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Mobile Marketing Research

Die Digitalisierung der Gesellschaft macht es zunehmend schwieriger, mit klassischen Marktforschungskonzepten repräsentative Ergebnisse zu erzielen. Konsumenten lassen sich heute nicht mehr in klar voneinander getrennte Kategorien einteilen und sind per Telefon oder Post nur noch schwer erreichbar. Mobile Marketing Research ermöglicht es, Kunden oder Verbraucher direkt über ihr Smartphone oder Mobiltelefon zu erreichen.

Mobile Marketing Research

Definition

Mobile Marketing Research beschreibt Umfragen, die über das Mobiltelefon oder Smartphone versendet werden. Dabei handelt es sich im Allgemeinen um Meinungsumfragen, Feedbackbögen, Kundenbefragungen und Marktforschung über mobile Endgeräte.
Wie bei Online-Umfragen ermöglichen die großen, modernen Bildschirme von Smartphones verschiedene Fragetypen. Man kann entweder Ja/Nein-Fragen stellen, Multiple-Choice-Antworten anbieten oder eine geschlossene Auswahlliste bereitstellen, aus der der Befragte eine Antwort wählt. Unternehmen können auch Textfelder für kreative Antworten oder Matrixfragen einbinden, bei denen verschiedene Items bewertet werden müssen. Auch semantische Verknüpfungen, die in einem komplexen Bewertungsschema abgefragt werden, sind möglich. Idealerweise sollte eine mobile Marketing-Umfrage nicht länger als zehn Minuten dauern, da die Befragten sonst das Interesse verlieren.

Historische Marktforschung

Im Jahr 2007 kam eine neue und aufregende Erfindung auf den Markt: das iPhone. Apple behauptete damals, es sei „fünf Jahre ahead of any other mobile phone“. Vor dieser Zeit wusste die breite Masse noch nicht, was ein Smartphone eigentlich ist. Die damaligen Mobiltelefone waren oft klobig, hatten kleine, grüne Bildschirme und boten kaum Funktionen außer SMS, einfachem Browsing und E-Mail-Abruf. Das Versenden von Texten und E-Mails war im Vergleich zu heute langsam und mühsam. Wie also betrieben Unternehmen damals Forschung? Wie fanden sie heraus, was die Öffentlichkeit wollte?

Methoden der Vergangenheit

Früher wurden traditionelle Methoden angewandt: Verbraucherumfragen wurden per Zufallsprinzip per Post an Haushalte verschickt, in der Hoffnung, dass die Konsumenten sie ausfüllen und zurücksenden würden. Da dies oft nicht geschah, suchten Unternehmen nach anderen Wegen. Einige führten Kaltakquise-Anrufe durch, andere stellten Mitarbeiter ein, die von Tür zu Tür gingen oder Passanten auf der Straße ansprachen. All dies kostete viel Zeit, Geld und Mühe und lieferte nicht immer die gewünschten Daten. Mit dem Aufkommen der ersten Handys mit Farbdisplays begannen einige Unternehmen, SMS-Umfragen zu versenden, doch diese waren stark limitiert.

Technologischer Fortschritt

Wenig überraschend besaßen bereits 2006 mehr Menschen weltweit ein Mobiltelefon als einen Festnetzanschluss. Bis 2020 wurde das Smartphone zum meistgenutzten Gerät für den Internetzugang. Diese rasante technologische Entwicklung zwang die Marktforscher zum Umdenken. Sobald die Menschen anfingen, Smartphones zu nutzen, hatten Unternehmen einen völlig neuen Weg, um mit Kunden in Kontakt zu treten.
E-Mail, SMS, Pop-ups, virtueller Chat, Social Media und mehr wurden zu neuen Kanälen für Kundenbefragungen. Dies reicht von einem Zufriedenheitsfragebogen nach der Nutzung eines Dienstes bis hin zu langen, aber ansprechend gestalteten Umfragen via E-Mail-Link. Da Menschen sehr an ihren Telefonen hängen, sind sie eher bereit, Umfragen auszufüllen. In vielen Entwicklungsländern besitzen Menschen oft ein Mobiltelefon, aber niemals einen PC oder Laptop. Dies verschafft Forschern eine noch größere weltweite Reichweite.

Echtzeit-Einblicke direkt aus dem Feld:

Mobile Marketing Research ist dann am wirkungsvollsten, wenn sie digitales Feedback mit physischen Standorten verknüpft. Anstatt sich auf erinnerungsbasierte Umfragen zu verlassen, können Sie Kundenmeinungen und Ladenbedingungen genau dann und dort erfassen, wo sie entstehen.

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Vorteile von Mobile Marketing Research

Die Vorteile von Mobile Marketing Research liegen darin, dass Kundendaten und Meinungen in Echtzeit abgefragt werden können. Umfragen können überall und zu jeder Zeit durchgeführt werden und erreichen so mehr Kunden. Die meisten unter 25-Jährigen besitzen ein Smartphone, und viele Geschäftsleute sind über ihr Mobiltelefon ständig erreichbar. Unternehmen können die Smartphone-Technologie gezielt nutzen, um mit Kunden zu interagieren.
Speziell gestaltete Seiten und Apps ermutigen Kunden, ihre Meinung zu teilen – teils kostenlos, teils gegen Punkte/Preise oder Bezahlung. Push-Benachrichtigungen erinnern Kunden daran, an der Forschung teilzunehmen, wobei die Ergebnisse sofort mit den relevanten Unternehmen geteilt werden. Solche dedizierten Methoden sparen den Unternehmen Kosten und Zeit und bieten dem Kunden einen Mehrwert. Diese Win-Win-Situation kann für manche sogar unterhaltsam sein, was die Bereitschaft erhöht, Umfragen unkompliziert abzuschließen.

Gezielte Kundenansprache (Targeting)

Durch Geotargeting wissen Unternehmen via Smartphone, wo sich ihre Kunden befinden. Wenn ein Unternehmen die Meinung von Menschen in einem bestimmten Land, Bundesland oder sogar einer Stadt einholen möchte, kann es Geofencing nutzen, um genau die richtige Zielgruppe anzusprechen. Die Möglichkeit zum Teilen ist ebenfalls von Vorteil, da Kunden sich gegenseitig von Unternehmen berichten. Dies kann dazu führen, dass Marketingkampagnen „viral gehen“ und so für mehr Aufmerksamkeit sorgen. Die persönliche und direkte Natur einer Befragung über das Telefon erlaubt es zudem, intimere Fragen zu stellen. Menschen sprechen auf der Straße oder in einer Gruppenstudie ungern über ihr Privatleben; die diskrete Natur des Mobile Marketing sorgt dafür, dass niemand sonst davon erfahren muss.

Datenerhebung

Die Ergebnisse sind für die Forscher meist einfach zu tracken. Die Datenerhebung ist unkompliziert, was die Darstellung der Resultate erleichtert. Dies ermöglicht es Unternehmen, sich schneller anzupassen, relevanter zu werden und in Zukunft präziser zu agieren. Die Daten können zudem dazu beitragen, die Reichweite des Unternehmens zu erhöhen. Während Suchmaschinenoptimierung (SEO) Unternehmen zweifellos hilft, ist sie komplex. Die Grundlagen können jedoch durch Content-Marketing unterstützt werden, um Kunden anzuziehen – oft geschieht dies durch Werbeaktionen in sozialen Medien, auf der eigenen Website oder durch Marketingmaterialien, die direkt an den Kunden gesendet werden.

Nachteile von Mobile Marketing Research

Erstens müssen Unternehmen einen guten ersten Eindruck hinterlassen, da dieser der wichtigste ist. Wenn zum Beispiel ein Pop-up jemanden beim Lesen unterbricht oder eine Umfrage Fehlermeldungen anzeigt, wird der Kunde die Seite oder App wahrscheinlich verlassen. Fehlerhafte Darstellungen können zudem dem Ruf des Unternehmens schaden. Außerdem müssen Unternehmen bedenken, dass nicht alle Kunden gleich sind. Obwohl Smartphones zweifellos populär sind, besitzt nicht jeder eines. Unternehmen müssen sich also bewusst sein, dass sie ihre Inhalte unbeabsichtigt für bestimmte Gruppen unzugänglich machen könnten.

Unterschiede bei den Konsumenten

Ein weiterer Aspekt ist, dass nicht jeder die gleichen finanziellen Möglichkeiten für die Datennutzung hat. Während einige sorgenfrei surfen können, müssen andere ihre mobilen Daten genau im Blick behalten. Dies kann an einem geringen Einkommen, hohen Datenkosten oder beidem liegen. Davon auszugehen, dass jeder jederzeit auf Marketing-Inhalte zugreifen kann, ist ein Fehler und kann zu einer geringeren Datenmenge als erwartet führen.

Die Zukunft von Mobile Marketing Research

In der Vergangenheit betrachteten Unternehmen die mobile Marktforschung oft nur als einfache Ergänzung zu ihrer bestehenden Forschung. Es empfiehlt sich jedoch, sie als eigenständiges Feld zu betrachten. Der Grund dafür ist ihr ständiges Wachstum und ihre zunehmende Beliebtheit. Wie bereits erwähnt, besitzen weltweit enorme Mengen an Menschen ein Mobiltelefon, insbesondere ein Smartphone. Diese Art der Kontaktaufnahme wird eher zur Norm als zur Ausnahme. Daher ist es für Unternehmen unerlässlich, diese Methode zu integrieren, um nicht den Anschluss zu verlieren.

Jüngste Studien zeigen, dass Menschen Texte gegenüber Anrufen bevorzugen; die meisten Internetnutzer sind mobil unterwegs und viele erledigen ihre Transaktionen über das Handy. Dieser Trend schwächt sich nicht ab und wird in Zukunft voraussichtlich noch weiter zunehmen. In den USA nutzten 2020 bereits 71 % der Besucher von Einzelhandelsseiten ihr Mobiltelefon. Daher ist es für Unternehmen lebenswichtig, in Mobile Marketing Research zu investieren. Es zeigt sich immer wieder, dass Konsumenten von interessanten und kreativen Inhalten angezogen werden. Dies lässt sich via SMS, Pop-ups oder Apps wesentlich einfacher umsetzen als durch einen Telefonanruf oder einen Brief.

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