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Crowdjournalismus

Was ist Crowdjournalismus

Die Welt der Kommunikation entwickelt sich in rasender Geschwindigkeit, und es werden ständig neue Wege gesucht, um schnell an Informationen zu gelangen. Ein vielversprechender Ansatzpunkt ist das Konzept des Crowdjournalismus. Dabei werden viele Crowdworker gebeten, kurze Textpassagen beizusteuern, die später zu einem größeren Projekt zusammengefügt werden. Ziel ist es, umfangreiche Aufgaben, die normalerweise viel Zeit erfordern würden, mithilfe einer großen Anzahl von Crowdworkern schnell und flexibel zu bearbeiten. Artikel werden so nicht mehr von einem einzigen Autor verfasst, sondern von zahlreichen flexiblen Mitwirkenden.

Crowdjournalismus ©   Flickr by planeta

Chancen für professionelle Journalisten

Heutzutage arbeiten Journalisten häufig in zahlreichen freien Jobs und Praktika statt in klassischen Printmedien. Crowdjournalismus bietet ihnen die Möglichkeit, kurze Textpassagen zu erstellen und zu verbreiten. Damit erhalten sie eine Plattform, auf der sie ihre fachlichen Fähigkeiten vermarkten können. Davon profitieren auch diejenigen, die vielleicht nicht die Zeit haben, sich vollberuflich dem Journalismus zu widmen. Zudem kann dieser Ansatz für Studierende attraktiv sein, die in das Feld des Journalismus einsteigen möchten.

Einbeziehung der Öffentlichkeit

Eine weitere Form des Crowdjournalismus zeigt sich, wenn die Öffentlichkeit direkt an der Berichterstattung teilnimmt. Es mag oft so wirken, als hätte ein Journalist bei einer aktuellen Eilmeldung die gesamte Arbeit allein geleistet. Tatsächlich haben lokale wie internationale Journalisten jedoch selten sofortigen Zugriff auf alle benötigten Informationen. Ein guter Journalist arbeitet wie ein Detektiv und muss sicherstellen, dass die Fakten stimmen. Schließlich verärgern „Fake News“ die Leserschaft und müssen um jeden Preis vermieden werden.

Wie die Öffentlichkeit beiträgt

Für diese Art von Journalismus gibt es Begriffe wie Bürgerjournalismus (Citizen Journalism), kollaborative Medien oder auch Straßenjournalismus. Das bedeutet jedoch nicht, dass plötzlich eine Gruppe von Menschen auf der Straße beginnt, Artikel zu schreiben. Beim Bürgerjournalismus bilden nutzergenerierte Inhalte (User-Generated Content) die Basis für Artikel, die mit anderen geteilt werden. Mit dem Aufkommen des Internets ist dies sehr populär geworden. Soziale Medien werden oft genutzt, um Informationen zu verbreiten. Auf lokaler Ebene bilden sich häufig Online-Gruppen und Gemeinschaften, um Informationen auszutauschen – sei es Werbung, lokale Veranstaltungen, Verkehrsmeldungen oder Ähnliches. Oft mischt sich darunter auch vermeintlicher Klatsch, der jedoch für Anwohner unschätzbar wertvoll sein kann, etwa die Warnung vor einem Einbrecher in der Nachbarschaft.

In größerem Maßstab kann die Selbstberichterstattung online oder über soziale Medien bei Katastrophen oder Großereignissen helfen. Oft erfährt eine Privatperson von einem schockierenden Ereignis, bevor ein Nachrichtensender vor Ort ist. Dies rückt die Öffentlichkeit an die vorderste Front der Berichterstattung. Meist finden diejenigen, die als Erste posten, kurz darauf ihr Postfach voller Anfragen von Journalisten, die nach Informationen oder der Erlaubnis zur Nutzung der Beiträge suchen. Interessanterweise wird über Kriege, Proteste und Erdbeben heute oft in Echtzeit von Augenzeugen berichtet.

Professionelle Texte durch die Power der Crowd:

Crowd-Journalismus zeigt, wie eine große Gruppe in Rekordzeit vielfältige Perspektiven einfangen kann. Nutzen Sie dieses Prinzip für Ihre Unternehmenskommunikation, um die Erstellung von Blogbeiträgen, Ratgebern oder Fachartikeln effizient zu skalieren – ganz ohne Qualitätsverlust.

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Arten des Bürgerjournalismus

Diese Form des Journalismus wird auch als Partizipationsjournalismus bezeichnet. Es gibt verschiedene Ausprägungen, die zu sehr unterschiedlichen Ergebnissen führen können:

  • Partizipation durch das Publikum
  • Ein Beispiel hierfür ist das Kommentieren bestehender journalistischer Beiträge. Dazu gehören Leserbriefe, Blogs, Handyfotos oder -videos sowie Informationen, die in Community-Gruppen geteilt werden.
  • Unabhängige Nachrichten-Websites
  • Seiten wie „Which?“ im Vereinigten Königreich oder „Consumer Reports“ in den USA sind gute Beispiele. Diese Seiten bleiben bei ihrer Berichterstattung so neutral wie möglich und verfolgen meist das Ziel, ihr Publikum zu unterstützen und aufzuklären – etwa durch Produkttests, Rezensionen oder die Untersuchung von Dienstleistungen. Solche Seiten ecken bei Unternehmen oft an, wenn Produkte negativ bewertet werden. „Consumer Reports“ wurde sogar mehrfach verklagt, hat aber bisher jeden Fall gewonnen.
  • Partizipative Nachrichtenseiten
  • Dies geht eher in Richtung Crowdjournalismus. Das Publikum spielt eine aktive Rolle beim Recherchieren, Sammeln und Veröffentlichen von Inhalten – etwa über Blogs, Wikis, RSS-Feeds, Tagging, Podcasts oder das Teilen von visuellen Medien.
  • Kollaborative Medienseiten
  • Beispiele hierfür sind Buzzfeed oder Slashdot. Während Buzzfeed sich eher auf unterhaltsame Inhalte wie Promis, Quizze und Promotion konzentriert, ist Slashdot fest in der Tech- und Wissenschaftsszene verwurzelt. Trotz der unterschiedlichen Ausrichtung funktionieren sie ähnlich: Beide haben ein festes Redaktionsteam, erlauben aber auch Einsendungen von außen. Diese werden von Redakteuren geprüft, bevor sie veröffentlicht werden. Slashdot nutzt zudem eine Peer-Moderation, bei der Nutzer Kommentare durch Downvotes ausblenden können.
  • Persönliche Rundfunkplattformen
  • Auf diesen Plattformen kann jede Einzelperson ihre Ansichten, Ideen und Nachrichten verbreiten. Die Bandbreite ist enorm – man muss sich nur die Nutzerzahlen von YouTube ansehen. Während dort viel Unterhaltung geboten wird, gibt es auch spezifische Plattformen für diejenigen, die einen nachrichtenbasierten Ansatz bevorzugen.
  • Open-Source-Nachrichten-Apps
  • Da wir Nachrichten immer häufiger mobil konsumieren, gewinnen Apps an Bedeutung. In Apps wie „The View“ kann jeder zur Nachrichtenquelle werden. Solche Plattformen ermöglichen es Nutzern, News untereinander zu teilen, um auf dem Laufenden zu bleiben. Open-Source-Inhalte bedeuten, dass jeder beitragen kann – sei es durch das Sammeln, Analysieren oder Verbreiten von Informationen.

Geschichte des Bürgerjournalismus

Lange Zeit wurde über die genaue Definition dieser Form des Journalismus debattiert. Einige setzen Crowdjournalismus mit nutzergenerierten Inhalten (UGC) gleich. Kritiker argumentieren jedoch, dass dies dem Begriff seine Tiefe nimmt und ihn trivial klingen lässt. In den späten 80er Jahren begannen Menschen in den USA während eines Präsidentschaftswahlkampfs, Nachrichten auf ihre eigene Weise zu teilen, statt sich nur auf traditionelle Zeitungen zu verlassen. Dies löste eine Debatte darüber aus, wie Journalisten ihre Arbeit definieren – viele sahen die Berichterstattung als Dienst am Volk, bei dem die Menschen nicht ausgeschlossen werden dürften.

Einbeziehung der Öffentlichkeit

Professionelle Reporter begannen daraufhin, die Öffentlichkeit stärker einzubeziehen. Statt nur über ein Thema zu berichten, sprachen sie mit den Betroffenen. Persönliche Meinungen flossen verstärkt in die Artikel ein. Vielen erfahrenen Reportern missfiel dieses Format jedoch, da sie die Professionalität strikt wahren wollten. Anfang der 2000er Jahre schien es zunächst, als würde sich der klassische Stil wieder durchsetzen.

Doch als soziale Medien populärer wurden, erlebte der Crowdjournalismus einen massiven Aufschwung. Besonders im Lokaljournalismus baten Online-Nachrichtenseiten ihre Leser um Beiträge. Stadtteilzeitungen florierten und wurden oft gegenüber großen Verlagen bevorzugt, die Nachrichten nur einseitig verbreiteten. Dieser Trend hält bis heute an.

Bekannte Crowd-Journalisten

Der Journalismus-Professor Jay Rosen bezeichnete Bürgerjournalisten als „die Menschen, die früher als das Publikum bekannt waren“ und nannte sie „echter, weniger fiktiv, fähiger und weniger berechenbar“. Ein frühes Beispiel für einen Bürgerjournalisten ist Abraham Zapruder, der das Attentat auf JFK filmte. Auch Berichte über die Anschläge vom 11. September wurden maßgeblich aus Crowd-Beiträgen von Augenzeugen zusammengestellt. Wael Abbas aus Ägypten erhielt mehrere Auszeichnungen, nachdem er ein Video veröffentlichte, das Polizeigewalt gegen einen Busfahrer zeigte. Darnella Frazier gewann einen Pulitzer-Preis für ihre Videoaufnahme der Ermordung von George Floyd.

Potenzielle Probleme

Während Formate wie Blogs für Unternehmen extrem nützlich sind, hilft ein Partner wie clickworker dabei, die Qualität der Texte sicherzustellen. Das bedeutet, dass die Autoren beim Thema bleiben, korrekte Grammatik verwenden und keine persönlichen Vorurteile in die Texte einfließen lassen. Traditionelle Journalisten stehen dem Bürgerjournalismus manchmal skeptisch gegenüber, da sie eine fehlende Ausbildung und mangelnde Unabhängigkeit befürchten. Objektivität (Fairness, Faktentreue und Überparteilichkeit) ist ein hohes Gut. Bei clickworker stellen wir sicher, dass unsere sorgfältig ausgewählte Crowd die Anforderungen unserer Kunden präzise und objektiv erfüllt.

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