Wer macht’s besser? SEO-Konkurrenzanalyse

13.12.2019

SEO-Konkurrenzanalyse

Die Wettbewerbsanalyse ist im Marketing selbstverständlich. Je wichtiger die Suchmaschinenoptimierung wird, desto entscheidender wird auch die Frage, welche SEO-Strategien die Konkurrenz anwendet. So verpasst der Website-Betreiber keine neuen Entwicklungen und hält den Anschluss. Aber wie sieht SEO-Konkurrenzanalyse in der Praxis aus?

Wer nicht mehr weiterweiß, schreibt einfach ab. Das hat schon in der Schule geklappt. Und wie sieht es bei SEO aus? Warum rankt die eigene Seite schlecht, während die Webpräsenz der Konkurrenz für die einschlägigen Keywords bei Google ganz oben steht? Dreistes Kopieren ist im Netz wesentlich riskanter als in der Schule. Denn Google reagiert auf Duplicate Content mit der Höchststrafe: dem Abstieg auf die untersten Plätze. Und außerdem kann man sich – im Gegensatz zur Schule – bei Google 100-prozentig sicher sein, erwischt zu werden. Doch es gibt auch andere Möglichkeiten, von den Mitbewerber zu lernen: mit intelligenter SEO Konkurrenzanalyse.

Wer sind die Mitbewerber?

Wer kämpft um dieselben Keywords? Dies herauszufinden ist relativ einfach. Um die wichtigsten Mitbewerber zu entdecken, reicht eine simple Google-Suche. Dafür muss man natürlich wissen, in welcher Nische man tätig ist und welche Keywords in dieser Nische besonders wichtig sind.

Tipp:
Für diese Suche ist der Inkognito-Modus von Chrom besonders hilfreich. Denn hier werden die Suchergebnisse nicht von früheren eigenen Eingaben beeinflusst. Das Ergebnis ist vergleichsweise objektiv.

Spezielle SEO-Tools sind ebenfalls hilfreich, um die gemeinsamen Top-Rankings für die wichtigsten Keywords herausstellen. Für diesen Zweck eignen sich vor allem WDF*IDF-Tools, die für einen bestimmten Begriff die Wörter aufzeigen, die überdurchschnittlich häufig gemeinsam auftauchen. Mit diesem Verfahren entdeckt man schnell neue Keywords, an die man vorher nie gedacht hätte.

So entwickelt sich schnell eine Liste der größten Konkurrenten. Diese Liste sollte man im Zweifel etwas kürzen, um die Übersicht zu behalten. Dann macht man sich an die Arbeit, Unterschiede und Gemeinsamkeiten herauszufinden. Der erste oberflächliche Blick ist dabei besonders wichtig.

Welche Produkte bietet die Konkurrenz an? Zu welchen Preisen? Wie sind deren Websites strukturiert? Wie ist die Usability?
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Der erste Eindruck zählt

Wie steht es um das Webdesign der Konkurrenten im Vergleich zum eigenen Internetauftritt? Hier entscheidet vor allem der erste, ganz spontane Eindruck. Wenn die eigene Site im Vergleich zu den Mitbewerbern überholt erscheint, besteht Handlungsbedarf. Was vor einem oder zwei Jahren noch state of the art war, wirkt heute oft schon antiquiert.

  • Der wichtigste Punkt: Versteht ein neuer Besucher bereits auf den ersten Blick, wo er klicken muss, um eine gewünschte Information zu erhalten?
  • Je besser dies funktioniert, umso niedriger ist die Absprungrate – und das ist ein entscheidender Rankingfaktor.

Es geht also um Inhalte und um die Verpackung. Das ist eigentlich nichts Neues, aber gerade der Vergleich mit den Konkurrenten bringt oft neue Erkenntnisse zum Vorschein. Andere Onpage-Faktoren sind zum Beispiel:

  • HTTPS. Wer auf das Vertrauenssignal durch ein SSL-Zertifikat verzichtet, macht sofort einen negativen Eindruck. „Sicher“ oder „Nicht sicher“? Inzwischen sind alle Browser darauf eingestellt, diese Information unmittelbar nach Aufruf einer Seite in der Adresszeile anzugeben.
  • Mobiltauglichkeit und Ladegeschwindigkeit sind ebenfalls wichtige Punkte, die im Ranking zählen. Wer hier besser ist als die Konkurrenz, punktet auch bei Google.
  • Auch bei den Meta-Angaben ist es möglich, dass die Konkurrenz es besser macht. Diese Daten zeigen sich aber größtenteils nur im Quelltext der Website. Dieser offenbart sich durch einen Rechtsklick und die Auswahl „Quelltext anzeigen“.

Content-Ideen: Wie machen es die anderen?

Abschreiben gilt nicht. Aber man darf sich inspirieren lassen. Je besser und informativer die eigenen Texte zu hart umkämpften Keywords sind, desto geringer ist die Wahrscheinlichkeit, dass die Besucher abspringen. Neben der inhaltlichen Analyse zählt auch die Art der Aufbereitung von Content. Je mehr Formate dem User angeboten werden, desto höher ist die Aufmerksamkeit. Wenn die konkurrierenden Seiten ein E-Book zum Thema anbieten, haben diese einen deutlichen Vorteil. Auch andere Formate bieten sich an, zum Beispiel

  • Infografiken,
  • Videos,
  • Checklisten
  • oder Artikelserien zu umfangreichen Themen.

Es ist also wichtig, auch in puncto Format-Vielfalt zumindest mit der Konkurrenz mithalten zu können. Ein weiterer Trick, um die Mitbewerber zu überholen, besteht im Auffinden von Schwächen. Wo machen die Konkurrenten Fehler? Und wo gibt es Möglichkeiten, gerade aus diesen Fehlern eigene Vorteile zu ziehen?

Wo liegen die Anderen offpage vorn?

Es kommt natürlich nicht nur darauf an, die Seite selbst zu optimieren. Auch offpage gilt es, besser als die Konkurrenz zu sein.

  • Backlink-Struktur: Gibt es Unterschiede bei den Seiten, die auf die Konkurrenten verweisen? Der Vergleich macht häufig deutlich, welche Backlinks auch für Google zählen – und welche aufgrund einer negativen Reputation auch die eigene Seite abwerten.
  • Social Media: Mehr Klicks von Facebook & Co. sind zwar keine direkten, aber zweifellos mittelbare Ranking-Faktoren. Was unternimmt die Konkurrenz, um Ihre Auftritte bei Social-Media-Portalen als Traffic-Quellen zu nutzen?
  • Nicht zuletzt ist auch die Werbung außerhalb des Netzes ein Teil der SEO-Konkurrenzanalyse, vor allem bei kommerziell orientierten Websites. Gute Werbung in der wirklichen Welt wirkt sich auch auf Suchanfragen aus.

    Fazit zur SEO-Konkurrenzanalyse

    Eine wirklich komplette SEO-Strategie wirft regelmäßig einen Blick auf die Konkurrenz. Das ist aus dem einfachen Grund notwendig, keine neuen Entwicklungen zu verpassen. Eine SEO-Konkurrenzanalyse dient nicht nur dazu, die eigene Position im Wettbewerb zu analysieren, sondern kann vor allem auch inspirierend wirken.

     

    Dieser Artikel wurde am 13.December 2019 von Jan Knupper geschrieben.

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