Snackable Content – Kurzerklärung

Snackable Content (aus dem Englischen übersetzt etwa „naschbarer Inhalt“) beschreibt Inhalte in unterschiedlichen Medienformen, die schnell und leicht aufzunehmen sind. Der Inhalt ist dabei so einfach konzipiert, dass ein Rezipient ihn idealerweise ohne große Anstrengung zwischendurch konsumieren und verstehen kann. Der Name leitet sich dementsprechend von „Snack“ ab, also einer kleinen Mahlzeit für zwischendurch.

Eigenschaften von Snackable Content

Die Anlehnung des Begriffs „Snackable Content“ an den Imbiss bzw. an die Mahlzeit zwischendurch ist nicht zufällig gewählt. Es gibt große Parallelen zwischen den typischen Eigenschaften, die aus einer Mahlzeit einen (guten) Snack und die aus erstellbarem Inhalt (guten) Snackable Content machen. So muss ein guter Snack, wie jede gute Mahlzeit, natürlich in erster Linie gut schmecken, das heißt qualitativ hochwertig im Geschmack sein. Genauso muss effektiver Snackable Content, wie jeder andere Inhalt, den Rezipienten qualitativ etwas bieten, entweder in Form von Unterhaltung, Informationen oder sonstigem relevanten Inhalt. Des Weiteren ist ein Snack definitionsgemäß eher klein in der Menge, zumindest im Vergleich zu einer normalen Mahlzeit. In derselben Weise weist auch Snackable Content vergleichsweise kleine Datenmengen auf. Er ist gekennzeichnet durch kurze Texte, kurze Videos oder kleine, einzelne Bilder. Als nächstes sind Snacks auch flexibel in der Art, wie sie verzehrt werden können. Sie können sitzend am Tisch genauso wie unterwegs gehend konsumiert werden. Auch Snackable Content bietet Rezipienten diese Flexibilität. Der Inhalt kann zumeist ortsunabhängig über alle internetfähigen Geräte gelesen oder gesehen werden, egal ob auf dem PC, dem Smartphone oder dem Tablet. Ein weiteres zentrales Merkmal von Snacks ist die einfache Zubereitung dieser. Snacks können in kurzer Zeit zubereitet oder verkauft werden, lange Zubereitungszeiten wie etwa bei größeren Mahlzeiten gibt es nicht. Auch Snackable Content ist stets leicht aufrufbar und teilbar.


Die gemeinsamen Eigenschaften zeigen auf, wieso Snackable Content als der Snack unter den Inhalten gilt: Er ist konzipiert für den unkomplizierten, schnellen Konsum zwischendurch.

Formen von Snackable Content

Snackable Content kann in unterschiedlichen Medienformen verwendet werden. So können Texte genauso wie Bilder, Videos oder andere Inhalte als Snackable Content erstellt werden. Nachfolgend eine Auflistung mit Eigenschaften der drei gängigsten Medienformen, die als Snackable Content konzipiert werden können:

Texte

Die immer noch meistverwendete Art von Snackable Content ist Text. Die Texte sind in diesem Fall kurz, aber trotzdem aussagekräftig und leicht zu verstehen. Inhaltlich können sie dabei entweder humorvoll, informativ oder in anderer Weise relevant für den Leser sein. Die bekannteste Form von Snackable Content-Texten sind heutzutage Tweets. Die maximal 140 Zeichen lange Texte des Kurznachrichtendienstes Twitter sind perfekte Beispiele für textbasierten Snackable Content.


Bilder

Bilder stellen ebenfalls eine populäre Form von Snackable Content dar. Keine andere Medienform wird im Internet so oft geteilt und verbreitet wie Bilder. Es handelt sich dabei entweder um einfache humoristische Grafiken („Memes“) oder aber auch um informative Abbildungen, etwa in Form von Infografiken.


Videos

Mit Videos hat sich eine recht neue Form von Snackable Content entwickelt. Die meisten Videos im Internet, egal welcher Art, sind eher auf mehr-minütigen Inhalt ausgelegt und damit nicht als Snackable Content konzipiert. Doch zunehmend bieten und fördern diverse soziale Medien wie Instagram, Snapchat etc. auch die Verbreitung von kleinen, nur sekundenlangen Videos, die meist einen schnellen Einblick in das Leben der Benutzer gewähren und damit die Eigenschaften des Inhaltstyps „Snackable“ erfüllen.

Snackable Content im Marketing

Der Nutzen von Snackable Content aus Marketingsicht ergibt sich aus der Popularität dieser Art von Inhalt. Vor allem durch die Entwicklung des mobilen Internets in den letzten Jahren wird das Internet heutzutage vermehrt „nebenbei“ genutzt. Statt einmal am Tag für mehrere Stunden ins Internet zu gehen, tun dies viele Internetuser nun mehrmals am Tag für wenige Minuten auf der Suche nach schnellen Möglichkeiten unterhalten oder informiert zu werden. Wollen Unternehmen diese Internetuser als potentielle Kunden erreichen, müssen sie ihre Marketingstrategie dementsprechend auf das neue Internetverhalten abstimmen. Die Generierung von Snackable Content bietet sich hierbei eben gut an. Da Snackable Content vor allem auf sozialen Netzwerken gefördert, geteilt und gesehen wird, ist die Erstellung von diesen kurzen Inhalten oftmals Teil des Social Media-Marketings.