Die neue Google-Suche: MUM

10.12.2021

Google MUM

MUM – diese drei Buchstaben stehen für Multitask Unified Model. MUM ist der neue Google Algorithmus zur Erfassung von Suchanfragen. Was steckt dahinter? Was ändert sich bei der Google Suche? Und welche Auswirkungen wird MUM auf die Suchmaschinenoptimierung und das Online-Marketing haben?

Sprache besser verstehen mit MUM

Mit MUM reagiert Google auf die immer wichtiger werdende Sprachsuche und die Eingabe längerer Fragen. Das Ziel von MUM ist es, aus komplexen Suchanfragen die wesentlichen Informationen herauszuziehen. Das soll den Usern dabei helfen, schneller relevante Suchergebnisse zu finden. Am Ende soll Google in der Lage sein, auch direkt zu antworten. Ein einfaches Prinzip: Frage – Antwort. Dieses Prinzip soll zukünftig immer umfassender werden. Ganz gleich, wie kompliziert die Frage ist.

MUM kann Wissen weitergeben

Zurzeit wird der neue MUM-Algorithmus vor allem anhand von Fragen im Zusammenhang mit Corona ausprobiert. So macht es MUM möglich, dass die Suchmaschine innerhalb von wenigen Sekunden 800 Variationen von Impfstoffnamen erkennt und richtig zuordnet – das alles in 50 Sprachen. MUM macht es möglich, diesen Prozess ganz wesentlich zu beschleunigen.

Wofür früher Wochen benötigt wurden, reichen jetzt wenige Sekunden. Dahinter steckt – natürlich – Künstliche Intelligenz. MUM gibt erworbenes Wissen weiter und lernt selbstständig aus den Eingaben der User. So ist es überflüssig, für jede neue Sprache einen neuen Ansatz für die Informationsverwertung anzugehen. MUM entwickelt sich von alleine weiter.

Eine neue Form der Ergebnisse

MUM wird die Google-Suche neu gestalten. Laut Angaben von Google werden die Suchergebnisse in Zukunft anders aussehen. An die Stelle von etwa zehn blauen Links zu relevanten Seiten wird der User in Zukunft Folgendes sehen, nachdem er eine Frage gestellt hat:

  1. Things to know
  2. Themen-Zoom
  3. Visuelle Ergebnisse

Diese Dreiteilung soll dem Suchenden dabei helfen, den richtigen Weg zu finden. So drückt es Google explizit aus: „find the right path“.

Das geschieht zunächst mit den „Things to know“. Hier ermittelt Google selbstständig, welche Fragen in Zusammenhang mit einem Thema stehen. Bisher musste der User immer weitere Fragen stellen, um bei einer komplexen Frage langsam zur Antwort zu gelangen. Diese Arbeit nimmt Google dem User jetzt ab, indem die Maschine die von der KI ermittelten relevantesten Paths bereits vorzeichnet.

Der Themen-Zoom soll es möglich machen, in ein Thema entweder tiefer einzusteigen oder wieder herauszuspringen. Wenige Klicks machen es dem User einfach, das Thema entweder zu verfeinern oder zu erweitern.

In der visuellen Suche wird den Google-Nutzern jetzt die Möglichkeit präsentiert, Fragen direkt zum Bild zu stellen. Das passiert zum Beispiel, indem bestimmte Teile des Bildes eingegrenzt werden. Anhand dieses Bildausschnitts formuliert Google Fragen oder verweist zum Beispiel auf Videos, die Antworten geben. Point-and-Ask soll es dem User erleichtern, den genauen Moment in einem Video zu finden, der die Antwort auf eine Frage liefert.

Video-Analyse mit MUM

Google verwendet bereits seit längerer Zeit fortschrittliche KI-Systeme, um die wichtigsten Szenen von Videos zu erkennen. MUM geht jetzt noch einen Schritt weiter und erkennt auch die Relevanz von Informationen, die nicht explizit in einem Clip erwähnt werden. MUM erkennt Bedeutungszusammenhänge, analysiert verwandte Links und Videos und identifiziert die signifikanten Szenen. Der neue Algorithmus ist noch besser in der Lage, Video- und Audioelemente zu bewerten.

Die gesamte Google-Suche soll immer mehr zu einem multimedialen Erlebnis werden. Wer nach einem Begriff recherchiert oder konkrete Fragen eingibt, erhält eine Vielzahl von Medienformaten bereitgestellt, die ihn weiterbringen.

Dies wird ebenfalls Auswirkungen auf das Online-Shopping mit Google haben. Der neue Algorithmus soll Google dabei helfen, Bilder und Videos besser zu verstehen – und dem Nutzer neue Möglichkeiten zu bieten. Mit Google Lens öffnet der potenzielle Käufer ganz einfach den Ausschnitt eines Bildes. Eine eventuelle Suchanfrage kombiniert Google dann automatisch mit dem Bildausschnitt. So wird beispielsweise die Suche nach ähnlichen Artikeln besonders leicht.

MUM und SEO

Welche Auswirkungen wird MUM auf die Suchmaschinenoptimierung haben? Wahrscheinlich wird der neue Algorithmus bereits bestehende SEO-Trends pushen. Das heißt zum Beispiel:

  • Keywords werden tendenziell unwichtiger. Die Suchmaschinenoptimierung von Websites und anderen Online-Inhalten wird sich eher an FAQs und umfassenden Themenkomplexen orientieren.
  • Zielgerichteter Content ist weiterhin die zentrale Voraussetzung für gute Google-Positionen. Die an Google orientierte Strukturierung von Daten ist hierfür unabdingbar.

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SEO-Texte schreiben lassen

Eine weitere Entwicklung ist die wachsende Bedeutung von Bildern, grafischen Elementen und Videos. Diese werden auf den SERPs eine prominentere Rolle spielen. Spätestens mit MUM wird es also Zeit, bisher vernachlässigte Webelemente jenseits vom Text für die Google-Suche zu optimieren.

Fazit

Von Google lernen heißt siegen lernen – das gilt vor allem für SEO. Die größte Suchmaschine geht mit MUM einen weiteren Schritt in Richtung semantische Suche: Google versteht, was du suchst und gibt dir direkt eine Antwort. Die Aufgabe von SEOs wird es jetzt sein, den Fokus auf gut strukturierte Daten nochmals zu verschärfen. Damit die größte Suchmaschine schon anhand des Codes und der Keywords weiß, für welche Informationen die angebotenen Web-Inhalte tauglich sind.

 

Dieser Artikel wurde am 10.December 2021 von Jan Knupper geschrieben.

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Jan Knupper