Online-Panel – Kurzerklärung

Ein Online-Panel ist eine Gruppe von Personen, die sich zur wiederholten Teilnahme an Befragungen und Studien im Internet bereit erklären. Über dieses Panel werden in bestimmten Zeitabständen kontinuierlich Daten erhoben, um bestimmte Entwicklungen zu erforschen. Dadurch entsteht die Möglichkeit, differenzierte Kausalzusammenhänge festzustellen. Online-Panels werden insbesondere in der Marktforschung eingesetzt.

Das Internet macht Online-Panels möglich

Das Zusammenstellen einer Gruppe, die an einer Untersuchung teilnimmt, und die Durchführung der Befragungen sind im digitalen Zeitalter erheblich einfacher geworden. Online-Panels bieten eine Reihe von Vorteilen:

  • Geringe Kosten: Befragungen und Datenerhebungen über das Internet sind relativ preiswert realisierbar.
  • Flexibilität: Dank der Vernetzung der Teilnehmer sind Befragungen unabhängig von Zeit und Ort möglich.
  • Schnelle Ergebnisse: Die teilnehmenden Personen sind schnell verfügbar. Sie müssen lediglich nach bestimmten Kriterien selektiert werden.

Mit Online-Panels wird es ebenfalls einfach, die Zusammensetzung der Gruppe ständig zu ändern. Das macht die Ergebnisse zuverlässiger, ohne dass die Repräsentativität der Gruppe Schaden nimmt.

Hier erfahren Sie, wie clickworker Sie mit dem Service “Online-Umfragen” unterstützen kann.

Wie entsteht eine repräsentative Stichprobe?

Ob Marktforschung oder sozialwissenschaftliche Studien – die Qualität von Untersuchungsergebnissen steht und fällt mit deren Repräsentativität. Eine Studie ist dann repräsentativ (und damit überhaupt aussagekräftig), wenn sie es erlaubt, ohne systematische Fehler eine Aussage über die Gruppe zu geben, die eigentlich erforscht wird.

Repräsentativität entsteht nach dem einfachen Prinzip, dass die Teilnehmergruppe in ihrer Gesamtheit dem Querschnitt der zu erforschenden realen Gruppe entspricht. Ein Beispiel: Wenn sich für ein bestimmtes Produkt bekanntlich zu 90 Prozent Frauen und zu 10 Prozent Männer interessieren, sollte auch das Online-Panel zu 90 Prozent aus Frauen und zu 10 Prozent aus Männern bestehen. Je mehr Eigenschaften über die reale Gruppe bekannt sind, umso genauer kann auch eine Testgruppe modelliert werden.

Es gibt allerdings Hindernisse, die der Repräsentativität einer Studie im Weg stehen können:

  • Spezifische Eigenschaften einer Teilgruppe, die für die Untersuchung bedeutend ist, können diese schwerer erreichbar machen (Beispiel: Personen ohne Internetanschluss, Reisende).
  • Bestimmte Gruppen verweigern verhältnismäßig oft die Teilnahme (zum Beispiel Wähler extremer Parteien bei Wahlbefragungen).

Dazu kommen Probleme, die sich aus der Natur einer wiederholten Befragung ergeben:

  • Viele Probanden ändern allein aufgrund der kontinuierlichen Befragung bewusst ihr Verhalten. Gegenstand von Studien sind aber zumeist Verhaltensänderungen, die aufgrund anderer Umstände oder unbewusst eintreten.
  • Das Online-Panel muss stets repräsentativ gehalten werden. Dies erfordert oft einen großen Aufwand, um die Daten stets auf einem aktuellen Stand zu halten.

Wie rekrutiert man Teilnehmer für einen Online-Panel?

Unternehmen können die Teilnehmer selbstständig anwerben, indem sie diese kontaktieren und schließlich anhand bestimmter Kriterien auswählen (aktive Rekrutierung). Umgekehrt werben Unternehmer für die Teilnahme zum Beispiel auf Internetplattformen. Hier können sich die Interessenten dann selbst anmelden. Das ist die sogenannte passive Rekrutierung. Diese Art des Anwerbens führt jedoch oft zu verfälschten Ergebnissen. Denn die Selbstselektion kann sich negativ auf die Repräsentativität einer Befragung auswirken. Das Gesamtbild wird verzerrt, weil beispielsweise die ohnehin an einem Thema interessierten Personen überrepräsentiert sind.

Die Anreize (zum Beispiel die Entlohnung) für die Teilnahme an einem Online-Panel soll die Ergebnisse möglichst nicht beeinflussen.

  • Zu niedrige Prämien halten viele für das Panel geeignete Personen von der Teilnahme ab.
  • Zu hohe Prämien können verzerrte Ergebnisse hervorbringen, weil ein hoher Anreiz von dem eigentlichen Thema der Befragung ablenkt.

Die Crowd für einen Online-Panel nutzen

Gerade für Untersuchungen über längere Zeiträume hinweg eignen sich Crowdworker-Plattformen. So verfügt Clickworker zum Beispiel über eine Workforce von über einer Million Menschen. Hierdurch wird eine genaue Selektion der Befragungsgruppe mit beliebig genauen Kriterien möglich. Zudem stellt Clickworker für unterschiedliche Studien die technische Infrastruktur zur Verfügung.

Durch die Nutzung der Crowd reduziert sich auch das Problem der Selbstselektion. Denn die Auswahl der Personen erfolgt aus einer sehr großen Gruppe sowie ausschließlich nach Kriterien, die von den Machern der Studie bestimmt werden. Die auf einem Online-Portal registrierten Crowdworker sind generell an der Teilnahme an Online-Panels interessiert. Dieser Umstand macht die Ergebnisse repräsentativ.

Dazu kommt die Tatsache, dass die Zahl der Personen steigt, die sich mit Crowdworking ein Nebeneinkommen sichern.

Fazit

Sämtliche Methoden der Marktforschung sind heutzutage online möglich. Das ist günstig, flexibel und schnell. Große und kleine Unternehmen, etablierte Firmen und Startups profitieren von aktuellen Marktdaten, um die Erfolgsaussichten ihrer Strategien zu prüfen. Ein Online-Panel liefert beliebig genaue Daten – zum Beispiel über die Entwicklung von Trends, die eine Zielgruppe auszeichnen. Die Crowd bietet hierfür viele Möglichkeiten, um schnell und effizient an repräsentative Daten zu gelangen.