Mit Fotos, Grafiken und Videos besser bei Google ranken

23.10.2019

bei Google ranken

Gute Texte sind wichtig für die Auffindbarkeit bei Google, aber Content in anderen Formaten darf dabei nicht auf der Strecke bleiben. Content in Form von Bildern und Videos z.B. sind wichtiger für Ihre Website, als Sie es vermutlich ahnen.

Was machen Bilder mit uns?

Schneller als jeder Text wirken Bilder, denn unser Auge erfasst sie sofort. Damit lösen sie eine unmittelbare Reaktion aus und schaffen Emotionen. Außerdem stellen Infografiken, Fotos oder Videos schwer zu beschreibende Dinge anschaulich dar. Nicht umsonst heißt es: Ein Bild sagt mehr als 1000 Worte.

Ebenfalls interessant: Laut SEJ (Search Enginge Journal) erinnern sich Webseitenbesucher nur zu 20 Prozent an das, was sie gelesen haben, sie erinnern sich jedoch zu 80 Prozent an das, was sie als Bild oder Grafik sahen.

Darüber hinaus lockern Bilder lange Texte auch rein optisch auf. Sie lenken sogar die Aufmerksamkeit auf bestimmte Textabschnitte. Bestimmt haben Sie das bei sich selbst auch schon erlebt. Sie lesen bei einem langen Text eher den Abschnitt neben bzw. unter dem Bild und die Bildunterschrift sowieso.

Zu guter Letzt sorgen Bilder für Vertrauen in den Text. Lesen Sie etwa eine Reisereportage, dann haben Sie mehr Vertrauen zum Inhalt, wenn die Autorin oder der Autor Fotos im Artikel zeigt.

7 Gründe für den Einsatz von Bildern auf Webseiten:

  1. Sofort erfassbar
  2. Unmittelbare Gefühlsreaktion
  3. Bleiben im Gedächtnis haften
  4. Anschaulichkeit
  5. Auflockerung
  6. Blicksteuerung
  7. Vertrauen schaffen

Texte mit Bildern werden 3 Mal öfter geteilt

Noah Kagan zeigt in seinem Artikel „How to Create Viral Content: 10 Insights from 100 Million Articles“, dass Facebook-Posts mit einem Bild fast dreimal häufiger geteilt werden als reine Texte. Auf Twitter verdoppeln sich die Reaktionen auf Tweets, wenn dieser ein Bild enthält.

Auch aus SEO-Sicht sind diese Fakten interessant. Die Suchmaschine Google bewertet unter anderem die Interaktion, die eine Webseite auslöst, etwa durch Backlinks. Diese sog. Social-Signals fließen u.a. mit in die Bewertungskriterien anhand derer Google die Relevanz einer Internetpräsenz einstuft.
Kurz: Wer auf seiner Website Bilder einsetzt, erhöht die Chance, dass die Inhalte geteilt und über das Internet weiter verbreitet werden, wodurch Google diese als relevant für die User und damit positiv einstuft.

Mehr zum Thema Social-Signals und ihren Einfluss auf das Google-Ranking erfahren Sie in diesem Post.

Bildersuche nicht unterschätzen

Weiterhin nutzen sehr viele Menschen Google als Bildersuchmaschine. Wie sieht nochmal ein VW e-Golf aus? Auf Google Bilder gesucht und nachgeschaut. Die Bilder im Suchergebnis führen dann zumeist direkt zu passenden Verkaufsstellen, die dieses Auto anbieten.

Vorsicht: Foto ist nicht gleich Foto

Leider ist es nicht so, dass es genügt, jeden Artikel auf Ihrer Internetpräsenz mit einem Stockfoto zu verschönern. Stockfotos können nämlich von allen genutzt werden. Sie finden sich deshalb meist auf diversen Webseiten im WorldWideWeb wieder. Aber wie beim Text-Content gilt auch beim Bild-Content: Einzigartigkeit zählt!

Nehmen Sie oder Ihre Mitarbeiter deshalb selbst die Kamera in die Hand und fotografieren Sie beispielsweise selber das Produkt, das Sie im Blog vorstellen möchten. Gerade wenn man den Bildern ansieht, dass sie nicht gestellt und wie vom Profifotografen gemacht aussehen, erhöht das die Glaubwürdigkeit des Beitrags. Natürlich sollten trotzdem Schärfe und Belichtung stimmen und die wichtigen Details gut zu erkennen sein.

An die technischen Details denken

Um Fotos und Videos für Suchmaschinen zu optimieren, müssen diese auch im Code der jeweiligen Webseite korrekt eingebunden werden. Extrem wichtig ist beispielsweise das Setzen eines aussagekräftigen Title-Tags (zeigt Informationen zum Bild an, wenn der User mit dem Cursor über das Bild fährt, dem sog. Mouseover). Der sogenannte Alt-Tag (Alternativtext – kurze Beschreibung des nicht geladenen Bildes) darf ebenfalls nicht vergessen werden. In WordPress können Sie zudem eine Description / eine ausführliche Bildbeschreibung hinzufügen. Nicht zuletzt sollte zu jedem Bild eine aussagekräftige Bildunterschrift gesetzt werden. Diese wird sehr gerne von Webseitenbesuchern gelesen und hilft auch Google, den Kontext von Bild zu Webseiteninhalt korrekt zu verstehen und einzuordnen.
Beim Bearbeiten und Speichern von Bildern und Videos ist es wichtig, eine optimale Qualität bei kleinstmöglichen Dateigrößen zu erhalten. Denken Sie daran, dass Google – vor allem bei mobilen Webseiten – auf schnelle Ladezeiten als Rankingfaktor setzt. Sind die Fotos mehrere Megabyte groß, dauert das Laden ewig.

Tools und Tipps

Ein tolles Tool, um schnell und ohne Qualitätsverlust große Bilddateien auf eine kleine Größe zu bringen, ist: tiny png.
Weitere Tipps und Tricks rundum das Thema Bilder & SEO finden Sie im Artikel: Bilder-SEO: 11 Tipps für ein gutes Ranking in der Google Bildersuche

Grafiken nicht vergessen

Neben Fotos sind Grafiken ein wichtiger Content, der Blicke auf sich zieht und User zum Weiterleiten und Teilen verleitet. Gerade Info-Grafiken bringen zusätzlichen Mehrwert für Ihre Nutzer und stehen damit auch bei Google hoch im Kurs. Das kann etwa die grafische Auswertung einer Statistik sein oder die schematische Übersicht einer Fertigungsstrecke für Ihr neues Produkt.

7 Tools, um Diagramme und Info-Grafiken kinderleicht zu erstellen

  1. Excel macht aus langweiligen Tabellen tolle Diagramme. Achten Sie nur darauf, dass die grafische Auswertung nachvollziehbar ist. Wie sie Diagramme erstellen, zeigt Ihnen Microsoft in diesem Video.
  2. Diagrammerstellen.de ist eine schnell zu verstehende Online-Lösung, um Diagramme kostenlos online zu erstellen.
  3. Mit Pixton können Sie per Klick Comicstrips erstellen und so auf unterhaltsame Art Informationen präsentieren.
  4. Das Online-Tool Canva erlaubt es Ihnen, Prozessabläufe in eine grafische Form zu bringen. Außerdem können Sie mit Canva Poster, Einladungen, Instagram-Posts und vieles mehr mit wenigen Klicks zusammenbauen.
  5. Grafische Wortwolken machen aus langweiligen Aufzählungen faszinierende Blickpunkte. Probieren Sie es einfach aus, das geht beispielsweise auf Wortwolken.com.
  6. Um eine kleine Präsentation in der Art von PowerPoint auf Ihre Webseite einzubinden, können Sie Google Präsentationen nutzen. Unter „Datei“ finden Sie dazu den Befehl „Im Web veröffentlichen“. Damit können Sie Ihre Präsentation beispielsweise ganz einfach in einem Artikel einbetten.
  7. Flussdiagramme und Mindmaps sind ebenfalls von Nutzern gern gesehene Grafiken. Sie bauen diese sehr schnell und anschaulich mit visme.

Video-SEO

Videos sind für Webseiten wichtig, da sie die Verweildauer auf einer Seite erhöhen. Ein Text wird oft nur überflogen und nach relevanten Stichworten abgesucht. Bei einem Video nimmt sich ihr Besucher hingegen die zwei, drei Minuten Zeit und schaut es sich an. Da eine lange Verweildauer auf einer Seite auch ein positiver Rankingfaktor für Google ist, sind Videos wichtig.

Außerdem können viele Prozesse in bewegten Bildern einfacher dargestellt werden als in einer statischen Grafik. Ihren Webseitenbesuchern gefällt das und sie empfehlen Ihr Video weiter. Idealerweise wird Ihr Video auch auf anderen Seiten angezeigt und bringt Ihnen somit gute Backlinks.

Zu guter Letzt haben Videos natürlich auch einen Unterhaltungsfaktor – wenn Sie entsprechend gut gemacht sind. Internetnutzer besuchen Ihre Webseite öfter, einfach um zu sehen, was es Neues gibt.

Mehr Informationen zum Thema Video und SEO

Video und SEO sind ein komplexes Thema, was wir deshalb an dieser Stelle nicht ausführen können. Im Artikel „Wie Online-Videos das SEO deiner Website beeinflussen“ sind aber alle wichtigen Punkte zusammengestellt.

Tipps, um Videos zu erstellen

Im Artikel „50 bewährte Tipps von den Profis für bessere Videos“ von TechSmith finden Sie eine tolle und einfach zu verstehende Zusammenfassung der wichtigsten Tipps zur Erstellung von guten Videos. Wenn Sie diese beachten, dann erstellen Sie Videos, die Ihre User lieben und im Internet weiter verteilen werden.

Wichtig! Videos sind kein Allheilmittel

Videos sollten Sie nur dann einsetzen, wenn sie auf der jeweilig eingesetzten Webseite Sinn machen und den Usern einen Mehrwert bieten. Bitte „müllen“ Sie Ihre Seite nicht mit irrelevanten und schlechten Videos zu, frei nach dem Motto: Viel bringt viel. Ihre User und damit auch Google werden dem schnell gewahr und ignorieren Ihre Seite.

Es gibt einige Portale im Netz, die selbst zur unbedeutendsten Sache ein Video erstellen, was keinerlei Relevanz hat und den Besuchern nur Zeit stiehlt. Das nervt sie und sie überlegen es sich zweimal, ob sie diese Seite nochmal ansteuern.

Zusammenfassung Bilder, Grafiken und Videos unter SEO-Sicht

Fotos, Diagramme oder kurze Filmbeiträge werten in mehrfacher Hinsicht Ihre Webseite und deren Artikel auf. Sie sorgen für:

  1. Lange Verweildauer
  2. Hohe Chancen auf Backlinks und Empfehlungen in sozialen Netzwerken
  3. Gute Verständlichkeit komplexer Themen
  4. Optische Auflockerung
  5. Hohe Glaubwürdigkeit
  6. Webseite bleibt länger in Erinnerung
  7. Hohe Wiederkehrrate

Das sind alles Faktoren, die auch Google positiv bewertet. Denken Sie also bei der Content-Planung immer an den Einsatz von guten Fotos, Grafiken und Videos auf Ihrer Website.

 

Dieser Artikel wurde am 23.October 2019 von Thomas geschrieben.

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von: Thomas K.

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