Plagiate – Kurzerklärung

Als Plagiate bezeichnet man Texte, die als eigene geistige Schöpfung ausgegeben werden, tatsächlich jedoch von einem anderen Autor stammen. Kurz gesagt sind Plagiate Diebstahl geistigen Eigentums.

Warum Plagiate immer häufiger werden

Das Internet macht es möglich, ohne große Schwierigkeiten auf fremde Quellen zuzugreifen und diese mittels Copy-and-paste in einen Artikel zu integrieren. Informationen sind leicht verfügbar und die Übernahme fremder Ideen, Formulierungen und Strukturen ist heute kein technisches Problem mehr. Das Thema Plagiate hat heute vor allem zwei Aspekte:

  1. Verstöße gegen das Urheberrecht sind straf- und zivilrechtlich relevant.
  2. Wenn Suchmaschinen doppelte Inhalte (Duplicate Content) entdecken, führt dies zur Abstufung beim Ranking.

Software für Plagiatsprüfung erkennt, ob Inhalte mit fremden Quellen übereinstimmen und übernommen wurden. Textagenturen verwenden Programme wie Copyscape zur Plagiatsprüfung. Die Anwendung vergleicht Texte vor der Auslieferung an die Kunden mit anderen Inhalten aus dem Internet und aus Datenbanken. So wird ein Plagiat schnell entdeckt. Durch diesen Service erhalten Kunden Texte, die von Suchmaschinen als einzigartiger Inhalt (Unique Content) eingestuft werden. Nur solche Texte haben die Chance, bei Google auf gute Positionen für relevante Keywords zu steigen.

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Plagiat oder Zitat?

Die Übernahme von Werken anderer Autoren ist grundsätzlich – so lange der Autor genannt wird – erlaubt. Aber das Zitieren fremder Inhalte stößt natürlich an Grenzen. Wer Informationen aus fremden Quellen in einem übertriebenen Maße übernimmt, sodass die eigene geistige Leistung dahinter verschwindet, überschreitet die Grenzen des Zitierrechts. Er nutzt das Zitierrecht letztlich als Vorwand, um ein fremdes Werk selbst zu nutzen. Um die Grenze des Erlaubten nicht zu überschreiten, müssen zwei Grundsätze beachtet werden:

  1. Zitieren darf ein gewisses Ausmaß nicht überschreiten
  2. Zitate müssen hinreichend gekennzeichnet sein.

Plagiate gibt es natürlich nicht nur bei Texten. Auch auf anderen Gebieten ist das Problem der unerlaubten Verwendung fremder Werke aktuell:

  • Bilder, die aus dem Internet kopiert und für eigene Zwecke verwendet werden
  • Melodien, die in eigene Musikstücke eingebaut werden
  • Patente und Geschmacksmuster, die komplett übernommen oder in nur leicht veränderter Form genutzt werden

Wer den Text einer anderen Person ohne Quellenangabe veröffentlicht, macht sich schadensersatzpflichtig und strafbar. In Deutschland gilt § 106 des Urheberrechtsgesetzes, nach dem die unerlaubte Verwertung urheberrechtlich geschützter Werke mit Geld- oder Freiheitsstrafe geahndet wird.

Plagiate in der Wissenschaft

Das Plagiat-Problem ist auch in Wissenschaft und Forschung akut. So wird der Doktortitel entzogen, wenn sich eine Dissertation als abgeschrieben herausstellt. Bei vielen prominenten Personen aus Politik und Wirtschaft führte die Entdeckung von Plagiaten zu einem Karriereknick. In diesem Bereich gibt verschiedene Formen von Plagiaten:

VollplagiatDie komplette Übernahme eines fremden Werks
TeilplagiatEin Werk enthält fremde Textteile ohne Quellenangabe.
Übersetzungsplagiat  Übersetzung eines fremden Werks unter Verschleierung des Originals
SelbstplagiatDasselbe Werk wird auf unterschiedlichen Plattformen als einzigartig veröffentlicht.
IdeenplagiatIdeen oder Erkenntnisse werden ohne Ursprungsangabe übernommen.

Bei einem reinen Ideenplagiat ist die Grenze zwischen zulässiger Verwendung und Verstößen gegen das Urheberrecht häufig fließend. Es verwundert nicht, dass auch die Gerichte nicht immer einheitlich urteilen.

Mehrwert durch Unique Content

Plagiate sind geistiger Diebstahl. Ob aber ein Werk kopiert – und somit plagiiert – oder lediglich als Inspiration verwendet wurde, ist häufig zweifelhaft. Die Grenzen sind fließend. Letztlich entscheidet die persönliche, unverkennbare Form eines Werks darüber, ob ein Plagiat vorliegt oder nicht. Einzigartige Texte werden nicht nur von Suchmaschinen gern gesehen, sondern auch von Menschen gelesen, die von Texten einen Mehrwert erwarten.