KI-Lösungen für den E-Commerce

30.04.2019

KI für E-Commerce

Künstliche Intelligenz im E-Commerce ist mehr als nur ein Hype. Entwicklungen, die heute teilweise noch in den Kinderschuhen stecken, sind in kurzer Zeit wahrscheinlich schon Standard. Die Erfolge sind messbar und sprechen für sich. Doch wie profitiert man von KI im E-Commerce? Vor allem, indem man über die Trends der KI-Lösungen für den E-Commerce auf dem Laufenden bleibt und den Anschluss nicht verpasst.

KI wird anwenderfreundlich

Im Wesentlichen haben drei Aspekte zum Siegeszug der Künstlichen Intelligenz beigetragen:

  • Deutlich gestiegene Rechenleistungen,
  • immer größere Datenmengen
  • und ein gestiegenes Angebot an KI-Plattformen und Softwares.

Besonders der dritte Punkt ist für den E-Commerce interessant. Anwenderfreundliche Software, die auf KI basiert, ist leicht zu implementieren und zeigt schnell verblüffende Erfolge. Um Entwicklungen zu analysieren und für das eigene Unternehmen nutzbar zu machen, muss man heute kein Mathematiker mehr sein. Denn anschauliche Grafiken machen Trends sofort sichtbar und verständlich.

So erfährt man schnell, welche Zusammenhänge im eigenen Online-Shop signifikant sind: Bewegen sich die Kunden, die von Kanal A kommen, anders als die Kunden von Kanal B? Welche Keywords stehen mit Änderungen der Customer Journey im eigenen Online-Shop in Zusammenhang? Welche Kundengruppe reagiert positiv auf ganz bestimmte Angebote? Gute KI-Software liefert nicht nur Fakten, sondern gibt auch Handlungstipps und führt diese auf Wunsch sogar automatisch aus.

Sucheingaben als Futter für KI

Das Suchfeld ist ein Must-Have jedes Online-Shops. Aber es erleichtert dem Besucher nicht nur das Surfen auf der Website. Das kleine Textfeld gibt auch Antworten auf weitere Fragen. Die beliebtesten Suchanfragen lassen sich natürlich auch leicht ohne KI feststellen. Künstliche Intelligenz macht es aber möglich, aus diesen Sucheingaben wertvolle Erkenntnisse zu ziehen. Und das ist vor allem die Absicht, die hinter einer Sucheingabe steht. Diese Absicht lässt sich immer genauer erkunden. Wertvolle Hinweise gibt der Kontext der Suche im Zusammenspiel mit dem sonstigen User-Verhalten. Im Ergebnis werden auch die Antworten auf Suchanfragen immer treffender. Dadurch sinkt die Abbruchrate signifikant. Der potenzielle Kunde bleibt auf der Seite und ist weiterhin bereit für eine Konversion.

Neue Verknüpfungen machen die Vorhersagen des User-Verhaltens dabei immer genauer. Maschinelles Lernen arbeitet nach dem Prinzip von Trial and Error und gewinnt dadurch laufend neue Erkenntnisse. Die Trefferquoten werden ständig besser. Schritt für Schritt optimieren sich die Algorithmen der Software – gleichzeitig steigen die Conversion Rates.

Tipp:
Zur Optimierung der Suchfunktion auf Ihrer Websiten bietet clickworker Ihnen den Service “Suchrelevanz“.
Clickworker schauen sich zahlreiche Ergebnisse aus Ihrer Suchfunktion an und bewerten diese hinsichtlich ihrer Relevanz zum Suchbegriff. Über die Integration dieser Daten im Algorithmus wird Ihre Suchfunktion wesentlich verbessert.

Personalisierte Landingpages

Künstliche Intelligenz kann aber noch viel mehr. So entwerfen auf KI beruhende Systeme etwa personalisierte Landingpages. Dabei wird der Kunde nicht nur direkt angesprochen („Hallo Herr Mustermann!”) – auch der Inhalt trifft genau auf die Bedürfnisse des Kunden. Als Basis für das individuelle Ausfüllen von Landingpage-Templates dient unter anderem das Surf-Verhalten des Nutzers – angereichert mit Erfahrungswerten auf der Basis von Big Data.

Ein Beispiel:

  • Wer sich für Produkt X interessiert, kauft häufig auch Produkt Y oder Z.
  • Auf der Grundlage dieser Erfahrungen werden Angebote individuell ausgewählt und in die richtige Reihenfolge gebracht.

Eine personalisierte Landingpage ist ideal für zeitlich begrenzte Angebote. Weil der Inhalt einer Landingpage hier mit hoher Wahrscheinlichkeit genau auf die Bedürfnisse des Adressaten trifft, sind die Conversion Rates überdurchschnittlich hoch.

Propensity-Modellierung

Ein neues Stichwort im Marketing heißt Propensity-Modellierung (propensity = Neigung). Künstliche Intelligenz erfasst damit nicht nur die Bereitschaft des potenziellen Kunden für einen Kauf. Sie nutzt sogar den richtigen Moment aus, um einen Kauf anzustoßen.

Ein einfaches Beispiel für Propensity-Modellierung:

Eigenschaften wie

  • Familienvater,
  • Geburtstag des Kindes
  • und bisherige Käufe für das Kind

können im Zusammenspiel mit Uhrzeit und Datum (sogar mit dem Gerät, von dem aus der Vater gerade die Seite abruft) für effektive Anreize sorgen. Diese Anreize können auf jeder Stufe des digitalen Einkaufserlebnisses eingesetzt werden:

  • Bei der Generierung einer individuellen Landingpage,
  • für den besten Zeitpunkt des Newsletter-Versands,
  • als zusätzliches Extra-Angebot kurz vor dem Abschluss des Kaufprozesses.

Das Beispiel macht deutlich, wie umfangreich die Möglichkeiten von KI sind. Außerdem zeigt sich, dass KI der Fantasie keine Grenzen setzt. Im Gegenteil: Innovative Marketing-Modelle gründen sich oft auf Erkenntnissen, die erst durch Künstliche Intelligenz gewonnen wurden.

KI in bestehende Prozesse integrieren

Aber wie integriert man KI in die laufenden Marketingprozesse? Der alte Grundsatz, sich nach den Interessen der Kunden zu richten, ändert sich durch Künstliche Intelligenz nicht. Der Unterschied besteht allein darin, dass die Kundenwünsche jetzt auf einer soliden und nachprüfbaren Basis transparent werden. Fakten treten an die Stelle von Vermutungen und neue Marketing-Ideen lassen sich in Echtzeit überprüfen.

Empfehlenswert ist eine langsame Integration von KI als zusätzlicher Informationsquelle in bestehende Prozesse. Die Effektivität von KI-Lösungen für den E-Commerce wird dabei schnell überzeugen – und deshalb nach und nach in immer mehr Aspekten des Marketings eingesetzt werden. Wer sich jetzt schon damit befasst, profitiert langfristig von einem Informationsvorsprung.

Fazit

Keine Frage: Künstliche Intelligenz wird die Spielregeln im E-Commerce ändern. Wer heute schon beginnt, sich mit den Möglichkeiten von Machine Learning und Artificial Intelligence für sein Geschäft zu befassen, bewahrt sich den Anschluss an die Zukunft. Wie der E-Commerce in 10 Jahren aussehen wird, weiß natürlich niemand. Aber sicher ist: KI wird hierbei eine große, wahrscheinlich sogar die entscheidende Rolle spielen.

 




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