SEO-Mythen : Die 7 häufigsten Irrtümer

06.11.2019

SEO-Mythen

Meta-Tags sind out, Keywords sind nutzlos, Likes wirken SEO-Wunder, … und schließlich: SEO ist tot. Um kaum einen Begriff aus dem World Wide Web ranken sich so viele Mythen wie um SEO. Das ist kein Wunder, denn fast jeder, der im Netz tätig ist, beschäftigt sich in irgendeiner Art und Weise mit Suchmaschinenoptimierung. Was ist also dran an den SEO-Mythen? Sieben Irrtümer halten sich hartnäckig.

Mythos 1: Meta-Tags sind nutzlos

In den guten alten Zeiten war SEO recht einfach. Man befüllte einfach das Meta-Tag Keywords mit genau den Suchbegriffen, für die man bei Google (und damals noch bei Yahoo) ranken wollte. Und das klappte auch zum Teil. Die Meta-Keywords werden heute jedoch kaum noch von den Suchmaschinen beachtet. Denn dieses Tag machte SEO zum Kinderspiel. Und deshalb hört man immer wieder den allgemeinen Hinweis auf die Nutzlosigkeit von Meta-Tags.

Aber das ist nicht die ganze Wahrheit. Sie gilt nämlich nicht für mindestens zwei andere Tags:

  • den Meta-Tag Title,
  • und den Meta-Tag Description.

Die Inhalte dieser Meta-Angaben benutzt Google für die Snippets. Das sind die Überschrift und die Kurzbeschreibung des Seiteninhalts auf Googles Ergebnisliste. Wer sich dabei Mühe gibt, hat gute Chancen auf mehr Klicks, die wiederum SEO-relevant sind. Denn das Snippet ist der erste Eindruck, den die Webseite auf die meisten User macht.

Mythos 2: Keywords sind unwichtig

Auch dieses Gerücht hört man immer wieder: Dass es für Google nicht mehr auf die Keywords ankomme. Oft resultiert dieser Irrtum aus einer Verwechslung: Es stimmt in der Tat, dass die Keywords im gleichnamigen Meta-Tag kaum eine SEO-Wirkung haben. Das gilt allerdings nicht für den Text einer Website, also die Verteilung von Keywords, Synonymen und Begriffen aus dem thematischen Umfeld.

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Wenn diese Schlüsselbegriffe in Überschriften, Absätzen, Listen und Tabellen gut verteilt sind, wird dies auch von den Google-Algorithmen honoriert. Denn eine Maschine kommt um diese Keywords nicht herum, wenn sie die Bedeutung eines Textes erfassen soll. Zu viele Keywords sind natürlich verdächtig. Google wertet dies als Spam – mit der Folge dramatischer Ranking-Verluste.

Mythos 3: Ich brauche kein SEO – ich habe ein CMS

Content Management Systeme erstellen automatisch suchmaschinenoptimierte Websites? Das ist leider falsch. Die Ergebnisse von WordPress, Typo3 und Co. sind zwar gut für Suchmaschinen lesbar. Gerade bei Meta-Tags zeigen sich aber oft Unzulänglichkeiten. Für den Erfolg bei Google reicht ein CMS in der Werksversion meist nicht aus.

Wer mit Content Management Systemen arbeitet, sollte deshalb auf SEO-Plugins achten. Außerdem ist zu beachten, dass sich zu viele überflüssige Funktionen und Design-Elemente negativ auf die Ladezeit auswirken. Im Zweifel kommt man nicht darum herum, den Quelltext mit den Augen eines HTML-Experten zu analysieren.

Mythos 4: Einmal optimiert – immer optimiert

Seite optimiert – fertig? Leider nein. Eine einmalige Anpassung an die Erfordernisse der Suchmaschinen reicht nicht aus. Denn SEO ist ein dynamischer Prozess. Nachhaltige Erfolge lassen sich im Web nur dann erzielen, wenn die Entwicklungen des Google-Algorithmus ständig beobachtet werden.

Hier ein kleiner, bei weitem nicht umfassender Überblick über die Google-Updates der letzten Jahre:

  • Penguin (2012): Neueinstufung über-optimierter Seiten.
  • Hummingbird (2013): Verbesserte Erfassung der Verbindung zwischen Wörtern einer Suchanfrage.
  • Mobile-Friendly (2015): Mobiltauglichkeit wird offizieller Ranking-Faktor.
  • Fred (2017): Rankingverluste für Thin Content, einseitig auf Monetarisierung eingestellte Websites und Sites mit eingeschränkter Nutzerfreundlichkeit.
  • Core (2018/2019): Updates mit unklaren konkreten Zielen. Google setzt verstärkt auf selbstlernende Algorithmen zur Bewertung von Websites.

Google lässt sich nur ungern in die Karten schauen, wenn es um die Bewertungsgrundlagen der Algorithmus-Updates geht. Und gerade hier setzt SEO ein. Oft stellt sich erst nach eingehender Analyse der betroffenen Seite heraus, welche Ideen hinter den Erneuerung stehen.

Mythos 5: Je mehr Backlinks, desto besser

Wer mehr Links auf die eigene Seite ziehen kann, hat auch bei Google die Nase vorn. Dieser Mythos hält sich hartnäckig – und wird vor allem von zweifelhaften SEO-Dienstleistern propagiert. Diese verdienen viel Geld mit gekauften Links als vermeintliche Wundermittel für das Google-Ranking. In den Urzeiten des Webs mag das geklappt haben. Heute entscheidet allerdings nicht mehr nur die Anzahl, sondern vor allem die Qualität eingehender Links über die Positionen bei Google.

Klar: Google hat mit der Pagerank-Berechnung auf der Basis von Verlinkungen die Grundlage für seinen weltweiten Erfolg gelegt. Nach wie vor sind Links auf die eigene Seite ein Qualitäts- und Vertrauenssignal. Aber eben nur dann, wenn die Verlinkung selbst relevant ist und „ehrlich“ wirkt. Wer es mit dem Link-Kauf übertreibt, landet schnell im Spam-Keller von Google: Auf den hintersten Ergebnisseiten.

Mythos 6: Likes sind SEO-relevant

Im Online-Marketing geht heute nichts mehr ohne Social Media. Wer in den sozialen Netzwerken nicht präsent ist, ist es auch nicht auf dem Markt. Seit Langem wird in der SEO-Szene diskutiert, ob Google Social Signals (zum Beispiel die Anzahl von Likes) als Kriterium für seine Ergebnislisten nutzt. Gegen diesen Mythos sprechen drei überzeugende Argumente:

  1. Google hat auf viele Facebook-Daten keinen Zugriff.
  2. Google kann sich nicht auf die Qualität dieser Social Signals verlassen.
  3. Und schließlich hat auch Google selbst wiederholt dementiert, Likes und Shares in seine Bewertung einfließen zu lassen.

Übrigens: Dieser Mythos beruht vor allem auf einer Verwechslung zwischen Kausalität und Korrelation. Klar ist: Eine beliebte Site hat natürlich mehr Likes als eine unbeliebte Website. Popularität hat wiederum sehr viele Effekte, die unzweifelhaft SEO-relevant sind. Aber das ändert nichts daran, dass zwischen Likes und der Position bei Google kein ursächlicher, sondern nur ein statistischer Zusammenhang besteht.

Mythos 7: SEO ist tot

Vergesst SEO – SEO ist tot. Diesen Ausruf hört man hier und da immer wieder. Allerdings ohne große Resonanz. Und das zu Recht. Denn so lange es Suchmaschinen gibt, wird es auch SEO geben. Das Gerücht, SEO sei tot, gehört wohl zu den ältesten Mythen des Internets. Es wurde übrigens schon zu einem Zeitpunkt verbreitet, als Suchmaschinenoptimierung erst in den Kinderschuhen steckte.

Um diesen Mythos zu widerlegen, genügt schon ein einziges Argument: Die beliebteste Startseite im Internet ist und bleibt Google. Seit Jahrzehnten ist die Aufmachung dieser Seite unverändert spartanisch: Der Schriftzug „Google“ und ein Suchfeld. Der User gibt einen Begriff ein und in der Mehrzahl der Fälle wird er einen organischen Treffer auf der ersten Seite auswählen. Wer Erfolg im Netz haben möchte, muss sich bemühen, auf dieser wichtigen Liste möglichst weit oben zu stehen. Und genau das ist eben SEO.

Fazit zu SEO-Mythen

Auch für SEO gilt: Totgesagte leben länger. SEO ist heute genauso wichtig wie vor 10 oder 20 Jahren. Wer allerdings bei SEO nicht auf dem Laufenden bleibt, verliert schnell gute Positionen. Und dazu gehört auch, Irrtümer als solche zu erkennen.

 

Dieser Artikel wurde am 06.November 2019 von Jan Knupper geschrieben.

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von: Jan Knupper

Jan Knupper ist freier Autor und schreibt für Clickworker




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