Skijacken, Skibrillen usw. sein.

Wer jetzt denkt, Kunden würden passende Produktempfehlungen unheimlich finden, da sie Datenmissbrauch befürchten, der irrt. Die meisten Verbraucher wissen um ihren digitalen Fingerabdruck im Netz. Sie befürworten sogar den verantwortlichen Umgang mit ihren Daten. Dafür erwarten sie von den Unternehmen auf sie persönlich zugeschnittene Angebote. So ergaben zwei Online-Umfragen des Marktforschungsinstitut Toluna im Auftrag von Uniserv im Jahr 2016 Folgendes:

Positiv:

  • 53 Prozent der Verbraucher vertrauen einem Unternehmen mehr, wenn es ihm gelingt, auf die persönlichen Wünsche der Verbraucher einzugehen.
  • 59 Prozent kaufen eher bei diesem Unternehmen als bei der Konkurrenz.
  • 61 Prozent halten diesem Unternehmen die Treue.

Negativ

  • 56 Prozent der Verbraucher wurden von Anbietern bereits falsch angeredet.
  • 62 Prozent erhielten unpassende Werbung.
  • 57 Prozent wurden die gleichen Werbematerialien mehrfach zugesendet.
  • Konsequenz: Die Verbraucher kündigten daraufhin den Newsletter (44 Prozent), beendeten die Geschäftsbeziehung (19 Prozent) oder verloren das Vertrauen in den Anbieter (28 Prozent).

Achtung: Ab 25. Mai 2018 wird EU-weit die Datenschutz-Grundverordnung (EU-DSGVO) greifen. Sie stärkt die Auskunftsrechte der Kunden und ihr Recht auf Datenlöschung. Daten müssen also in Zukunft ggf. anders erfasst und verarbeitet werden. Mehr Information zur EU-weit die Datenschutz-Grundverordnung finden Sie hier.

Erster Vorsatz für 2018:

Kunden nicht nur mit den richtigen Namen ansprechen, sondern auch die passenden Produkte empfehlen.

2. Micro statt Macro Influencer

Influencer sollen erst ab 25.000 Followern als ernstzunehmend für den Einsatz im Online-Marketing sein. Allerdings ergab eine Studie von Markerly, bei der über zwei Millionen Social Media Influencer untersucht wurden, ein interessantes Ergebnis. Instagrammer mit weniger als 1.000 Followern haben im Schnitt eine Like-Rate von etwa acht Prozent. Steigt die Followeranzahl auf 1.000 bis 10.000, sinkt die Like-Rate auf vier Prozent. Zwischen 10.000 und 100.000 Followern geht die Rate auf 2,4 Prozent zurück. Ab 100.000 Followern erreichen die Influencer nur noch eine Like-Rate von 1,7 Prozent.

Influencer mit großer Reichweite bieten also oft Inhalte, die nur einen kleinen Prozentsatz ihrer Follower ansprechen. Bei Micro Influencern unter 25.000 oder gar 10.000 steigt der Anteil der Follower, die sich wirklich für die Inhalte des Influencers interessieren. Außerdem sind bei den kleinen Influencern viele echte Freunde, Familie usw. unter den Followern. Die vertrauen dem Influencer natürlich mehr, weil sie ihn kennen.

Suchen Sie sich deshalb lieber viele Micro Influencer statt einem großen. So gehen Sie sicher, dass der Content bei Ihrer Zielgruppe wirklich ankommt und nicht nur einfach in die Breite gestreut wird.

Zweiter Vorsatz für 2018:

Mit den passenden Micro Influencern zusammenarbeiten.

3. Live-Videos

Sie haben ein neues Produkt, drehen ein paar Shots, setzen Text und ein bisschen Sound dazu und fertig ist das Produktvideo. Dann stellen Sie Ihren Film auf YouTube und Facebook ein und hoffen auf Klicks. Das kann funktionieren, muss es aber nicht.

Was hingegen im Jahr 2017 immer besser funktionierte, waren Live-Videos. Die wurden tatsächlich auf Facebook im Schnitt dreimal länger angesehen als andere Filme. Grund genug für Facebook, eine eigene Creator App für Live-Sendungen herauszubringen.

Live-Videos gelten als authentisch und ehrlich. Das ist etwas, was Kunden inzwischen von einer Marke oder einem Unternehmen erwarten. Hochglanz-Werbefilmchen können sie nämlich jederzeit im Fernsehen sehen.

Dritter Vorsatz für 2018

Das Potenzial von Live-Sendungen auf YouTube und Facebook nutzen.

4. Erklär-Videos

Wo wir schon beim Thema Videos sind – Nutzer mögen es mehr, sich ein Tutorial anzusehen, als eine Bedienungsanleitung durchzulesen. Außerdem kaufen Kunden ein präsentiertes Angebot mit 64 Prozent höherer Wahrscheinlichkeit, wenn sie vorher ein Erklär-Video dazu gesehen haben. Das zeigt der jährliche Bericht der Video-Erstell-Plattform Animoto von 2017.

Vierter Vorsatz für 2018

Statt Bedienungsanleitungen drucken, Erklär-Videos produzieren und publizieren.

5. Fomo nutzen

Fomo ist die Abkürzung für „Fear of missing out“ und bedeutet: Die Angst, etwas zu verpassen. Fürs Online-Marketing ist dieses Phänomen immer wichtiger. Sehr hilfreich dabei sind die kurzlebigen Formate auf Instagram, Snapchat, Facebook und Co. So ist etwa Snapchat Stories ein Inhalt, der in der App nur 24 Stunden zur Verfügung steht und danach gelöscht wird.

Diese extreme Kurzlebigkeit von Content scheint aus Marketing-Sicht zunächst unsinnig. Allerdings gelten gerade bei jungen Menschen diese Inhalte als authentischer als etwa Anzeigen. Außerdem erzeugen sie mehr Aufmerksamkeit, denn der Nutzer weiß: „Wenn ich jetzt nicht schaue, ist es nachher weg.“ So kann auch der Fomo-Effekt gezielt ausgenutzt werden. Wer jetzt nicht das Angebot kauft, hat später Pech.

Fünfter Vorsatz für das Jahr 2018

Kurzlebige Inhalte auf Facebook, Snapchat und Co. verwenden, um Aufmerksamkeit zu bekommen und Fomo-Effekte zu nutzen.

6. Quadratisch sein

Der schon erwähnte 2017er Bericht der Video-Erstell-Plattform Animoto zeigt außerdem, dass die Form klar zum Quadrat geht. So tauchen quadratische Videos zu 78 Prozent öfter in den News Feeds von Facebook auf oder werden auch öfter geteilt als horizontale Videos.

Das mag wohl an der Faulheit der Leute liegen, ihr Smartphone einfach mal zu drehen. Doch Sie können von dieser Faulheit profitieren und dank quadratischer Videos mehr Reichweite generieren.

Sechster Vorsatz für 2018

Bei Videos und anderen Bildinhalten auf das Quadrat setzen.

7. Nervende Werbung und Videos verbannen

Die im Jahr 2018 erscheinende 64te Version des Google-Browsers Chrome wird von Haus aus einen Werbeblocker enthalten. Der wird solche Dinge wie seitenfüllende Overlay-Werbung unterbinden. Auch andere, den User nervende bzw. die Nutzung der Seite beeinträchtigende Werbeformate, wird er unterbinden. Das hat für die User den Vorteil unkompliziert surfen zu können. Für die Werbetreibenden wird es den Vorteil haben, dass die Surfer die angestammten Werbeblocker nicht mehr nutzen. So kommt gut platzierte Werbung wieder an die Frau oder den Mann.

Außerdem wird der neue Chrome Videos, die von selbst starten und damit die Nutzer nerven, ausschalten. Natürlich kann der Webseitenbetreiber nicht festlegen, ob ein Video von selbst starten soll, Chrome wird es aber nur abspielen, wenn es folgende Kriterien erfüllt.

  1. Das Video muss ohne Ton sein.
  2. Das Video kann Ton enthalten, allerdings muss der auf stumm geschaltet sein.
  3. Der Nutzer will das Video tatsächlich sehen. (Der Nutzer hat auf der Seite bereits einmal geklickt oder getippt.)

Siebenter Vorsatz für 2018

Nervende Werbung und Videos entfernen, denn die werden eh bald nicht mehr angezeigt werden.

8. Mobile Optimierung

Wer es bisher noch nicht geschafft hat, seine Internetseite für mobile Geräte zu optimieren, der sollte es 2018 unbedingt angehen. Wie es aussieht, wird dann nämlich die erste Stufe des Mobile-first-Index von Google geschaltet. Der straft nicht mobile optimierte Seiten ab.

Eigentlich sollte es schon seit 2017 getrennte Suchergebnisse für mobile und stationäre Suchen geben. Allerdings wird die erste Stufe dieses Prozesses erst ab 2018 geschaltet. Auf der sicheren Seite ist, wer responsive Internetseiten nutzt.

Achter Vorsatz für 2018

Die Internetpräsenz endlich responsiv / mobil optimiert gestalten, um nicht von Google abgestraft zu werden.

9. Intelligent vernetzen

„Klar, alle reden immer vom Vernetzen, aber es funktioniert doch nicht, denn man ist ja immer Konkurrenz.“ Denken Sie auch so? Wenn Sie keine Nische besetzt haben, sondern alles irgendwie versuchen abzudecken, werden Sie auch überall, irgendwie Konkurrenz haben.

Haben Sie Ihre Nische gefunden, dann sollten Sie im neuen Jahr die Sache mit der Vernetzung angehen. Verkaufen Sie etwa ausgefallene Backformen, dann suchen Sie einen Blogger oder Youtuber, der zum Thema Backen etwas anbietet. Der kann Ihre Inhalte auf Ihrer Firmenwebseite bereichern und Sie stellen im Gegenzug Ihre Produkte zur Verfügung. Solche Win-Win-Kombinationen lassen sich auf verschiedenste Arten finden.

Neunter Vorsatz für 2018

Mit Partnern zusammenarbeiten, die unterschiedliche Nischen bzw. Bereiche bedienen.

10. Emotional sein

Fakten! Fakten! Fakten! – Das war sicher ein guter Werbeslogan für das Magazin „Focus“, allerdings bringen Fakten im Marketing wenig. Wir Menschen treffen Entscheidungen aufgrund von Emotionen, auch wenn wir uns gern etwas anderes einreden. Nutzen Sie das im Jahr 2018. Erzählen Sie um Ihr Produkt oder Ihre Dienstleistung herum eine Geschichte. Die Nutzer sehen sich nämlich lieber eine kleine Geschichte an, als ein Produktbild, was mit Fakten daherkommt. Außerdem können Sie so Ihre Kunden sehr gut zur Interaktion anregen.

Zehnter Vorsatz für 2018

Bringen Sie Ihre Produkte oder Dienstleistungen emotional herüber. Erzählen Sie Ihren Kunden ansprechende Geschichten.

11. All-In-One-Marketing-Lösungen verwenden

Es ist schwierig, bei allen anliegenden Online- und anderen Marketing-Aktionen den Überblick zu behalten. Mit einem Tool erstellen Sie Ihre Newsletter. Bei einem anderen Anbieter bekommen Sie Statistiken zum Nutzerverhalten auf Ihrer Internetseite. Ein dritter Anbieter hostet Ihre Internetseite. Aber bei einem vierten erstellen Sie Ihre Landingpages, weil es da so einfach geht. Ein Fünfter kümmert sich dann noch um das SEO und so geht es weiter. Vielleicht sollten Sie 2018 das alles unter einen Hut bringen. Es erspart Ihnen Zeit, Sie behalten den Überblick und haben bei allen Fragen immer nur einen Dienstleister, an den Sie sich wenden müssen.

Bei einem All-In-One-Anbieter sollten Sie diese Dinge aus einer Hand bekommen können:

  1. einfache Möglichkeit ansprechende Blogs zu erstellen
  2. ansprechende Landing-Pages inkl. Lead-Erfassung für jedes Device ohne Programmierkenntnisse einrichten
  3. ansprechende, responsive Webseiten per Drag und Drop erstellen
  4. E-Mail-Marketing mit personalisierter Ansprache und Inhalten sowie A/B-Tests
  5. Marketing-Automatisierung mit der E-Mails, Inhalte, Angebote und Interaktionen an Ihre Leads angepasst werden
  6. alle Kontaktdaten, Vertriebsaufgaben und Unternehmensdatensätze sowie Kommunikationsverlauf mit Ihren Leads an einem Ort
  7. Analysesoftware, um zu schauen, welche Inhalte funktionieren und welche nicht, auch in den sozialen Medien
  8. Tools um Keywords mit hohem Traffic-Volumen zu finden und Ihre Internetseiten, Blogs usw. zu optimieren
  9. Calls-to-Action und Werbeanzeigen analysieren

Elfter Vorsatz für 2018

Sich das Leben leichter machen und einen Anbieter für All-In-One-Marketinglösungen nutzen.

Wir hoffen, unsere Marketing-Tipps bringen Sie gut durch das neue Jahr. Wir wünschen Ihnen einen „Guten Rutsch“ und freuen uns, Sie bei neuen spannenden Themen im Jahr 2018 in diesem Blog begrüßen zu dürfen.

Ihr clickworker-Team

Dieser Artikel wurde am 22.December 2017 von Thomas geschrieben.

von: Thomas K.

Thomas K., Clickworker