7 Tipps für erfolgreiche Marketing-E-Mails

19.04.2018

Marketing-E-Mails

Marketing-E-Mails sind effektive Werbemittel – wenn man sie richtig einsetzt und aufbereitet. Der Vorteil einer Marketing-E-Mail liegt auf der Hand: Der Kunde wird direkt angesprochen. Doch bei der Vielzahl an Mails im Posteingang des Kunden muss man sich schon etwas besonderes einfallen lassen, damit die eigene Mitteilung sich von der Masse abhebt.

Klar: Auch das Design einer Marketing-E-Mail ist wichtig. Aber am Ende zählt immer das geschriebene Wort. Aus diesem Grund bilden häufig auch reine Text-Mails die Grundlage für äußerst erfolgreiche Kampagnen. Wenn Sie bei der Formulierung von E-Mails ein paar Tipps beherzigen, können Sie nichts falsch machen.

1. Der Betreff macht den ersten Eindruck

You never get a second chance to make a first impression – und bei einer E-Mail ist es der Betreff, der diesen ersten, entscheidenden Eindruck hinterlässt. Auf diese paar Wörter sollten Sie also besonders viel Mühe verwenden. Idealerweise sollte die Betreffzeile nicht mehr als 50 bis 60 Zeichen enthalten.

Hier ist Fantasie gefragt. Der Betreff der E-Mail darf den Adressaten keinesfalls kaltlassen. Setzen Sie sich bereits bei der Formulierung des Betreffs das Ziel, dass Ihre E-Mail aus der Vielzahl von Meldungen im Posteingang des Empfängers heraussticht. Ein guter Betreff in einer Marketing-E-Mail ist deshalb

  • verlockend,
  • verständlich
  • und ungewöhnlich.

Zugegeben: Das ist leicht gesagt. Deshalb dürfen Sie sich ruhig helfen lassen. Wenn es um originelle Ideen geht, fördern eine Umfrage unter Kollegen oder ein kleines Brainstorming oft erstaunlich gute Ideen zu Tage.

2. Kommen Sie sofort zur Sache!

Der Leser von heute hat keine Zeit. Das gilt auch für den Adressaten Ihrer Marketing-E-Mail. Er entscheidet innerhalb von Sekunden, ob er sich mit Ihrer Mitteilung näher beschäftigen will oder nicht. Sagen Sie dem Leser bereits ganz am Anfang worum es geht. Wenn Sie erst um den heißen Brei herumreden und möglicherweise falsche Hoffnungen wecken, haben Sie nichts gewonnen. Im Gegenteil: Der Adressat wird vielleicht aus lauter Verärgerung Ihre E-Mail-Adresse als Spam markieren. Dann ist ein potenzieller Kunde zunächst einmal verloren.

3. Kurze Sätze, einfache Sprache

Fasse dich kurz – ein altbewährtes Motto, das nichts von seiner Aktualität verloren hat. Versuchen Sie, auch komplizierte Sachverhalte möglichst einfach zu erzählen. Streichen Sie alles Unwichtige. Schreiben Sie kurze Sätze. In der Regel passt ein Gedanke in einen Satz. Bandwurmsätze erschweren dem Leser das Verständnis.

Denken Sie immer daran: Bei jeder unverständlichen Passage in einer E-Mail besteht die Gefahr, dass der Adressat aufhört weiterzulesen. Auch die E-Mail selbst sollte möglichst kurz gehalten sein. Beachten Sie bei jeder Marketing-E-Mail den gewünschten Ablauf:

  1. Der Adressat wird mit einem attraktiven Betreff dazu animiert, die Mail zu öffnen und zu lesen.
  2. Er liest den Text und erkennt für sich selbst einen persönlichen Mehrwert.
  3. Er klickt auf einen Link – somit ist das erste Ziel erreicht.

Dieses Ziel erreichen Sie nur, wenn der Adressat sofort versteht, worum es geht.

4. Content zählt – auch in E-Mails

Die Zeiten irreführender Werbung mit nebulösen Versprechungen sind schon lange vorbei. In einer Marketing-E-Mail kommt es deshalb darauf an, dem Kunden Inhalte (Content) zu bieten. Dieser Inhalt kann aus interessanten, neuen Informationen bestehen, es kann sich dabei aber auch um ein attraktives Angebot handeln. Das ist zum Beispiel ein persönlicher Rabatt. Der Adressat erkennt bereits in der E-Mail, dass diese für ihn einen persönlichen Nutzen hat.

Gerade bei Marketing-E-Mails ist es wichtig, dass der Adressat sofort diesen Mehrwert erkennt. Denken Sie immer daran, dass Ihr Kunde täglich eine Vielzahl von Nachrichten erhält. Der User filtert aus diesen Mails nur diejenigen heraus, die für ihn interessant sein können.

5. Du oder Sie? Eine Stilfrage

Briten und Amerikaner haben es gut. Sie kennen das Problem „Du oder Sie?” nicht. Aber im Deutschen kommt man um diese Frage nicht herum, wenn man den Adressaten persönlich ansprechen möchte. Und gerade die persönliche Ansprache ist in E-Mails so wichtig. Eine direkte Formulierung wie „Nutzen Sie unser Angebot!” ist dem unpersönlichen „Unsere Firma bietet …” immer vorzuziehen.

Bei der Entscheidung über die Form der Anrede kommt es auf die Gewohnheiten der Zielgruppe an. Je jünger Ihre Adressaten sind, umso eher erwarten diese, geduzt zu werden. Wenn es um Finanzen, Recht oder Versicherungen geht, wirkt dies jedoch unseriös.

Du oder Sie? Entscheiden Sie im Zweifel ruhig nach dem Bauchgefühl. Denn Sie kennen Ihre Zielgruppe am besten.

6. Auch bei E-Mails entscheidet der Duden

Eine noch so gut formulierte E-Mail ist wirkungslos, wenn sie Rechtschreibfehler enthält. Das fängt mit einem gut gemeinten „Herzlich Willkommen!” an und hört mit „Vielen Dank im voraus!” auf. Haben Sie die Fehler erkannt? Insbesondere dann, wenn ihr Unternehmen in irgendeiner Weise eine intellektuelle Dienstleistung erbringt, sind Rechtschreibfehler Gift für das Image.

Eine korrekte Orthografie ist nicht zuletzt auch ein Zeichen von Höflichkeit. Rechtschreibfehler – dazu zählen auch Flüchtigkeitsfehler – machen bestenfalls den Eindruck, dass man sich nicht viel Mühe gegeben hat. Das nimmt der Adressat persönlich. Im schlimmeren Fall erscheint eine schlecht geschriebene E-Mail als ein klares Indiz für Inkompetenz.

Zum Thema Orthografie drei wichtige Tipps:

  1. Lassen Sie Ihre E-Mail-Entwürfe auf Rechtschreib-, Zeichensetzungs- und Grammatikfehler überprüfen, am besten gleich von zwei Kollegen.
  2. Die automatische Rechtschreibprüfung in einem Textverarbeitungsprogramm entdeckt zwar viele, aber nicht alle Fehler. Sie ist aber gerade für versteckte Tippfehler unverzichtbar.
  3. Oft gibt es – insbesondere bei Fremdwörtern – mehrere zulässige Schreibweisen. Sehen Sie im Zweifel bei duden.de nach, welche Varianten zulässig sind. Entscheiden Sie sich für eine Variante.

7. Call to Action – der Schritt zur Konversion

Machen Sie es Ihrem Leser einfach – mit einem klaren Call-to-Action-Button. Idealerweise ist dieser Button aus sich heraus verständlich. Er ist deutlich sichtbar am Ende des Textes platziert. Er fällt auf. Eine kurze und prägnante Beschriftung zeigt dem User, was ihn nach einem Klick auf den Button erwartet. Vermeiden Sie also unklare Aufschriften wie „Hier klicken!”. Besser sind eindeutige Hinweise wie „10 % Rabatt einlösen” oder „Mehr Informationen zum Produkt”.

Wenn der User auf diesen Button klickt, hat die E-Mail ihr Ziel erreicht. Ein gut geschriebener, möglichst kurzer und verständlicher Text optimiert die Conversion Rate für Marketing-E-Mails entscheidend.