Crowdworker – Kurzerklärung

Als Crowdworker bezeichnet man Menschen, die Arbeitsaufträge annehmen, die einer Masse (Crowd) zur Verfügung gestellt werden. Die Aufträge werden meist über Internetplattformen (sog. Crowdsourcing-Plattformen) angeboten und je nach Auftrag/Projekt von einem Crowdworker oder auch mehreren Crowdworkern bearbeitet. Die Crowdworker arbeiten überwiegend auf freiberuflicher Basis gegen ein Honorar.

Crowdworker – Unterscheidungen der Jobs im Umfang

Die für Crowdworker über das Internet zur Verfügung stehenden Jobs können ganz unterschiedlicher Art, Schwierigkeitsstufe und Dauer sein.

Zum einen gibt es die sogenannten Mikrojobs. Diese entstehen meist aus größeren Projekten, die in einzelne, kleine, schnell zu erledigende Jobs zerlegt werden.

Und zum anderen gibt es größere Aufgaben bis hin zu ganzen Projekten, an denen ein Crowdworker entweder alleine oder aber im Team mit wenigen anderen Clickworkern zusammen arbeitet. Großprojekte werden in der Regel als Competition an die Crowdworker ausgeschrieben und sind somit nicht so einfach zu ergattern.

Vielfalt der Jobs

Crowdworkern steht im Internet eine ganze Reihe an diversen Aufgaben zur Verfügung, die entweder am PC oder auch mit dem Smartphone (Mobile Crowdsourcing) erledigt werden können. Voraussetzung für die Bearbeitung der Aufgaben ist, dass die Crowdworker für die jeweiligen Jobs entsprechend qualifiziert sind. Diese Qualifikationen werden u.a. durch Online-Tests, Arbeitsproben und/oder eingereichte Zertifikate nachgewiesen.

Hier nur ein kleiner Auszug an Jobs, die für Crowdworker in Frage kommen:

  • Texterstellung
  • Sprachaufnahmen
  • Design (Logos, Websites, Flyer, etc.)
  • Bewertungen und Kategorisierungen von Web-Content (Bilder, Produkte, Videos, etc.)
  • Videoaufnahmen
  • Programmierungen
  • Testing (Apps, Geräte, Webseiten, etc.)
  • Mystery Shopping
  • Fotoerstellung
  • Erfassung von Geodaten

Haupt- und nebenberufliche Crowdworker

Die Beschäftigung als Crowdworker wird meist nebenberuflich, zum Teil auch als Haupterwerb von Selbstständigen ausgeübt. Typische Crowdworker sind zum Beispiel:

  • Studierende
  • Angestellte, die sich in ihrer Freizeit als Crowdworker etwas hinzuverdienen
  • Selbstständige, die Auftragslücken mit Crowdsourcing-Jobs füllen
  • Teilzeitbeschäftigte, die mit Crowdsourcing-Jobs ihre Haushaltskasse aufbessern
  • Personen, die aus diversen Gründen nur von zuhause aus arbeiten können

Als hauptberufliche Crowdworker lassen sich Menschen bezeichnen, die ihr Haupteinkommen aus der Erledigung einer Vielzahl von Aufträgen beziehen, die sie im Internet finden. Zum größten Teil werden diese Tätigkeiten am Computer, Laptop oder Smartphone ausgeführt.

Vorteile für Crowdworker

Die Plattformen im Internet machen es Crowdworkern leicht, an Jobs zu kommen. Freelancer könne ohne Akquise-Arbeit an neue Aufträge kommen. Crowdworker können aus einer Vielzahl an verfügbaren Jobs diejenigen auswählen, die ihren jeweiligen Ansprüchen entsprechen. Crowdworker sind zeitlich und örtlich unabhängig. Sie können ihre Aufgaben sowohl am heimischen PC wie mit dem Laptop im Café oder an anderen Orten erledigen. Diese flexible Arbeitsform ist bei vielen Menschen sehr beliebt.

Digitale Tagelöhner?

Crowdworker werden von Kritikern oft als „digitale Tagelöhner” bezeichnet. Vor allem von Gewerkschaftsseite kommt oft Kritik. Die Tätigkeit der Crowd-Arbeiter lässt sich nur sehr schwer durch das Arbeitsrecht kontrollieren.

In Deutschland bietet das System der Künstlersozialversicherung für einen Teil der Crowdworker (Künstler, Journalisten, Designer usw.) eine soziale Absicherung.

Das Crowdworking-Konzept erfasst aber immer mehr Bereiche. So gibt es heute Plattformen für Handwerker oder andere gewerblich Tätige, die sich privat versichern müssen.

Umfragen zufolge fühlt sich die Mehrheit der Crowdworker aber nicht – wie der Begriff „digitale Tagelöhner” vermuten lassen würde – ausgebeutet. Sie geben Werten wie Freiheit, Unabhängigkeit, Abwechslung und Kreativität den Vorrang vor finanzieller Sicherheit.

Crowdworking: ein Arbeitsmodell der Zukunft

Alles in allem hat Crowdworking als Arbeitskonzept Potential für die Zukunft – allein aus dem Grund, dass das Internet diese neue und effektive Form der Arbeit möglich macht und ständig optimiert. Auftraggeber und Crowdworker profitieren davon. Mit den Möglichkeiten der neuen Medien entstehen also auch neue Lebensformen jenseits eines festen Arbeitsplatzes, die für viele Menschen attraktiv sind.