Google Shopping – was ist das und wie funktioniert es?

21.08.2018

Google Shopping

Google Shopping kennt jeder. Wer nach einem bestimmten Produkt googelt, findet neben oder über der gewohnten Ergebnisliste auffällige kleine Boxen mit Bildern, Preisen und Anbietern eben dieser gesuchten Produkte – ähnlich wie in einem Onlineshop. Aber Google Shopping selbst ist kein Onlineshop, sondern eine Werbemöglichkeit, die von der marktbeherrschenden Suchmaschine angeboten wird. Und es versteht sich von selbst, dass ambitionierte Shopbetreiber diese Option nutzen, um hohe Klickraten zu erzielen.

Was steckt hinter Google Shopping?

Google Shopping ist ein Teil von Adwords. Nur werden hier keine festgelegten Text- oder Bildanzeigen geschaltet. Vielmehr geben Shopbetreiber standardisierte Daten aus ihrem Online-Shop für Google frei. Diese Daten sind die Grundlage für die Produktboxen, in denen ein Produktbild, der Preis, Versandkosten und der Händlername gezeigt werden. Die Gestaltung der Boxen bestimmt Google.

Bezahlt wird im CPC-Auktionsverfahren (CPC = Cost per Click). Das heißt, dass der Shopbetreiber selbst festlegen kann, wie viel ihm ein Klick für bestimmte Suchanfragen wert ist. Das Prinzip ist recht einfach: Je höher geboten wird, umso bessere Chancen bestehen für das Angebot, an prominenter Stelle – also möglichst weit oben – platziert zu werden.

Was sind die Vorteile von Google Shopping?

Der wichtigste Vorteil dieses Systems ist natürlich klar: Google Shopping ist von Google. An der größten Suchmaschine kommt niemand vorbei, der im E-Commerce tätig ist. Die meisten potenziellen Käufer gehen bei der Produktsuche zuerst zu Google und geben dort ein Keyword ins Suchfeld ein. Und viele von ihnen benutzen bereits heute den Shopping-Tab direkt unter dem Suchfeld, der inzwischen genauso wichtig ist wie die Tabs Bilder, Maps und Videos. Wer die Gewohnheiten der Online-Shopper nicht beachtet, hat auf Dauer keine Überlebenschance im hart umkämpften Internet-Markt.

Google bietet sich mit Google Shopping als Marktplatz an – also nutzen Shopbetreiber diese Möglichkeit. Zu diesem Vorteil gehört auch der Ruf von Google als treffsichere Suchmaschine. Die User vertrauen Google. Was als Ergebnis einer Suchanfrage ganz oben erscheint, wirkt zunächst einmal allein durch die Platzierung seriös. Die Reputation von Google bewirkt hohe Klick- und Konversionsraten.

Für alle, die auf einem stark umkämpften Markt tätig sind, dürfte Google Shopping heute unverzichtbar sein. Für Nischenprodukte sieht dies anders aus. Denn bei zu wenigen Mitbewerbern werden Anzeigen oft nicht ausgespielt. Für spezielle Produkte ist deshalb eher eine Webseitenoptimierung hilfreich.

Wie funktioniert Google Shopping?

Ist das Produkt aus dem eigenen Online-Shop in der Ergebnisliste platziert, kostet dies den Shopbetreiber zunächst nichts. Bezahlt wird erst, wenn der User tatsächlich auf den Link klickt. Dieser Klick führt den potenziellen Käufer direkt in den Online-Shop. Mit dem weiteren Verlauf hat Google nichts mehr zu tun.

Die Kosten für Google Shopping hängen vom Wettbewerb ab. Mit 10 bis 15 Prozent Kosten pro Verkauf muss man allerdings rechnen. Um diesen Wert zu erreichen oder gar zu verbessern, kommt es natürlich auch auf die verkaufsfördernde Darstellung eines Produkts im Shop selbst an. Denn letztlich machen die User ihre Kaufentscheidung nicht nur vom Preis, sondern auch von dem Gesamteindruck eines Onlineshops abhängig.

Wie richtet man Google Shopping ein?

Um sich beim Merchant Center anzumelden, benötigt man lediglich ein Google-Konto sowie einen Adwords-Account. Die Anmeldung zum Merchant Center erfolgt auf merchants.google.com. Weitere Schritte:

  • Die Website-URL muss bestätigt und beansprucht werden. Hierfür stellt Google verschiedene Optionen zur Verfügung.
  • Das Merchant Center wird mit dem Adwords-Konto verknüpft.
  • Dann werden Produktdaten übergeben und für Google Shopping sowie andere Dienste verfügbar gemacht. Dies geschieht mit Feeds, die alle wichtigen Daten zum Produkt enthalten. Die Feeds müssen zunächst erstellt und anschließend hochgeladen werden.
  • Nach dem Erstellen und Hochladen des Feeds lassen sich in Adwords nach Belieben Anzeigenkampagnen erstellen.

Für Anfänger empfiehlt es sich, zunächst einmal Test-Feeds auszuprobieren. Auch hierfür stellt das Merchant Center eine Funktion zur Verfügung. Test-Feeds werden nicht veröffentlicht.

Wie optimiert man Google Shopping?

Um das Optimum aus Google Shopping herauszuholen und hohe Konversionsraten zu erzielen, muss man ein Gespür für das CPC-Verfahren entwickeln, das aus Adwords bekannt ist. Im Kampf um die besten Plätze bei den SERPs zählen aber nicht nur die CPC-Gebote. Google bewertet unter anderem auch die Qualität und Vollständigkeit der einzelnen Daten, beispielsweise der Produktbilder. Wer Google Shopping nutzt, sollte sich deshalb bei allen Details um Optimierungen bemühen. Das betrifft zum Beispiel:

  • Titel (hier empfiehlt es sich, alle 70 Zeichen voll auszunutzen),
  • Bildformate (am besten JPG, GIF, BMP, PNG oder TIF),
  • Produktaktualität (zum Beispiel ein korrekter Preis)
  • und schließlich die Übereinstimmung von Feed und Produkt-URL.

Tipp: Auf der Support-Seite des Google Merchant Centers sind alle Vorgaben übersichtlich aufgelistet. Wer sich an diese Vorgaben von Google hält, kann eigentlich nichts falsch machen.

Fazit

An Google Shopping kommen vor allem Shopbetreiber mit einer starken Konkurrenz nicht vorbei. In heiß umkämpften Branchen darf man den Platzhirsch unter den Suchmaschinen nicht ignorieren. Da die Einrichtung im Merchant Center selbst kostenfrei ist, gibt es eigentlich keinen Grund, dieses System nicht einmal selbst auszuprobieren. Wer sich mit Online-Shop-Systemen auskennt, wird auch bei der Erstellung von Google Shopping Feeds kaum Probleme haben.

 




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