Wettbewerbsbeobachtung im E-Commerce

18.09.2018

Wettbewerbsbeobachtung

Je mehr Konkurrenten sich in der gleichen Branche tummeln, desto wichtiger ist die Wettbewerbsbeobachtung für den Einzelnen. Anders gesagt: Ein weitgehend deckungsgleiches Produktangebot erfordert einen erhöhten Aufwand für die Konkurrenten-Analyse. Und diese Analyse basiert auf einer möglichst ständigen Nachforschung: Was machen die Mitbewerber? Nicht nur das Netz bietet Quellen für diese Informationen an.

Was man über die Konkurrenz wissen sollte

Weil sich immer mehr Händler für E-Commerce und damit für den Kanal mit den höchsten Umsatzsteigerungen entscheiden, wird die Konkurrenz im Web immer größer. Um im Wettbewerb zu bestehen, muss man sich Informationsvorteile beschaffen. Die wichtigsten Fragen sind:

  • Welche Konkurrenten bieten die gleichen Produkte oder Dienstleistungen an?
  • Auf welche Art und Weise werden die Angebote im Netz präsentiert?
  • Welche Preispolitik verfolgt die Konkurrenz?
  • Wie sehen Service-Leistungen, wie Bezahlung oder Lieferung aus?

Um stets up to date zu bleiben, darf man keine Trends verschlafen. Damit man über alle Entwicklungen im E-Commerce auf dem Laufenden ist, bieten sich verschiedene Quellen an, zum Beispiel

  • Pressemitteilungen und Messen,
  • Keyword- und Preisrecherchen bei Google,
  • Twitter, Facebook, Instagram und andere Social Media-Kanäle,
  • Web-Recherchen über die Crowd.

Die Klassiker: Messen und Pressemitteilungen

Branchenrelevante Messen sind ein altbewährtes Forum, das man nutzen sollte, um die neuesten Entwicklungen nicht zu verpassen. Das wussten Händler und Kaufleute schon vor Hunderten von Jahren. Aber auch im Zeitalter digitaler Netzwerke und Social Media ist das persönliche Gespräch durch nichts zu ersetzen.

Pressemitteilungen zählen ebenfalls zu den Informationsquellen, die schon seit langer Zeit genutzt werden. Um sich einen sofortigen Zugriff auf neueste Verlautbarungen relevanter Unternehmen zu verschaffen, bietet sich die entsprechende Einrichtung eines Google Alerts an.

Google hilft – auch bei der Wettbewerbsbeobachtung

Für alle Informationen darüber, was sich im Internet tut, ist Google heute die erste Adresse. Das gilt auch für die Wettbewerbsbeobachtung. Sehr aufschlussreich sind Keyword-Entwicklungen. Nach welchen Begriffen suchen die Kunden? Google Trends gibt Antworten. Die Popularität von Keywords im Lauf der Zeit lässt fundierte Rückschlüsse auf Trends zu. Diese Art der Marktbeobachtung mit Google zeigt zum Beispiel saisonale Entwicklungen auf, die sich für die eigene Verkaufsstrategie nutzen lassen.

Um vernünftige Margen für eigene Preise festzulegen, ist Google Shopping ein hervorragendes Tool für die Marketing-Analyse. Diese lässt auch Rückschlüsse darauf zu, welche Produkte sich wirklich gut verkaufen lassen. Ein Indiz dafür ist unter anderem der Umfang des Angebots und die Entwicklung der Preise.

Social Media verrät, was die Konkurrenz macht

Social-Media-Kanäle spielen in der Wettbewerbsbeobachtung eine große Rolle. Als Follower von Managern, Influencern, Kunden und Konkurrenten wird man über Twitter frühzeitig mit den neuesten Informationen versorgt. Die Gründe für diese Art der Informationsbeschaffung sind überzeugend:

  • Manager twittern häufig News aus ihren Branchen und sind damit eine gute Ergänzung zur Gewinnung von Informationen über Pressemitteilungen.
  • Influencer sind meist die Ersten, die neue Produkte testen – manchmal noch bevor diese auf den Markt kommen. Ihre Kommentare geben oft einen Fingerzeig darauf, welche neuen Leistungen bei den Kunden ankommen.
  • Die eigenen Konkurrenten geben immer wieder gern Interna über Tweets preis. Und wer zwischen den Zeilen lesen kann, bekommt frühzeitig eine Ahnung von strategischen Entwicklungen, die sich bei der Konkurrenz abzeichnen.
  • Konsumenten posten häufig und gerne ihre Kommentare zu Unternehmen, deren Produkten und Kampagnen über diverse Social Media Kanäle. Hier kann man über Sentiment-Analysen sehr gut die Stimmungen und Meinungen der Konsumenten zur Konkurrenz einfangen und für sich auswerten.

clickworker bietet Sentiment-Analysen als Dienstleistung an. Informieren Sie sich über die Einzelheiten!

Um die Beobachtung von Tweets und Facebook-Posts leichter zu machen, gibt es Social Media Monitoring Tools. Diese helfen unter anderem dabei, wertvolle Beziehungen zu Kunden auf- und auszubauen, Inhalte im Voraus zu planen sowie Influencer zu finden, die zum Erfolg des eigenen Angebots beitragen können. Diese Tools sammeln wichtige Daten für die Marktanalyse und zeigen Trends auf.

Tools für die Wettbewerbsbeobachtung

Spezielle Online-Tools ermöglichen es, die Backlink-Struktur konkurrierender Unternehmen genau unter die Lupe zu nehmen. Andere Programme geben bei Website-Veränderungen von Konkurrenten sofortige Benachrichtigungen heraus. Auch eine automatische Anpassung der eigenen Preise an die Web-Entwicklung ist möglich. Diese basieren auf sogenannten Repricing-Algorithmen, die auf der Grundlage von Preisentwicklungen und individuell festgelegter Gewinnspannen funktionieren.

Inzwischen bieten Online-Dienstleister Wettbewerbsbeobachtung auch als Service-Pakete an. Auf der Basis von Big Data liefern diese ihren Kunden strukturierte Berichte sowie aktuelle Benachrichtigungen nach individuellen Kriterien. Eilmeldungen können als Frühwarnsystem genutzt werden.

Marktforschung mit der Crowd

Für die Wettbewerbsbeobachtung im E-Commerce gilt: Je umfangreicher die Datenbasis, desto verlässlicher ist die Wettbewerbsanalyse. Belastbare Daten sind vor allem in der Wettbewerbsbeobachtung unverzichtbar. Denn die Analyse von Entwicklungen und Strategien der Wettbewerber anhand von zu kleinen Datenproben kann zu schwerwiegenden Fehlentscheidungen führen.

Eine günstige, schnelle und zuverlässige Methode der Datengewinnung ist Crowdworking. Die Bearbeitung einer Fülle von gleichartigen Microjobs erzeugt innerhalb kurzer Zeit eine große Menge an wertvollen Informationen. Clickworker recherchieren zum Beispiel in konkurrierenden Online-Shops nach Preisen, neuen Formen der Produktdarstellung und anderen produktspezifischen Daten.

Informieren Sie sich über den Service „Wettbewerbsbeobachtung“ von clickworker.

Auch für die Recherche von Informationen zu Konkurrenzprodukten im stationären Handel kann die Crowd (regional, bundes- oder auch weltweit) zielgerichtet eingesetzt werden. Nach zuverlässigen Kriterien ausgewählte Clickworker dokumentieren und fotografieren beispielsweise Produktregale, Preisschilder oder Promotionaktionen in Läden von Konkurrenzunternehmen und analysieren die so gewonnen Daten. Als Unternehmen erhält man auf diese Weise sehr schnell einen Überblick über die Situation am Point of Sale.

clickworker bietet flächendeckende Kontrollen am Point of Sale. Erfahren Sie mehr über den Service „Customer Insights – Point of Sale Marketing“ von clickworker.

Fazit

Welche neuen Produkte werden erforscht, entwickelt oder sind bereits auf dem Markt eingeführt worden? In welche Richtungen expandiert der Wettbewerb? Mit welchen neuen Marketingaktivitäten bewerben die Konkurrenten ihre Produkte? All dies lässt sich nur erfahren, wenn man beobachtet, was die Konkurrenten tun. An strukturierter Wettbewerbsbeobachtung im E-Commerce kommt kein Unternehmen vorbei, das mit anderen Wettbewerbern in der gleichen Branche konkurriert. Wer den Markt im Blick hat, ist vor unangenehmen Überraschungen geschützt.

Übrigens: Wettbewerbsbeobachtung führt oft auch zu neuen Ideen. Man muss Maßnahmen der Konkurrenz nicht gleich imitieren, man darf sich aber durchaus inspirieren lassen.