Business To Business: Clevere Tipps für das Social Media Marketing

26.06.2019

B2B Social Media Marketing

Dass es im B2C-Geschäft mit Social Media Marketing viele Blumentöpfe zu gewinnen gibt, ist klar. Doch wie sieht es im B2B-Bereich aus? Hier denken nicht wenige Firmen: Was sollen wir auf Facebook und Co? Da finden wir keine Business-Kunden. Aber das Geschäftsleben hat sich geändert.

Millennials sind Einkäufer

Millennials, Personen mit Geburtsjahren zwischen den frühen 1980ern und den späten 1990ern, machen heute im B2B-Bereich gut die Hälfte aller Einkäufer aus. Diese Generation von Einkäufern erwartet das gleiche Einkaufserlebnis wie im B2C-Bereich. Die entsprechende Studie veröffentlichte Google 2017.
Zu dieser Art des Einkaufserlebnisses gehört natürlich auch Social Media. In den sozialen Netzwerken werden Informationen gesammelt, Kontakte geknüpft und Erfahrungen sowie Empfehlungen ausgetauscht.

Social Media Marketing ist anders

Nun ist das Marketing auf Facebook, Instagram und Co für Kunden im Business-Bereich anders als für Endverbraucher. In folgenden Punkten unterscheidet es sich:

  • Kaufmotivation
  • Art der Kommunikation
  • Art der Entscheidungsfindung
  • Art der Produkte
  • Zielgruppe

Wir haben deshalb für Sie clevere Tipps zusammengetragen, wie Sie in den sozialen Netzwerken richtig auf Ihre Kunden zugehen und die Vorteile der Systeme für sich nutzen können.

Unsere Tipps für Social Media Marketing im B2B-Bereich

1. Folgen Sie der Konkurrenz

Genau wie Sie in der realen Welt immer ein Auge auf die Konkurrenz haben sollten, sollten sie es auch in der Welt der sozialen Medien tun. Was macht die Konkurrenz auf Facebook, Twitter, Instagram usw.? Wie spricht sie ihre Business-Kunden an? Was für Aktionen führt sie durch?

Ganz wichtig: Wie reagieren die Nutzer? Was für Kommentare geben sie ab? Welche Themen bringen die meisten Interaktionen hervor?

Mit der Beobachtung anderer Social Media-Aktivitäten gewinnen Sie Erkenntnisse für Ihren eigenen Auftritt. Das heißt ja nicht, dass Sie Ihre Mitbewerber kopieren – es geht um Inspiration und Weiterentwicklung.

2. Präsentieren Sie Ihr „Innenleben“

Natürlich können Sie soziale Netzwerke einfach dafür benutzen, um Ihr neuestes Produkt vorzustellen. Doch die Stärken dieser Netzwerke sind die Geschichten hinter dem Produkt. Geben Sie Ihren Kunden einen Einblick in Ihr Unternehmen. Was geschieht hinter den Kulissen? Warum haben Sie bei Produkt X das Feature Y eingebaut? Es gibt viel Interessantes zu berichten.

Tipp: Lassen Sie einen Mitarbeiter seine Arbeit oder ein Produkt vorstellen. Potenzielle Kunden erleben Ihre Firma so hautnah mit.

3. Gründen Sie Gruppen oder werden Sie Mitglied

Sie wollen mit Ihren Kunden und Partnern fachsimpeln? Das geht in den sozialen Medien sehr einfach. Gründen Sie entsprechende Gruppen oder treten diesen bei. Schon läuft die Kommunikation mit anderen Branchenvertretern.

4. Text, Video und Bild

Kombinieren Sie verschiedene Medien-Formate in Ihren Beiträgen. Bedenken Sie dabei, dass die Aufmerksamkeitsspanne in den Netzwerken oft nicht sehr hoch ist. Stellen Sie deshalb kurze Texte ein, die schnell zum Punkt kommen. Am besten Sie kombinieren diese immer mit illustrierenden Bildern oder Grafiken, da dies mehr Aufmerksamkeit als ein nackter Text erzeugt.

Videos sind die Königsdisziplin. Mit kurzen Filmen können Sie komplizierte Dinge einfach erklären. Achten Sie darauf, bei Ihren Filmen Untertitel oder aussagekräftige Zwischentitel zu verwenden. Das ist wichtig, da im Büro Tonausgabe störend wirkt. Viele Nutzer werden ihr Video im Lautlos-Modus ansehen, aber wollen trotzdem verstehen, um was es geht.

5. Partner und Kunden vorstellen

Sie arbeiten nicht allein, sondern setzen auf Partner. Die sollten Sie unbedingt auf Ihren Social Media-Accounts vorstellen. So stärken Sie die Bindung zu diesen und werden sicher auch von diesen in einem der nächsten Beiträge erwähnt. Vergessen Sie nicht, die Beiträge Ihrer Partner zu teilen, zu „liken“ usw. Dasselbe Verfahren gilt ebenso für Ihre Kunden. So bauen Sie Schritt für Schritt ein Empfehlungsnetzwerk auf.

6. Komplexes aufteilen

Komplexe Inhalte lassen sich selbst mit den besten Videos oder Texten oft nur schwer vermitteln. Zumeist wäre die Länge eines solchen Films oder Textes zu umfangreich. Da soziale Netzwerke von immer neuen Inhalten leben, machen Sie aus der Not eine Tugend. Teilen Sie komplexe Inhalte auf, vielleicht in Form einer Story. Jeden Tag gibt es dann einen neuen Teil, der mehr über das Themengebiet verrät. Auf diese Art erzeugen Sie viel hochwertigen Content, der die Nutzer nicht überfordert und zum „Dranbleiben“ animiert.

7. Der richtige Ton schafft Vertrauen

Im B2B-Bereich ist Vertrauen das A und O. Immerhin kauft der Kunde bei Ihnen nicht nur einen einzelnen kleineren Artikel, sondern bestellt in größeren Dimensionen. Vertrauen schaffen Sie am besten durch einen neutralen Ton und logische Argumente. Auf Emotionen sollten Sie dabei aber nicht verzichten. Die kommen immer dann ins Spiel, wenn Sie die Werte Ihres Unternehmens vermitteln wollen.

8. Content an Entscheidungsfindung anpassen

Geht es um den Kauf sehr großer Abnahmemengen oder gar ganzen Produktionsanlagen, dann entscheidet der Einkäufer des Unternehmens nicht allein. Es werden unterschiedliche Schritte innerhalb seiner Firma durchgegangen. Und genau diese Schritte können Sie in sozialen Netzwerken „abarbeiten“.

Mögliche Inhalte:

  • Stellen Sie die Experten Ihres Unternehmens vor, die am besten auftretende Fragen beantworten können.
  • Verfassen Sie Posts, die Ihren Kunden erläutern, was Sie in einer Produktpräsentation erwartet.
  • Teilen Sie die Meinungen Ihrer bisherigen Kunden. Das können Zitate sein oder auch kurze Filme.
  • Beschreiben Sie Preismodelle, Leistungen und Rabatte.

9. Welche Netzwerke im B2B-Bereich nutzen?

A) Facebook
Das wichtigste und größte soziale Netzwerk. Hier können Sie alle Arten von Inhalten posten und teilen. Dank Gruppen lassen sich spezielle Themen behandeln. Mittels Targeting können Sie bestimmte Zielgruppen ansprechen.

B) LinkedIn
Business-Netzwerk für berufliche Kontakte im internationalen Raum, das in Deutschland immer wichtiger wird. Auf LinkedIn erreichen Sie vor allem Führungskräfte.

C) XING
Ein Karrierenetzwerk, welches vor allem im deutschsprachigen Raum beheimatet ist. Hier sind vorwiegend Freiberufler und Gründer unterwegs.

D) Twitter
Perfekt, um auf neue Inhalte Ihrer Webseite oder Facebook-Seite sowie Aktionen Ihres Unternehmens aufmerksam zu machen. Da es sehr viel von Journalisten genutzt wird, können Sie darüber auch eine höhere mediale Präsenz erreichen.

E) YouTube
Die wichtigste Videoplattform im Netz. Hier teilen Sie Ihre Videos, richten Kanäle ein und präsentieren Ihr Unternehmen in bewegten Bildern.

F) Instagram
Ein Bildernetzwerk, das nicht für jedes Produkt oder jede Dienstleistung geeignet ist. Wenn sich aber Ihr Unternehmen bzw. Ihr Angebot gut in Fotos oder kurzen „Bildergeschichten“ darstellen lässt und sehr auf Lifestyle setzt, dann ist Instagram genau richtig.

Mit Social-Media-Marketing im B2B-Bereich können Sie heute und in Zukunft viele potenzielle Kunden erreichen und ein funktionierendes Netzwerk auf mehreren Ebenen aufbauen. Außerdem ist der Aufwand gering und der Nutzen groß.

 

Dieser Artikel wurde am 26.June 2019 von Thomas geschrieben.

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von: Thomas K.

Thomas K., Clickworker