E-Commerce: Mit Produktdaten zum Erfolg

05.05.2022

Produktdaten

Was früher das Erdöl war, sind heute Daten. Immer mehr und immer bessere Produktinformationen bieten die Grundlage für den kommerziellen Erfolg – vor allem im E-Commerce. Es geht darum, mit intelligent aufbereiteten Daten Kunden auf die eigene Website zu locken, ihnen dort ein einmaliges Shopping-Erlebnis zu bieten und sie schließlich zur Conversion zu bringen. Robuste, konsistente und aktuelle Produktinformationen sind hierfür die Basis.

Produktkennzeichnung – was ist das?

Was versteht man unter Produktkennzeichnung? Es geht hier vor allem um die Zuweisung strukturierter Informationen zu verschiedenen Produkten. Diese können technisch in verschiedenen Formaten vorliegen.

Grundlage für den Zugriff auf die Informationen ist immer eine Datenbank.

Content Management Systeme und Onlineshop Systeme greifen auf diese Daten zu und präsentieren sie in Form von strukturierten Daten. Dadurch wird zum einen die userfreundliche Darstellung im Onlineshop erleichtert, zum anderen aber auch das suchmaschinengerechte Tagging möglich.

Das Google-konforme Tagging erfolgt zumeist im Microdata-Format. Damit werden den Crawlern der Suchmaschine eindeutige Signale in Bezug auf die Art der Informationen gegeben. Wichtige Produktdaten sind zum Beispiel Marke, Größe, Form, Anwendungsbereich, Stil, Typ, Farbe und Ähnliches. Für die Erstellung und Anreicherung solcher Datensätze eignen sich Outsourcing-Lösungen – zum Beispiel mit Crowdsourcing. So wird eine Vielzahl von Mikrojobs angeboten, die einzelnen Produkten bestimmte Eigenschaften zuordnen sollen. Zur Ergänzung können auch KI-Systeme eingesetzt werden, die besonders leistungsfähig sind.

Welche Produktdaten gibt es?

Produktdaten treten in zahlreichen Formen auf. Im Folgenden nur ein paar Beispiele, die klarmachen, wie komplex die vielen Informationen rund um ein einziges Produkt sein können:

  • Bilder
  • Titel
  • Markennamen
  • Attribute (Stil, Farbe, Form, Schnitt usw.)
  • Preise
  • Kategorisierung
  • Beschreibungen
  • Varianten
  • Verfügbarkeit

Klar ist: Eine Seite, die zu jedem Produkt möglichst viele Informationen liefert, punktet gegenüber der Konkurrenz. Produktkennzeichnung mit Meta-Daten ist das Herz des E-Commerce. Immer mehr Kunden gehen online shoppen – deshalb ist es auch für bisher nur analog aufgestellte kleine und mittlere Unternehmen wichtig, auf den digitalen Zug aufzuspringen, um den Anschluss nicht zu verpassen.

Tipp:

Mithilfe viel frischen Text-Contents in allen gängigen Sprachen, exakter Produkt-Beschreibungen, -Kategorisierungen und -Tags sowie der Generierung von Marktinformationen verhelfen wir Ihnen zu mehr Besuchern und einer Erhöhung Ihrer Conversion.

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Produktmetadaten machen den Unterschied

Produktmetadaten sind alle Eigenschaften eines Produkts, die in strukturierter Form vorliegen. Mit einem umfangreichen Produkt-Tagging erreichen Onlineshops viele Ziele, die zu mehr Umsatz führen. Dazu gehören zum Beispiel:

  • die Optimierung des entscheidenden ersten Eindrucks (Bilder, Titel, Beschreibung und Informationen),
  • eine leichtere Produktsuche im Shop durch eine reichhaltige Informationsgrundlage
  • und die Verbesserung der Usability: Die Metadaten bieten die Voraussetzung dafür, dass die Website im Sinne der Kunden funktioniert.

Auch ein perfektes Design kommt ohne strukturierte Produktdaten nicht aus. Das Look and Feel eines Online-Shops basiert deshalb vor allem auf zuverlässigen Daten.

Menge und Qualität entscheiden

Bei Produktdaten macht häufig die Masse den Unterschied: Wenn Onlineshop A mehr Daten zum gleichen Produkt bietet als Onlineshop B, ist Onlineshop A zunächst im Vorteil. Potenzielle Kunden bevorzugen Seiten mit mehr Informationen.

Gleichzeitig stellen die User aber auch Ansprüche an die Qualität der Daten. Hier können Nachlässigkeiten auf der Anbieterseite teuer werden: Die Kunden verlieren Vertrauen. Die drei größten Fehler bei Produktdaten sind

  • Unvollständigkeit (fehlende Informationen zu Produkten),
  • Inkonsistenz (fehlerhafte, zum Beispiel veraltete Produktdaten),
  • Ungenauigkeit (Daten mit einem geringen Informationsgehalt).

Erst zuverlässige, detailreiche und genaue Produktdaten gewähren eine einfache und effiziente Verwaltung von Produkten sowie deren Eignung für die Darstellung in Onlineshops.

Produkt-Tagging ist SEO-relevant

Produktkennzeichnung ist im Shopping-Bereich ein wesentliches Element der Suchmaschinenoptimierung. Die meisten Online-Shopper beginnen ihre Suche bei Google – sei es über Texte oder Bilder. Bereits hier machen sich Nachlässigkeiten beim Tagging bemerkbar: Irrelevante Suchergebnisse bewirken ein negatives Kundenerlebnis und werfen ein schlechtes Licht auf den Anbieter. Viele Besucher auf einer Produktseite nützen nichts, wenn die User enttäuscht zurückklicken, weil das Ergebnis nicht relevant ist. So etwas kann zum Beispiel passieren,

  • wenn ein Produkt in der falschen Kategorie eingeordnet ist,
  • wenn es falsche Informationen über wesentliche Eigenschaften enthält
  • oder die angeführten Daten für den User unverständlich und damit nutzlos sind.

Produkt-Tagging ist also SEO-relevant. Deshalb ist es wichtig, auf die Qualität und Aktualität der jeweiligen Daten konsequent zu achten. Kontinuierliche Datenpflege sorgt nachhaltig für mehr Besucher und zufriedene Kunden.

Bedarfsprognosen und Bestandsverwaltung

Konsistente und detailreiche Produktdaten sind essenziell für die Abschätzung des Bedarfs und die Verwaltung von Lagerbeständen. Ein EAN-Code allein reicht dabei nicht aus, um jederzeit zu wissen, was zurzeit hinter den Kulissen passiert und wie sich zum Beispiel die Nachfrage-Gewohnheiten der Kunden ändern.

Fehlende, fehlerhafte oder unvollständige Daten zu Produkten führen zur Ressourcenverschwendung durch den Ankauf von Artikeln, die letztlich im Lager bleiben – weil sie nicht auf eine entsprechende Nachfrage stoßen. Detaillierte und aktuelle Produktdaten dagegen helfen E-Commerce-Unternehmen, um eine erfolgreiche Bestandsstrategie zu entwickeln.

Digitale Transformation

Strukturierte Daten bilden die Grundlage für digitale Transformationen in Bereichen, die bisher noch analog funktionierten. Der Wettbewerb wird härter, die Kunden fordern mehr Innovationen und bequeme digitale Einkaufsmöglichkeiten. Eine zerbrechliche Basis unorganisierter und unstrukturierter Daten macht diese Umstellung sehr schwer.

Die digitale Transformation wird durch strukturierte Produktdaten erheblich vereinfacht. Sie beseitigen Hürden beim Einstieg ins Online-Marketing und machen es einfacher, auf diesem Markt zu bestehen.

Automatische Produktkennzeichnung mit KI

Künstliche Intelligenz imitiert menschliches Denken. Cognitive Computing (Visuelle KI) geht dabei noch einen Schritt weiter und befasst sich nicht nur mit logischen Schlussfolgerungen, sondern auch mit dem Wahrnehmen und eigenständigen Erkennen von Zusammenhängen. Visuelle KI fasst Bilder mit menschenähnlicher Genauigkeit auf und kann zum Beispiel bei Produktbildern verschiedene Elemente erfassen und zuordnen.

Dabei dient KI oft als Ergänzung zu Daten, die von Menschen erstellt wurden.

  • Wenn zum Beispiel eine Lederjacke von einem Menschen als kurze Biker-Lederjacke vorgekennzeichnet wurde, übernimmt visuelle KI Ergänzungen wie „weiß gefüttert“, „lässiger Stil“ oder „silberne Knöpfe“.
  • Zudem stellen Tags auf der Grundlage von Bilddaten sicher, dass genau die Produkte angezeigt werden, die bei Kunden besonders gut ankommen. Und zwar auch dann, wenn ihre Anfragen nicht mit dem Wortlaut eines bestehenden Datensatzes übereinstimmen.

Die Vorteile von KI-gestützter Produktkennzeichnung liegen auf der Hand:

  • Sie liefert genauere Suchergebnisse.
  • Sie macht dafür weniger Personal erforderlich.
  • Schließlich verbessert KI die Effizienz der Produktkennzeichnung.

KI-basiertes Produkt-Tagging optimiert die Chancen eines Anbieters, seinen Kunden ein durchweg positives Shopping-Erlebnis zu bieten. Dadurch entstehen auch Synergie-Effekte: Auf die Dauer spricht es sich herum, auf welcher Website umfangreiche und zuverlässige Informationen erhältlich sind. Automatisierung führt zu mehr Daten mit besserer Qualität.

Fazit

E-Commerce kommt ohne zuverlässige Produktdaten in strukturierter Form nicht aus. Denn diese liefern die Basis für erfolgreiche Onlineshops, die den Kunden ein einzigartiges Shopping-Erlebnis bieten. Dazu sind Metadaten auch für die Suchmaschinen relevant. Und nicht zuletzt verbessern diese Daten die Chance, bei der digitalen Transformation nicht ins Hintertreffen zu geraten, sondern alle des Marktes im Netz auszunutzen.

Dieser Artikel wurde am 05.May 2022 von Jan Knupper geschrieben.

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Jan Knupper