Keyworddichte – Kurzerklärung

Keyworddichte – was kommt wie oft vor


Unter dem Begriff Keyworddichte, auch unter der englischen Bezeichnung Keyword Density bekannt, versteht man den Wert, wie häufig ein Wort in einem Text vorkommt. Dabei kann das Keyword auch aus mehreren Wörtern oder Wortkombinationen, sogenannten Terms, bestehen. Enthält also ein Text von 100 Wörtern fünfmal einen bestimmten Term, so liegt die Keyworddichte bei 5 Prozent. Meist wird die Keyword Density als relativer Wert angegeben, bisweilen findet man aber auch Vorgaben zur Keyworddichte, die eine exakte Anzahl der Keywords fordern.


Was Keywords sind und weshalb man bewusst mit ihnen umgehen sollte, erfahren Sie im Content Marketing Glossar von clickworker.

Keyworddichte bei Google & Co

Früher war es unter SEO-Experten unbestritten, dass die Keyworddichte ein wichtiger Faktor zum Ranking von Texten in einer Suchmaschine war. Sogar eine fixe Keyword Density wurde von manchen SEO-Profis gefordert, um Texten beim Kampf um die besten Plätze bei Google & Co einen Vorsprung zu verschaffen. Eine Bestätigung von Google über das Verhältnis der Keyword Density zum Ranking gab es dabei übrigens nie. Das mag durchaus auch ein Grund sein, warum man heute der Anzahl bestimmter Keywörter innerhalb eines Textes eine eher untergeordnete Bedeutung bei der Suchmaschinenoptimierung beimisst. Dennoch ist es unbestritten, dass Keywords einen wichtigen Teil innerhalb eines Textes ausmachen – vor allem hinsichtlich der Stellen, an denen sie eingesetzt werden sollten. Jedoch haben andere Faktoren wie eine gute Lesbarkeit, der Einsatz von Synonymen oder eine entsprechende Textlänge, die auf die Art des Beitrags abgestimmt ist, mittlerweile einen wesentlich größeren Einfluss auf das Ranking einer Webseite, als die bloße Anzahl von Wörtern oder Wortkombinationen, die innerhalb eines Textes auftauchen. Wie wichtig guter Inhalt für Texte im Internet ist, zeigt deutlich der Trend zum Content-Marketing, bei dem inhaltlich hochwertige Texte bestimmten Zielgruppen einen Mehrwert bieten sollen. Derartige Beiträge werden von Google wesentlich höher bewertet, als Inhalte mit einer starren Anzahl von Keywörtern, die zudem auch noch den Text in stilistischer Hinsicht verschlechtern.

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Viel hilft nicht immer viel – das Keyword Stuffing

Als sogenanntes Keyword Stuffing oder Keyword-Spamming bezeichnet man das Überfrachten eines Textes mit Keywords. Wenn nahezu in jedem Satz das geforderte Keyword auftaucht, leidet der Stil massiv, der Text wird nahezu unlesbar und eine Suchmaschine wie Google wertet den Text entsprechend ab. Um dies zu verhindern, wurde ursprünglich die Keyworddichte entwickelt. Als Antwort auf das Keyword Stuffing sollte die Keyworddichte die Anzahl der Keywords regulieren und immer im richtigen Verhältnis zur Wortanzahl des Textes verwendet werden.

Keyworddichte – fix oder variabel?

„Erstellen Sie mir einen Text zum Thema Baufinanzierung mit einem Umfang von 500 Wörtern und einer Keyworddichte von 8 Prozent.“ So oder so ähnlich lauten häufig Aufträge an Autoren, die man auf den gängigen Texterplattformen findet. Ein Autor schreibt einen Artikel zu einem bestimmten Thema und bringt das geforderte Keyword in der gewünschten Häufigkeit unter, in der Hoffnung, so die Relevanz seines Textes innerhalb der gängigen Suchmaschinen zu steigern. Dabei kann das geforderte Keyword durchaus eine Wortkombination oder eine ganze Phrase sein. Doch auch im geforderten Beispiel kann die 40-malige Nennung eines kompletten Terms die Lesbarkeit massiv verschlechtern und den Text als reinen SEO-Beitrag ohne Mehrwert für den Leser kennzeichnen. Die Lösung sehen daher viele in einer variablen Keyworddichte, die einen unteren und oberen Grenzwert festlegt, um Keyword Stuffing zu verhindern. Empfehlungen schwanken hier zwischen 2 Prozent und 7 Prozent, was wiederum deutlich macht, dass es keiner so genau weiß – und daher die Keyworddichte, egal ob fix oder variabel, doch kein so gutes Maß für ein hohes Ranking sein dürfte.

Content is King – Keyworddichte vs. Inhalt

Damit der Leser auf der Webseite verweilt, muss ihn der Inhalt interessieren. Webseitenbetreiber sind daher bemüht, hochwertigen Content bereitzustellen, um ihre Leser zufriedenzustellen. Bereitgestellte Texte sollen nicht nur unterhalten und informieren, sie müssen auch einen erkennbaren Mehrwert für den Leser bieten, schnell erfassbar und nicht zu kompliziert geschrieben sein. Daneben sollten natürlich auch die Keywords vorhanden sein, damit der Artikel überhaupt gefunden wird. Diesen schwierigen Spagat zwischen guter Lesbarkeit und Keyworddichte gilt es zu meistern, um Zielgruppe und Suchmaschinen gleichermaßen zu überzeugen. Texte, die mit Keywords überfrachtet sind, nur um die vorgeschriebene Keyword Density zu erreichen, wirken unnatürlich. Man sollte es daher eher vermeiden, einen Artikel streng nach einer bestimmten Keyworddichte zu schreiben, da sogar die Gefahr besteht, dass der Leser abspringt und im schlimmsten Fall seine Erfahrung zur Webseite negativ bewertet.

Fazit

Dass Keywords innerhalb einer Webseite wichtig sind, ist unbestritten. Sie zeigen den Suchmaschinen, worum es überhaupt geht und zu welchem Thema die Seite bei Google & Co. gefunden werden möchte. Während man früher der Meinung war, dass ein Keyword in einer bestimmten Häufigkeit innerhalb eines Beitrages vorkommen muss, um eine gute Platzierung zu erhalten, gilt heute eher der Grundsatz „weniger ist oft mehr“. Ein Keyword ist nur ein kleiner Baustein innerhalb vieler Faktoren, die das Ranking in den Suchmaschinenergebnissen bestimmen. Für den Leser ist eine bestimmte Keyworddichte ohnehin eher von Nachteil, da sie in den seltensten Fällen zur guten Lesbarkeit eines Textes beiträgt. Zudem neigen Suchmaschinen dazu, eine zu hohe Keyworddichte negativ zu bewerten und die entsprechende Webseite im Ranking abzustrafen.